Der Weg des Wiener Wassers von den Alpen in die Stadt

Wien wird flächendeckend mit Hochquellwasser versorgt - das trägt auch zur hohen Lebensqualität bei, für die Wien bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Das kristallklare Wiener Trinkwasser fließt aus unberührten, naturbelassenen Gebieten in den Alpen bis nach Wien.

Quell- und Schongebiete

Das Quellgebiet der I. Wiener Hochquellenleitung umfasst das Gebiet von Schneeberg, Rax und Schneealpe, das Quellgebiet der II. Wiener Hochquellenleitung den Gebirgsstock des Hochschwabs. Die Schongebiete zum Schutz der Wasservorkommen umfassen insgesamt 675 Quadratkilometer. Sie sind somit größer als die Fläche Wiens. Schongebiete sind Gebiete, in denen besondere Regeln gelten, um das Wasser vor Verunreinigungen zu schützen. Aufgrund des großflächigen Quellschutzes hat das Wiener Wasser eine ausgezeichnete Qualität. Nur bei einem extrem hohen Wasserverbrauch in Hitzeperioden oder während Wartungsarbeiten an den Hochquellenleitungen ist eine zusätzliche Einleitung von Grundwasser nötig.

I. Hochquellenleitung

Grafische Darstellung der Wege der Hochquellenleitungen

Über die I. und II. Hochquellenleitung fließt kristallklares Trinkwasser nach Wien.

Das Wasser fließt durch 2 Hochquellenleitungen im freien Gefälle ohne eine einzige Pumpe nach Wien. Die I. Hochquellenleitung fördert 220 Millionen Liter täglich. Die Distanz zwischen der entferntesten Quelle - der Pfannbauernquelle - und Wien beträgt 150 Kilometer. Innerhalb von 24 Stunden fließt das Quellwasser von dort bis zum Wasserbehälter Rosenhügel in Wien. Der größte Teil der I. Hochquellenleitung besteht aus einem gemauerten Kanal. Auf seiner Reise nach Wien durchfließt das Wasser 30 Aquädukte.


II. Hochquellenleitung

Die II. Hochquellenleitung liefert täglich bis zu 217 Millionen Liter Wasser. Die Strecke ist 180 Kilometer lang. Das Wasser überwindet dabei in 36 Stunden einen Höhenunterschied von 360 Metern und durchfließt 100 Aquädukte. Um das gleichmäßige Gefälle zu gewährleisten, folgt die Trasse im Allgemeinen den Gegebenheiten des Geländes. Gleichzeitig wird das Gefälle entlang der Leitungen zur Stromproduktion genutzt.

Wasserbehälter

Von den Endpunkten der Hochquellenleitungen fließt das Wasser in 31 Wasserbehälter.

Wasserbehälter Cobenzl

Die 29 Wiener Wasserbehälter haben ein Speichervolumen von 0,9 Millionen Kubikmeter Wasser. 2 weitere Wasserbehälter außerhalb Wiens erhöhen dieses Volumen auf 1,6 Millionen Kubikmeter. Das entspricht dem Wasserverbrauch aller Wienerinnen und Wiener in circa 4 Tagen. Dabei dienen die Wasserbehälter auch als Puffer. Ist für die kommenden Tage wegen einer Hitzeperiode ein höherer Wasserverbrauch zu erwarten, werden sie vorher entsprechend mehr befüllt.

Das Wiener Rohrnetz

2 Mitarbeiter von Wiener Wasser ziehen ein neues Rohr in ein altes Rohr ein

Über das Rohrnetz wird das Wasser in die Häuser und Wohnungen weiter verteilt. Das Rohrnetz in Wien umfasst:

  • 3.000 Kilometer öffentliche Rohrstränge
  • Mehr als 100.000 Anschlussleitungen (Verbindungsleitungen zwischen Straßenrohrstrang und dem Wasserzähler im Haus)
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