Illegaler Tierhandel

Der illegale Tierhandel, insbesondere der Handel mit Hundewelpen, ist Ursache für großes Tierleid.

Zwei Hundewelpen in einem engen Käfig

Vor allem der Online-Handel von Hunde- und Katzenwelpen stellt ein großes Problem dar. Die Tätigkeit dieser Händlerinnen und Händler muss gestoppt werden. Es drohen dafür hohe Strafen und die Abnahme der Tiere. Ebenso wichtig ist es, das Bewusstsein bei den potentiellen Käuferinnen und Käufern solcher Tiere zu schärfen.


Internet-Handel mit Tieren ist verboten

Nach dem Tierschutzgesetz besteht ein Verkaufsverbot von Tieren auf öffentlich zugänglichen Plätzen, dazu gehört auch das Internet. Ausnahmen für das Feilbieten von Tieren im Internet gelten nur für gewerbliche Tierhalterinnen und Tierhalter, zum Beispiel Tierhandlungen, sowie Züchterinnen und Züchter, die bei der Behörde gemeldet sind, oder von der Meldepflicht ausgenommen sind.

Auch im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft ist ein öffentliches Anbieten von folgenden Tieren erlaubt: Pferde und Pferdeartige, Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Schalenwild, Lamas, Kaninchen, Hausgeflügel, Strauße und Nutzfische.

Seit November 2017 ist Folgendes gestattet: Die Suche von Interessenten durch die Halterin oder den Halter für einzelne, individuell bestimmte Tiere mit einem Alter von mehr als sechs Monaten beziehungsweise für Hunde und Katzen, bei denen die bleibenden Eckzähne bereits ausgebildet sind, die nicht bei ihrem bisherigen Halter bleiben können oder dürfen.

Bei Hunden ist nachzuweisen, dass sie seit mindestens sechzehn Wochen in der Heimtierdatenbank gemeldet sind.

Tiere sind keine Ware

Ein vermeintliches Schnäppchen kann sehr teuer kommen. Viele der über das Internet angebotenen Tiere stammen nicht aus Österreich. Oft werden diese Tiere viel zu jung und ohne die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten nach Österreich gebracht. Solche Tiere erkranken sehr oft. Sie sind ein Ansteckungsrisiko für andere Tiere, aber auch für den Menschen. Hohe Tierarztkosten und die Sorge um das Leben der Tiere sind vielfach die ersten Erfahrungen mit günstig gekauften Vierbeinern. Sieben von zehn Welpen überleben diese Tortur nicht.

Was beim Tierkauf zu beachten ist

Ein Tierkauf sollte niemals im Internet, im Urlaub oder aus sogenannten "Tötungsstationen" erfolgen. Beziehen Sie Ihr Tier wohl überlegt und gut beraten von seriösen Züchterinnen und Züchtern oder adoptieren Sie ein Tier aus einem österreichischen Tierheim.

Verdächtigt ist, wenn:

  • Die Verkäuferin oder der Verkäufer das Tier auf einem Parkplatz oder im Hinterhof übergeben will
  • Die Verkäuferin oder der Verkäufer einen Besuch der Tiere vor der Übergabe verweigert
  • Eine vermeintliche Züchterin oder ein vermeintlicher Züchter viele Welpen verschiedener Rassen vorzeigt, jedoch keine Elterntiere bei den Jungtieren sind

Auch Mitleid hilft den illegal gehandelten Tieren nicht. Jeder verkaufte Hundewelpe ist für die Händlerinnen und Händler ein Ansporn weitere Tiere zu verkaufen. Fördern Sie daher keinesfalls solche Händlerinnen und Händler durch einen Kauf aus Mitleid.

Illegalen Tierverkauf melden

Meldungen über einen illegalen Tierverkauf in Wien können mit folgenden konkreten Angaben über die Abteilung Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60) gemeldet werden:

  • Name der Händlerin oder des Händlers
  • Genaue Adresse
  • Zeitpunkt des Handels
  • Art und Anzahl der verkauften Tiere

Für Rückfragen der Behörde an die Anzeigenlegerin oder den Anzeigenleger wird empfohlen, bei der Meldung den Namen, jedenfalls aber die Telefonnummer anzugeben.

Verantwortlich für diese Seite:
Veterinärdienste und Tierschutz (Magistratsabteilung 60)
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