Geschichte des Lärms

Blitze am Himmel

Bevor es lärmende Maschinen gab, kamen die lautesten Geräusche aus der Natur. In alten Kulturen glaubte man, dass laute Geräusche wie das Grollen des Donners oder das Tosen eines Meeressturms von den Göttern stammen. Aber auch die Menschen machten Lärm, sei es auf dem Schlachtfeld, am Marktplatz oder auf den Straßen. Die Art des Lärms änderte sich während des Mittelalters und der frühen Neuzeit kaum: Marktgeschrei, Hufgeklapper und das Hämmern der Handwerker waren die dominierenden Geräusche.

Neue Geräuschkulisse durch die Industrialisierung

Mit der Industrialisierung wurde die Welt plötzlich von mechanischem Lärm erfüllt. Das Stampfen großer Maschinen oder das Rattern der Eisenbahn bildeten eine neue Geräuschkulisse. Man erkannte erstmals, dass Lärm schädlich sein kann. Doch der Lärmschutz steckte erst in seinen Anfängen.

Mit der Erfindung von Radio und Telefon wurde es möglich, Geräusche über weite Distanzen zu transportieren. Der Ton konnte Tausende von Kilometern von seinem Verursacher getrennt sein. Durch den Einsatz von Verstärkern wurde auch der Lautstärke von Musik keine Grenzen mehr gesetzt.

Lärmbelastung und Lärmschutz heute

Die Gegenwart ist geprägt von einer globalisierten Lebensweise. Man fährt mit dem Auto zur Arbeit und fliegt in die Ferien. Diese Mobilität bringt auch eine zunehmende Lärmbelastung mit sich. Um sich davor besser zu schützen, gibt es moderne Mittel: Häuser werden besser lärmisoliert und entlang von Verkehrswegen werden Schallschutzwände gebaut.

Es ist heute sicherlich lauter als vor zweitausend Jahren. Allerdings gibt es heute viele verschiedene Mittel sowie Gesetze, um den Lärm einzudämmen.

Die Wahrnehmung von Lärm im Laufe der Zeit

Die Geschichte des Lärms ist mindestens so alt wie die Geschichte der Menschheit. Vom Gilgamesch-Epos über Adalbert Stifter und Franz Kafka bezeugen Berichte aus der Vergangenheit, dass Lärm nicht erst mit der Moderne entstanden ist.

Die Geschichte des Lärms - von circa 2000 v. Chr. bis 1992: 163 KB PDF

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