Verkehrssicherheitsaktion "Achtung, toter Winkel!"

Die besondere Gefahr des toten Winkels ist vielen Radfahrenden, Zu-Fuß-Gehenden und Lkw-Lenkenden nicht bewusst. Eine Verkehrssicherheitsaktion möchte das Bewusstsein für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer schärfen.

Darstellung des Toten Winkels zwischen einem Lastkraftwagen und RadfahrerInnen

Tote Winkel können sowohl unmittelbar vor dem Fahrzeug als auch hinter sowie seitlich davon entstehen.

Rücksichtnahme, Vorsicht und Aufmerksamkeit sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass im Straßenverkehr nichts passiert. Schon die kleinste Unaufmerksamkeit kann gravierende Folgen haben.

Die Mobilitätsagentur Wien, das Kuratorium für Verkehrssicherheit und die Fachvertretungen der Großtransporteure sowie der Wiener Fahrschulen machen auf die besondere Gefahr des toten Winkels aufmerksam.


Was ist der tote Winkel?

Rund um Pkws, Lkws oder Busse gibt es Bereiche, die von Lenkenden nicht einsehbar sind. Diese werden "toter Winkel" genannt. Je größer das Fahrzeug ist, desto größer ist auch der tote Winkel. Personen, die sich in diesen Bereichen befinden, können von der oder dem Fahrenden nicht gesehen werden. Diese besondere Gefahr ist vielen Radfahrenden und Zu-Fuß-Gehenden nicht bewusst.

Illustration eines toten Winkels zwischen einem Lastkraftwagen, RadfahrerInnen und Zu-Fuß-Gehenden

Die meisten Unfälle im Zusammenhang mit toten Winkeln passieren, wenn ein Lkw nach rechts abbiegt und dabei geradeaus fahrende VerkehrsteilnehmerInnen übersehen werden.

Illustration eines toten Winkels zwischen einem Lastkraftwagen, RadfahrerInnen und Zu-Fuß-Gehenden

Eine besondere Gefahr geht dabei von den Hinterrädern eines Lkw aus, weil diese eine andere (engere) Fahrkurve beschreiben als die lenkbare Vorderachse.


Petra Jens, Beauftragte für den Wiener Fußverkehr:

Blickkontakt und Kommunikation sind das A und O der Verkehrssicherheit. Bei großen Fahrzeugen ist dies nicht möglich und muss durch erhöhte Vorsicht aller Verkehrsteilnehmenden ausgeglichen werden. Mit Aktionen wie dieser wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, wo die Gefahren im Straßenverkehr liegen.

Dank technischer Richtlinien für Lkws und zahlreicher baulicher Maßnahmen konnte die Unfallhäufigkeit in den letzten Jahren gesenkt werden.

Rücksichtnahme, Vorsicht und Aufmerksamkeit

Im Jahr 2014 wurden in Wien drei Fußgängerinnen beziehungsweise Fußgänger sowie zwei Radfahrerinnen beziehungsweise Radfahrer bei Unfällen mit Lkws tödlich verletzt. Die besondere Gefahr des toten Winkels ist vielen Radfahrenden, Zu-Fuß-Gehenden und Lkw-Lenkenden nicht bewusst.

So können sich Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer vor Unfällen im Zusammenhang mit toten Winkeln schützen:

  • Achtsam sein: Seien Sie besonders aufmerksam, wenn ein Fahrzeug neben Ihnen abbiegt oder abbiegen möchte (Blinkzeichen).
  • Schulterblick: Drehen Sie sich um, bevor Sie eine Kreuzung überqueren, und vergewissern Sie sich, ob eine Rechtsabbiegerin oder ein Rechtsabbieger von hinten kommt.
  • Stehen bleiben: Queren Sie nicht direkt vor einem Fahrzeug die Straße, wenn Sie die Fahrerin oder den Fahrer nicht sehen können.
  • Warten Sie hinter dem Lkw, nicht neben ihm, wenn Sie beim Radfahren an einer roten Ampel stehen.
  • Abstand halten: Das rechte Hinterrad eines Lkws hat einen engeren Kurvenradius als das vordere Rad. Achten Sie darauf, sich nicht zu nahe am Fahrzeug zu bewegen.
  • Blickkontakt suchen: Wenn Sie der Fahrerin oder dem Fahrer nicht in die Augen sehen können, kann sie oder er Sie auch nicht sehen!
  • Verzichten Sie im Zweifelsfall auf Ihren Vorrang.

Video macht auf Gefahren aufmerksam

Video: Achtung Toter Winkel

Zum Schutz aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist es wichtig, den toten Winkel immer wieder in Erinnerung zu rufen. Ein von der Mobilitätsagentur produziertes Video zum toten Winkel wird allen Wiener Fahrschulen zur Verwendung im theoretischen Führerscheinkurs zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus werden Veranstaltungen wie das Wiener Sicherheitsfest und die Europäische Mobilitätswoche genutzt, um die Wienerinnen und Wiener gezielt auf die Gefahren des toten Winkels aufmerksam zu machen.


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