Ökologischer Einkauf von Lebensmitteln und nachhaltig durchgeführte Veranstaltungen

Beschaffung von Lebensmitteln

frisch geerntete Karotten, Zeller und Kartoffeln in einem Korb auf einem Tisch

Nachhaltige Lebensmittel schützen Umwelt und Klima, vermeiden Tierleid und fördern die Gesundheit. ÖkoKauf Wien gibt für täglich 100.000 Mahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen der Stadt Wien unter anderem einen 30- Prozent-Bioanteil, Biofreilandeier oder auch Richtlinien für den Einkauf von Fleisch vor.


Die Nachhaltigkeitskriterien bei der Beschaffung von Lebensmitteln sind:

  • Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft
  • Regionalität
  • Saisonalität und Frische
  • Gentechnikfreiheit
  • Minimierung von Abfall
  • Reduktion tierischer Produkte
  • Tiergerechtigkeit (ethischer Umgang mit Tieren)
  • Hohe Sozialstandards in Produktion und Handel
  • Geringer Verarbeitungsgrad

2018 wurden die Richtlinien für die Beschaffung von Eiern, Ei-Produkten und Ei-Produkten in Speisen weiterentwickelt. Künftig gelten nun auf für verarbeitete Eier die gleichen Kriterien wie bisher bereits für Frischeier (Schaleneier): Die Eier müssen entweder aus biologischer Landwirtschaft oder Freilandhaltung stammen und die Fütterung der Legehennen soll mit gentechnikfreien Futtermitteln erfolgen, wobei jedenfalls das gefütterte Soja nachweislich von europäischer Herkunft sein muss.

ÖkoKauf-Positionspapiere, -Kriterienkataloge und -Studien zum Thema Lebensmittel

Ergebnisse der Fisch-Enquete 2019

Wenn man Fisch genießen will, sind heimische, Pflanzen fressende Bio-Fische die nachhaltigste und tierfreundlichste Wahl. Das ist das wichtigste Ergebnis der Fisch-Enquete, zu der ÖkoKauf Wien geladen hatte.

Die Vorträge und Workshop-Ergebnisse dienen als Vorbereitung für die Erstellung eines neuen ÖkoKauf-Kriterienkataloges.

Nachlese zur Fisch-Enquete: 516 KB PDF

Umweltfreundliche Veranstaltungen

Gebäck und Wasserkaraffe auf einem Tisch

Veranstaltungen können energie-, abfall- und verkehrsintensiv sein und Emissionen verursachen, die auch zur Erhöhung des Treibhauseffektes beitragen. Energie wird zum Beispiel für Beleuchtung, für den Betrieb von Geräten und Musikanlagen, für die Erzeugung, den Transport und die Entsorgung von Produkten sowie für die An- und Abreise der Gäste benötigt.

In Wien werden Veranstalterinnen und Veranstalter seit 2007 dabei unterstützt, ihre Events, Feste und Feiern als ÖkoEvent umweltfreundlich durchzuführen. Veranstaltungen mit höherem Anspruch können jetzt auch das Prädikat ÖkoEvent PLUS erhalten, wenn sie nicht nur die Mindest-, sondern auch alle Kann-Kriterien erfüllen:

Online-Checkliste für ÖkoEvents - Detailinformationen und Kriterienliste

Bei den ÖkoEvent-Beratungen wird unter anderem gezeigt, wie Mehrweggeschirr, Leih-Equipment, Biocatering oder Kombitickets wesentlich dazu beitragen können, dass Veranstaltungen umweltfreundlich durchgeführt werden können.

Veranstaltungen der Stadt Wien sollen grundsätzlich als ÖkoEvent Plus durchgeführt werden. ÖkoKauf Wien hat einen Richtlinienkatalog für die Ökologisierung von Veranstaltungen erarbeitet, der bei von der Stadt Wien organisierten oder beauftragten Veranstaltungen die Einhaltung von ökologischen Mindeststandards garantiert.

Gemeinschaftsverpflegung

2 Köche in einer Küche

Der Bioanteil am Essen in Kindergärten der Stadt Wien konnte bereits auf über 50 Prozent gehoben werden - ohne höhere Kosten für die Eltern. In den ganztägig geführten Schulen der Stadt Wien konnte der Bioanteil bei der Verpflegung im Jahr 2019 von bisher 40 auf 50 Prozent angehoben werden.

Der Bioanteil in Einrichtungen des Wiener Gesundheitsverbundes liegt bei rund einem Drittel. Backwaren und Milch kommen ausschließlich aus biologischer Produktion.

In den 31 Standorten des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) werden in 30 Frischküchen Lebensmittel mit einem Bioanteil von etwa 35 Prozent verarbeitet.

Ein Angebot, das über die Herstellung von Biolebensmitteln noch hinaus geht, ist der "Natürlich gut Teller", der von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) entwickelt wurde. Diese Speisen werden nach umfassenden nachhaltigen Kriterien, zum Beispiel Bio, Regionalität, Saisonalität, fairer Handel, fleischreduziert und Vermeidung von Tierleid in der Produktion zubereitet. Der "Natürlich gut Teller" wird unter anderem regelmäßig in den Wiener Pensionistenwohnhäusern und in Einrichtungen des Krankenanstaltenverbundes angeboten.

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