Marktamtsmuseum

Im Marktamtsmuseum haben Interessierte die Möglichkeit, historische Exponate aus dem Arbeitsalltag des Marktamtes (MA 59) von anno dazumal neben modernen Werkzeugen zu besichtigen.

Video: Wiedereröffnung Marktamtmuseum

Neben maßgeschneiderten Führungen für Gruppen gibt es auch spezielle Angebote für Kinder beziehungsweise Schulklassen: Wer nach einer Rätselrallye durch das Museum knifflige Fragen richtig beantworten kann, erhält eine Urkunde.

Raum für Raum durch die Epochen

Unterteilt nach verschiedenen Epochen werden in drei Räumen rund 300 Exponate ausgestellt. Sie reichen von historischen Fotos und Werkzeugen über Lebensmittelmodelle bis zu "gefährlichen Gebrauchsgegenständen", welche nach dem Lebensmittelrecht zu beanstanden waren. Ausstellungsstücke wie Waagen aus dem 19. Jahrhundert und ein Preisberichtebuch aus dem Jahr 1848 sowie aktuelle Werkzeuge der Lebensmittelaufsicht runden die Ausstellung ab.

Während im ersten Raum die Geschichte bis 1913 aufgerollt wird, erfährt man im zweiten Raum mehr über die Entwicklung des Marktamtes von 1914 bis 1955. Insbesondere die Zeit des Nationalsozialismus wird hier aufgearbeitet. Im dritten Raum wird die jüngste Vergangenheit bis zur Gegenwart präsentiert.

Raritäten und Geschichte des Naschmarkts

Im Herbst 2013 wurde im Museum ein vierter Raum eröffnet. Dort sind weitere 100 seltene Exponate ausgestellt - von einer Küchenmaschine und einem Bienenbetäubungsapparat aus den 1950er-Jahren bis zu Marktamtsausrüstungen aus der heutigen Zeit.

Der Geschichte des Naschmarktes ist ebenfalls ein Bereich gewidmet.

Ein Film aus dem Jahr 1997 zeigt die Aufgaben des Marktamtes von heute.

Geschichte des Museums

Stand des Marktamtsmuseums anno 1890

Schon Ende des 19. Jahrhunderts präsentierten - damals noch uniformierte - Marktamtsmitarbeiter Lebensmittelfälschungen oder beanstandete Ware.

Bis 1969 gab es im Wiener Rathaus bereits ein Marktamtsmuseum. Als die Direktion des Marktamtes in diesem Jahr in den 3. Bezirk übersiedelte, wurde auch das Museum dorthin verlegt.

Aufgrund von Platzmangel konnten jedoch nur einzelne Exponate ausgestellt werden. Zur Jahrtausendwende musste das Museum zur Gänze Büroräumlichkeiten weichen. Die Ausstellungsstücke wurden in einem Depot eingelagert und notdürftig instand gehalten.


2012 veranlasste die Direktorin des Wiener Marktamtes, Mag.a Adelheid Sagmeister, nach mehr als 40 Jahren die Wiedereröffnung des Museums neben dem Floridsdorfer Markt.

Erreichbarkeit und Öffnungszeiten

Foto-Nutzung

Die auf dieser Seite gezeigten Fotos dürfen nur mit Zustimmung der MA 59 öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Die kommerzielle Verwendung ist kostenpflichtig. Nehmen Sie bitte vor jeglicher Nutzung Kontakt mit der Abteilung auf: post@ma59.wien.gv.at

Zeichnung aus dem Jahr 1900: "Der Kaiser in der Markthalle" - Menschenmenge um den an einem Schreibtisch sitzenden Kaiser

Ausstellungsstück im neuen Marktamtsmuseum: Besuch des Kaisers Franz Joseph I. in der Markthalle

Sieben Männer - fünf davon in Uniform, zwei auf Pferden

1936: Mitarbeiter des Marktamts und der Polizei vor der Brückenwaage am Großmarkt Wien, der bis 1972 westlich des Naschmarktes abgehalten wurde


Roter Buchumschlag mit der Aufschrift "Tabellen über die Approvisionierung und die Thätigkeit der Markt-Aufsicht in Wien in den Jahren 1848-1897"

Im "Preisbuch" wurden von 1848 bis 1867 Aufzeichnungen über Liefermengen sowie Groß- und Kleinhandelspreise ausgewählter Lebensmittel gesammelt und aufbewahrt.

altes Mikroskop

Aus dem Marktamtslabor: Alkoholvolumsprozentmessgerät, Mikroskop und Hohlraummaße

Verantwortlich für diese Seite:
Marktservice & Lebensmittelsicherheit (Magistratsabteilung 59)
Kontaktformular