Planung und Ausbau des Hauptradverkehrsnetzes

Bis 2025 sollen 80 Prozent der Wiener Wege mit öffentlichem Verkehr, Radfahren oder zu Fuß zurückgelegt werden. Dieses Ziel ist im Fachkonzept Mobilität festgelegt. Um dieses Ziel zu erreichen muss auch der Radverkehr einen erheblichen Beitrag leisten. Dafür ist eine gut ausgebaute Infrastruktur wichtig. Das Wiener Radwegenetz wird durch neue Radfahranlagen und durch die Verbesserung bestehender Anlagen laufend erweitert.

Was ist das Hauptradverkehrsnetz?

Das "Hauptradverkehrsnetz" ist ein Begriff aus der Radverkehrsplanung. Es enthält die wichtigsten Radverkehrsanlagen des gesamten Wiener Radwegenetzes.

Dazu zählen:

  • Übergeordnete Verbindungen durch die Stadt, wie den Donaukanalradweg, den Gürtelradweg oder den Wientalradweg (Basisrouten)
  • Bezirksverbindende Achsen (Grundnetz)
  • Bezirksinterne Verbindungen (erweitertes Grundnetz)

Das Hauptradverkehrsnetz wird über zentrale Budgetmittel geplant und ausgebaut. Für die Erhaltung sind die Bezirke zuständig.

Interaktive Karte

In der "Story-Map Hauptradverkehrsnetz" können Sie in interaktiven Karten die Planungen und die bestehende Infrastruktur des Hauptradverkehrsnetzes abrufen. Über die Layer-Liste in den Karten können Sie die Radnetz-Ebenen zu- und wegschalten.

Für eine Routen-Planung ist die Story-Map nicht geeignet.

Story-Map Hauptradverkehrsnetz

Hauptradverkehrsnetz (5 MB PDF)

Gliederung in 3 Radnetz-Ebenen

Das Hauptradverkehrsnetz Wien wurde in Basisrouten, Grundnetz und erweitertes Grundnetz gegliedert:

Basisrouten

Insgesamt wurden 27 Basisrouten definiert. Folgende Maßnahmen sind im Zuge der Realisierung der Basisrouten geplant:

  • Umsetzung jener Abschnitte, die noch nicht mit Basisrouten erschlossen sind
  • Maßnahmen, die den Bestand und die Qualität der Anlagen verbessern, Umwege reduzieren und die Verkehrssicherheit erhöhen
  • Umsetzung eines eigenen Beschilderungskonzeptes inklusive Namensgebung für die einzelnen Routen

Grundnetz

Das Grundnetz erstreckt sich zwischen den einzelnen Basisrouten. Es beinhaltet wichtige Verbindungen zwischen den einzelnen Bezirken beziehungsweise Stadtteilen.

Folgende Maßnahmen sind im Zuge der Realisierung des Grundnetzes geplant:

  • Netzausbau
  • Maßnahmen, die den Bestand verbessern

Erweitertes Grundnetz

Das erweiterte Grundnetz umfasst zusätzliche, bezirksinterne Verbindungen. Es enthält jene Strecken, die eine Netzabdeckung weiter erhöhen und wichtige Quell- und Zielpunkte aufschließen.

Erschließungsnetz

Das Erschließungsnetz ist nicht Teil des Hauptradverkehrsnetzes. Es übernimmt die Zubringerfunktion zu den Hauptanlagen und ermöglicht eine flächendeckende Erschließung vor allem der Wohngebiete (zum Beispiel Radfahren gegen die Einbahn).

Der Ausbau des Erschließungsnetzes und die Erhaltung der meisten Bestandsanlagen sind in der Verantwortung der Bezirke und werden über die Bezirksbudgets finanziert.

Evaluierung und Umsetzung

Die Netzerweiterungen werden in weiterführenden Planungsschritten auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten überprüft. Beim Ausbau von Hauptrouten müssen bestimmte Kriterien wie Reisezeit, Aufschließungswirkung, Komfort oder Verkehrssicherheit berücksichtigt werden. Dabei kann es in Einzelfällen im Zuge der Umsetzung zu kleineren Abweichungen vom Netzentwurf kommen.

Darüber hinaus wird laufend überprüft, welche Netzabschnitte im Bestandsnetz nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Nach Maßgabe der Möglichkeiten werden dazu Projekte für eine höhere Nutzungsqualität erstellt und umgesetzt.

Grundlagen und Entstehung

Bereits im Jahr 1994 wurde eine erste Netzkonzeption für eine umfassende Nutzung des Fahrrades als Alltags- und Freizeitverkehrsmittel erstellt. Zuletzt wurde das Hauptradverkehrsnetz Wiens 2008 umfassend überarbeitet. Dazu wurden die Potenziale für die einzelnen Streckenabschnitte neu berechnet.

Als Grundlage dienten Strukturdaten des Quellverkehrs, die räumliche Situation und wichtige Zielpunkte:

  • Die Strukturdaten des Quellverkehrs unterscheiden Einwohnerinnen und Einwohner nach Bezirksgruppen und Altersklassen.
  • Wichtige Zielpunkte sind Arbeitsplätze, Schulen, Freizeiteinrichtungen und Einkaufsgelegenheiten.

Die Planung und Realisierung von übergeordneten Radverkehrsanlagen wird seit 1. Jänner 2003 über ein zentrales Radverkehrsbudget durchgeführt. Das beschleunigt den Ausbau der Wiener Radverkehrsinfrastruktur. Das Budget beträgt derzeit etwa 6 Millionen Euro pro Jahr.

Weiterführende Informationen

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