Konzept für Rad-Langstrecken in Wien

Zur Förderung des Radverkehrs über lange Distanzen und damit auch im PendlerInnenverkehr sollen stadtquerende Rad-Langstrecken geschaffen werden.

Radfahrer auf Radweg mit Helm

Diese sind Teil des Wiener Hauptradverkehrsnetzes und verbinden das Stadtzentrum mit dem Wiener Umland. Auf den Rad-Langstrecken soll das Radfahren zügiger und komfortabler möglich sein als im übrigen Netz. Ziel ist eine durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Die nötigen Verbesserungsmaßnahmen für Abschnitte der Rad-Langstrecken werden laufend im Zuge des Ausbaus des Wiener Radverkehrsnetzes durchgeführt.

Rad-Langstrecken erschließen wesentliche Stadtentwicklungsgebiete und potenzielle Siedlungserweiterungsgebiete. Wichtig sind dabei die enge Verflechtung mit dem übrigen Wiener Radnetz sowie die Anknüpfung an Niederösterreich.


Zielnetz

Plan des Konzepts der Rad-Langstrecken in Wien

Die Routen Süd, Nord und West haben Priorität.

Das Fachkonzept Mobilität, das im Dezember 2014 beschlossen wurde, sieht vor, dass die Route Süd bis 2018 als erste in der angestrebten Qualität nutzbar sein soll. Die Route Süd führt vom Karlsplatz über den Hauptbahnhof und die Favoritenstraße bis zum Anschluss Leopoldsdorf. Bis 2025 sollen weitere Routen umgesetzt werden, insbesondere die Routen Nord und West.

Eine Fortsetzung der Rad-Langstrecken ins Umland wurde mit dem niederösterreichischen "RADLGrundnetz" abgestimmt. Gemeinsam mit Niederösterreich wurde ein Zielnetz mit folgenden Korridoren definiert:

  • Korridor Nordwest (Richtung Korneuburg)
  • Korridor Nord I (Richtung Gerasdorf)
  • Korridor Nord II (Richtung Stammersdorf)
  • Korridor Nordost I (Richtung Groß Enzersdorf)
  • Korridor Nordost II (Richtung Gänserndorf)
  • Korridor Ost (Richtung Schwechat)
  • Korridor Süd (Richtung Leopoldsdorf)
  • Korridor Südwest (Richtung Mödling)
  • Korridor West I (Richtung Neuwaldegg)
  • Korridor West II (Richtung Purkersdorf)
  • Korridor Donauradweg (Klosterneuburg bis Lobau)
  • Korridor Tangente Süd
  • Korridor Tangente Nord

Qualitätskriterien

Mithilfe eines Kriterienkatalogs kann beurteilt werden, ob eine Rad-Langstrecke oder bestimmte Abschnitte ausgezeichnete, gute oder zumindest ausreichende Qualität haben. So ist es möglich, neue Maßnahmen gezielt zu planen und umzusetzen.

Qualitätskriterien für Rad-Langstrecken

Details für drei Routen

Für drei Korridore wurden bereits detailliertere Überlegungen zum Streckenverlauf ausgearbeitet:

  • Korridor Süd - Übersichtsplan: 1,2 MB PDF
    • Streckenverlauf: Querung Karlsplatz - Argentinierstraße - Querung Hauptbahnhof - Sonnwendgasse - Gudrunstraße - Steudelgasse - Favoritenstraße - Weidelgasse - Radnickygasse - Himberger Straße - Anschluss Leopoldsdorf
  • Korridor Nord - Übersichtsplan: 1,4 MB PDF
    • Streckenverlauf: Aspernbrücke - Aspernbrückengasse - Praterstraße - Lassallestraße - Reichsbrücke - Wagramer Straße - Kürschnergasse - Anschluss Gerasdorf
  • Korridor West - Übersichtsplan: 1,1 MB PDF
    • Streckenverlauf: Operngasse - Linke Wienzeile - Rechte Wienzeile - Schönbrunner Straße - Rechte Wienzeile - Schönbrunner Schloßstraße - Wientalbegleitweg - Anschluss Purkersdorf

Umsetzung

Die bisherigen Untersuchungen dienen als Basis für die weiterführenden Planungsschritte. Bestehende Anlagen des Wiener Radverkehrsnetzes, die in Zukunft als Rad-Langstrecken dienen sollen, werden bereits jetzt laufend verbessert. Lückenschlussprojekte und Bestandsverbesserungen werden in den nächsten Jahren nach Maßgabe der budgetären Mittel weiterverfolgt.

Bei neuen Radwegprojekten wie der Realisierung des Oberflächenkonzepts nach Verlängerung der U1-Süd werden die Bedürfnisse der Rad-Langstrecke berücksichtigt. Die Radfahranlage und das Ausbauprojekt werden gemeinsam umgesetzt.

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