Erste Wientalterrasse eröffnet

Am 1. September 2015 wurde die erste großflächige Terrasse im Wiental eröffnet. Das Projekt schafft neue Freiräume im verbauten Stadtgebiet. Zudem wurde ein Steg für FußgängerInnen über den Wienfluss freigegeben, der den 5. mit dem 6. Bezirk verbindet.

Video: Wientalterrasse und Steg

Die Stadt Wien forciert Investitionen in den öffentlichen Raum und schafft neue, nutzbare Frei- und Grünraume für die Wienerinnen und Wiener.

Im dicht bebauten Gebiet entlang des Wientals besteht ein Defizit an öffentlichem Freiraum. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern zusätzliche Erholungsräume zu bieten, werden großflächige Terrassen über der U-Bahn-Trasse entlang der Wien errichtet. Sie sind ein Teilprojekt des städtebaulichen Leitbildes für das Wiental.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Mit den Wientalterrassen erobern wir in der engen Innenstadt wertvollen neuen Platz und schaffen gleichzeitig ein unverwechselbares Wahrzeichen für das Wiental und seine Umgebung."

Realisierung der ersten Wientalterrasse

Die Realisierung der ersten von drei Wientalterrassen startete im November 2014 und wurde im August 2015 fertiggestellt. Die Terrasse liegt im Bereich zwischen Redergasse und Spengergasse und überspannt die Bahntrasse der U4. Sie reicht bis zum Wienfluss und macht diesen sichtbarer und erlebbarer.

Wientalterrasse am Wienfluss mit darunter verkehrender U-Bahn

Blick Richtung Spengergasse und Reinprechtsdorfer Straße

Konsumfreier Erholungsraum mit Holzdeck, Sitzgelegenheiten und Pflanztrögen

Blick Richtung Reder- und Pilgramgasse


Gestaltung der Terrasse

Die Gestaltung der Terrasse und der Brücke für Fußgängerinnen und Fußgänger erfolgte durch das Architekturbüro Tillner & Willinger.

Die Terrasse bietet neue Sitzgelegenheiten, neues Grün und kostenloses WLAN. Sie besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion. Die Oberfläche wird in Form einer Holzauflage gestaltet. Pflanztröge mit Gräsern und Schilfpflanzen stellen den Bezug zum darunterliegenden Wienfluss her, Holzbänke laden zum Verweilen ein. Effektbeleuchtungen erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Die Gehbereiche sind barrierefrei gestaltet.

Hauptweg zwischen Pflanztrögen und Sitzlandschaften aus Holz

Teil der Wientalterrasse am Fuß- und Radweg

Aufenthaltsbereiche mit Wienflussblick

Flussseitiger Holzterrassenteil


Die Terrasse ist 76 Meter lang und 13,5 Meter breit. So entsteht über 1.000 Quadratmeter zusätzlicher öffentlicher Raum. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Margareten und Mariahilf bekommen einen neuen gemeinsamen Platz - eine konsumfreie Zone für den Aufenthalt im Freien, zum Spielen oder für die Mittagspause an einem besonderen Ort.

Auf der Seite des 5. Bezirks wurde auch der Freibereich zwischen der Wohnbebauung und der Terrasse neu gestaltet und aufgewertet. Durch das Entfernen der Plakatwand (derzeitige Barrierewirkung) wurde dieser vorhandene Grünraum zukünftig der Öffentlichkeit "zurückgegeben" und ist jetzt für alle Vorbeikommenden erlebbar. Gesäumt wird diese Fläche von zwei großen Sitzinseln, die im gleichen Material wie die Bänke der Wientalterrasse ausgeführt sind.

Steg verbindet 5. und 6. Bezirk

Zusätzlich zur Terrasse gibt es jetzt einen großzügigen Steg für Fußgängerinnen und Fußgänger über den Wienfluss, der die Bezirke Margareten und Mariahilf miteinander verbindet. Der neue Steg ist als Bogenbrücke ausgestaltet, hat eine Länge von circa 33 Metern und ist fünf Meter breit.

Terrasse und Steg aus der Vogelperspektive

Lage im Stadtgefüge

Brückenoberfläche mit transparenter Brüstung aus Glas

Blick vom neuen Steg in den 5. Bezirk sowie zur Terrasse


Im Zuge des Steg-Baus wurden auch eine Ampelanlage und ein Schutzweg errichtet, wodurch ein sicheres Queren der Linken Wienzeile möglich ist. Ein Nebeneffekt ist der verkürzte Zugang zum barrierefreien U-Bahn-Gebäude Pilgramgasse.

Kosten

Die Gesamtkosten für die Wientalterrasse (inklusive WLAN und neuer Beleuchtung), den neuen Steg, die neue Ampelanlage und die Neugestaltung des Freibereichs zwischen der Wohnbebauung und der Terrasse belaufen sich auf insgesamt 4,3 Millionen Euro. Der Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Die Baudauer betrug wie geplant rund sechs Monate.

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