CITES - Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Ein Graupapagei, der auf einem Ast sitzt

CITES ist eine 1973 abgeschlossene Handelskonvention. Sie wurde aus Besorgnis über den Einfluss des internationalen Handels auf die Überlebenschance wildlebender Tier- und Pflanzenarten in Washington DC (USA) abgeschlossen. Deshalb wird CITES auch als Washingtoner Artenschutzübereinkommen bezeichnet. Österreich ist seit 1982 Mitglied dieser Konvention.

Das Ziel von CITES ist, durch kontrollierten Handel natürliche Ressourcen sicherzustellen. Eine wirtschaftliche Entwicklung soll dem Schutz der Biodiversität (Artenvielfalt) nicht entgegenstehen, sondern nachhaltig sein.

CITES arbeitet mit einer Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten (circa 35.000 Arten), die nach ihrer Schutzbedürftigkeit in Klassen eingeteilt sind:


  1. Anhang I (in Europa "A") - Diese Arten sind vom Aussterben bedroht. Es besteht ein generelles Handelsverbot.
  2. Anhang II (in Europa "B") - Diese Arten sind potenziell vom Aussterben bedroht. Der Handel wird z.B. durch Quotenregelung limitiert.
  3. Anhang III - Diese Arten sind innerhalb eines Landes geschützt.

Handel mit artengeschützten Exemplaren

Zwei violette Blüten der Pflanze Paphiopedilum (eine Frauenschuh-Art)

Für den Handel mit artengeschützten Exemplaren sind CITES-Dokumente erforderlich. In Österreich sind diese beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) zu beantragen. Davon betroffen sind der kommerzielle Import, der Export und der Wiederexport. Das betrifft auch Privatpersonen als Touristen. Bei Fehlen dieser Papiere sind Beschlagnahmung der Exemplare, Geld- wie auch Haftstrafen möglich.

Die wichtigsten Ausnahmen vom Handelsverbot für Anhang I-Exemplare bestehen für Präkonventionsexemplare (Exemplare, die vor Abschluss der Handelskonvention oder vor Beitritt der Mitgliedsstaaten zu dieser Konvention erworben worden sind) und Nachzuchten beziehungsweise künstliche Vermehrungen.

Für Wien gilt: Für Nachzuchten und Vermehrungen müssen innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bzw. dem Schlupf sogenannte Nachzuchtmeldungen bei der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) als wissenschaftliche Stelle des Landes gemacht werden. Die Nachzuchtmeldung kann per E-Mail unter post@ma22.wien.gv.at oder per Post an: Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22, 1200 Wien, Dresdner Straße 45, gesendet werden.

Meldeformular der Nachzucht: 15 KB RTF

Kostenlose Folder

Sie können die Folder "CITES in Wien" und "Reisen genießen - Arten erhalten - CITES: Internationaler Artenschutz" beim Folder-Telefon: +43 1 4000-73420 (Tonband) oder per E-Mail unter komm@ma22.wien.gv.at kostenlos anfordern oder herunterladen bzw. als gedrucktes Exemplar bestellen:

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Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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