Pflegemamas und Pflegepapas

Pflegemamas und Pflegepapas geben fremden Kindern Zuwendung und Geborgenheit - eine schöne, aber auch schwierige und manchmal belastende Aufgabe.

Die erhobene Hand eines kleinen Buben und die einer lächelnden Frau klatschen als Geste des Erfolgs und der Freude aufeinander.

Wenn ein Kind zum Pflegekind wird, kann das viele verschiedene Gründe haben. Pflegekinder kommen aus schwierigen familiären Situationen und haben in ihrem jungen Leben meistens schon Gewalt oder Vernachlässigung erlebt. Sie brauchen eine liebevolle Ersatzfamilie, die sie stützt und betreut: Pflegeeltern, die für unbestimmte Zeit die Aufgaben der leiblichen Eltern übernehmen.

Ein Pflegekind kann ein eigenes Kind oder ein Adoptivkind aber nie ersetzen.

Pflegeeltern sind Eltern "auf Zeit"

Die leiblichen Eltern geben ihr Kind nicht, wie bei der Adoption, für immer weg. Anders als bei der Adoption behalten die leiblichen Eltern bestimmte Rechte, zum Beispiel das Kontaktrecht, aber auch Pflichten, zum Beispiel die Zahlung von Unterhaltsbeiträgen. Die leiblichen Eltern können und sollen - wenn nichts dagegen spricht - die persönlichen Kontakte zum Kind aufrechterhalten.

Rückkehr in die eigene Familie

Die leiblichen Eltern haben das Recht, die Rückgabe des Kindes zu beantragen. Die meisten möchten so bald wie möglich wieder selbst für ihre Kinder sorgen. Wenn das - innerhalb eines für die Entwicklung des Kindes vertretbaren Zeitraumes - möglich ist, kann es sein, dass sich Pflegemama oder Pflegepapa von ihrem Pflegekind wieder trennen müssen.

Grundsätzlich ist es das Ziel jeder Pflegeunterbringung, dass das Kind zu den leiblichen Eltern zurückkehrt - selbstverständlich nur, wenn es dem Kind gut tut.

Pflegeeltern sind in ihren Fähigkeiten gefordert

Pflegemamas und Pflegepapas brauchen besondere persönliche Fähigkeiten, zum Beispiel erzieherisches Geschick, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Gesprächsfähigkeit und Konfliktlösungskompetenz.

Sie müssen keine pädagogische Ausbildung haben. Freude an der Arbeit mit Kindern ist aber die unbedingte Voraussetzung.

Testen Sie selbst, ob Sie als Pflegemama oder Pflegepapa gute Voraussetzungen mitbringen:

Das sollten Sie "zusammenbringen" - Voraussetzungen für die Aufnahme von Pflegekindern

Pflegeeltern werden von Expertinnen und Experten begleitet

Pflegeeltern arbeiten eng mit der Wiener Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Sie geben den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern Einblick in ihr Familienleben und werden von ihnen in allen Situationen mit Rat und Tat unterstützt.

Die Unterstützung umfasst neben der Begleitung von der Eignungsfeststellung bis zur Vermittlung eines Pflegekindes auch Vorbereitungsseminare. Auch nach der Vermittlung eines Pflegekindes wird durch laufende Betreuung und gemeinsame Verantwortung sichergestellt, dass es in der Pflegefamilie für alle Beteiligten gut läuft.

Wissenswertes für werdende Pflegeeltern

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Wiener Kinder- und Jugendhilfe
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