Daten und Fakten zur Migration 2019 - Wiener Bevölkerung

In den vergangenen Jahren ist Wien stark gewachsen: Die Zahl der in Wien lebenden Menschen ist seit dem Jahr 2002 von 1.571.123 auf 1.897.491 Personen am Anfang des Jahres 2019 gestiegen. Der größte Teil dieses Bevölkerungszuwachses ergibt sich durch die Zuwanderung aus dem Ausland, die in der Zusammensetzung der Wiener Bevölkerung deutlich sichtbar wird.

Staatsbürgerschaft der Wiener Bevölkerung

Staatsbürgerschaften der Wiener Bevölkerung von 2002 bis 2019

30,2 Prozent der Wiener Bevölkerung beziehungsweise 572.834 Personen hatten Anfang 2019 nicht die österreichische Staatsbürgerschaft. Davon waren 251.129 Bürgerinnen und Bürger von Staaten der EU oder EFTA sowie 312.705 Drittstaatsangehörige.


Herkunft der Wiener Bevölkerung

Herkunft der Wiener Bevölkerung von 2002 bis 2019

Mit der Definition der Herkunft können die Merkmale Staatsbürgerschaft und Geburtsland kombiniert werden. Demnach hatten Anfang 2019 rund 40,7 Prozent (773.176 Personen) der Wiener Bevölkerung eine ausländische Herkunft. Diese Menschen besitzen entweder nicht die österreichische Staatsbürgerschaft oder sie sind österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die im Ausland geboren worden sind. 16,6 Prozent (315.226) der Wienerinnen und Wiener kommen aus Staaten der EU oder EFTA und weitere 14,5 Prozent (274.345) aus anderen Staaten in Europa. 9,7 Prozent (183.605) der Wienerinnen und Wiener stammen aus weiteren Drittstaaten außerhalb Europas.

Top 10: Bevölkerungsgruppen nach Herkunftsländern

Die 10 größten Bevölkerungsgruppen mit ausländischer Herkunft in Wien im Jahr 2019

Die wichtigsten Herkunftsländer der Wienerinnen und Wiener mit ausländischer Herkunft haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert: 101.813 Wienerinnen und Wiener hatten Anfang 2019 eine serbische Herkunft, 76.355 stammten aus der Türkei, 59.695 aus Deutschland und 54.619 aus Polen.


Wienerinnen und Wiener nach Herkunft und Bezirken

Anteil der Wiener Bevölkerung mit ausländischer Herkunft in den 23 Wiener Gemeindebezirken

Im Wiener Durchschnitt betrug der Anteil an Wienerinnen und Wiener mit einer ausländischen Herkunft im Jahr 2019 rund 40,7 Prozent. In 2 Bezirken hatten mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner eine ausländische Herkunft - in Rudolfsheim-Fünfhaus seit dem Jahr 2015 sowie in der Brigittenau seit 2018. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner dieser Bezirke nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besaßen oder österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger waren, die im Ausland geboren worden sind. In Margareten und Favoriten liegt der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit ausländischer Herkunft etwas unter 50 Prozent. Am weitesten unter dem Wiener Durchschnitt lagen Liesing und Hietzing mit jeweils knapp unter 30 Prozent Einwohnerinnen und Einwohner mit ausländischer Herkunft.

Wanderung zwischen Wien und dem Ausland

Wanderungsbilanz der Stadt Wien mit dem Ausland von 2002 bis 2018

Jedes Jahr ziehen zehntausende Menschen aus dem Ausland neu nach Wien oder aus Wien in ein anderes Land. Im Jahr 2018 sind beispielsweise 56.524 Menschen aus dem Ausland nach Wien gezogen und 44.932 wieder in ein anderes Land weggezogen. Die Differenz aus den Zuzügen und den Wegzügen ergibt die Wanderungsbilanz der Stadt Wien mit dem Ausland. Diese ist seit dem Jahr 2015 stark zurückgegangen und lag im Jahr 2018 bei 11.592 Personen. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2011.

Seit dem Höhepunkt der letzten Fluchtbewegung im Jahr 2015 ist die Zuwanderung aus Drittstaaten außerhalb Europas zurückgegangen. Doch auch die Zuwanderung von Menschen aus den seit 2004 der EU beigetretenen Staaten in Ost- und Mitteleuropa ist seit dem Ende der Übergangsfristen für die ArbeitnehmerInnen-Freizügigkeit im Jahr 2014 stark gesunken.

Mit Ausnahme des Jahres 2015 sind seit 2006 jedes Jahr mehr Menschen mit einer EU- oder EFTA-Staatsbürgerschaft nach Wien zugewandert als aus Drittstaaten.

Wienerinnen und Wiener mit und ohne Wahlrecht

Anfang 2019 dürfen 29,5 Prozent der Wiener Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft nicht an Wahlen auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene teilnehmen.

  • 70,5 Prozent der Wienerinnen und Wiener im wahlfähigen Alter besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft und sind damit auf allen Ebenen wahlberechtigt.
  • 13,2 Prozent der Wienerinnen und Wiener kommen aus EU-Staaten und sind auf der Bezirksebene wahlberechtigt.
  • 16,4 Prozent der Wienerinnen und Wiener haben die Staatsbürgerschaft eines Drittstaates und dürfen daher auf keiner Ebene wählen.
Anteil der wahlberechtigten und nicht-wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener in den 23 Gemeindebezirken

In Rudolfsheim-Fünfhaus sind 42 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner im wahlfähigen Alter ausgeschlossen und nur 58 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner wahlberechtigt. In keinem anderen Bezirk ist der Anteil der wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener niedriger. Im Gegensatz dazu sind 81 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner von Liesing und Hietzing stimmberechtigt beziehungsweise jeweils 19 Prozent von der demokratischen Teilhabe ausgeschlossen.

Publikationen

Die Publikationen können kostenlos per E-Mail an post@ma17.wien.gv.at bestellt werden.

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