Koniferengarten mit Vogellehrpfad in den Blumengärten Hirschstetten

Koniferen (Nadelgehölze) sind die größte, heute noch lebende, Gruppe der nacktsamigen Pflanzen. Bei Nacktsamern werden die Samenanlagen, im Gegensatz zu Bedecktsamern, nicht durch Fruchtblätter geschützt.

Nadelbläter mit Statue im Hintergrund

Um den Formen- und Farbenreichtum dieser großen Pflanzengruppe zu zeigen, wurde im Jahr 2000 der 1.200 Quadratemeter große Koniferen-Garten in den Blumengärten Hirschstetten gestaltet. Er beherbergt rund 20 verschiedene einheimische, aber auch viele fremdländische Nadelgehölze, wie zum Beispiel die blaue Atlas-Zeder (Cedrus atlantica 'Glauca'), die Säulen-Arizona-Zypresse (Cupressus arizonica 'Fastigiata') oder den Blaauw's Strauch-Wachholder (Juniperus x media 'Blaauw').

Federnde Wege, mit Rindenmulch bedeckt, führen vorbei an hängenden, straff aufrecht stehenden oder gar kriechenden Vertretern der verschiedensten Koniferen-Arten. In diesem Themengarten können Besucherinnen und Besucher die Vielfalt dieser Pflanzengruppe auf sich wirken lassen.

Seit jeher sind Koniferen in unseren Breiten zu Hause. Die großen Entdeckungsreisenden der vergangenen Jahrhunderte haben dafür gesorgt, dass neben einheimischen auch zahlreiche ausländische Arten als Bereicherung für unsere Gärten zur Auswahl stehen. Viele der heute verwendeten Nadelbäume stammen ursprünglich aus Asien oder Nordamerika, wie zum Beispiel die oft als Hecken gepflanzte Thuje oder der gigantische Mammutbaum.

Farbvielfalt

Statue im Koniferengarten

Fast alle Nadelgehölze sind immergrün - aber sie sind nicht immer grün. Die Farbskala reicht von tiefdunklem Blaugrün, über strahlendes Silberblau und sonniges Moosgrün bis hin zu schillernden Goldtönen und warmem Gelb. Nadelgehölze fordern dazu auf, mit den Farben der Natur zu malen. Farbkontraste erhöhen den Tiefeneindruck des Gartens und sind deshalb gerade für kleinere Grundstücke zu empfehlen. Da Nadelgehölze ihr "Laub" im Winter behalten, erfreuen sie das ganze Jahr über Augen und Seele. Sie bringen Farbe und Leben in den Garten, auch dann, wenn die Natur schon längst Winterschlaf hält.

Ökologische Aufgaben

Nadelgehölze erfüllen, neben dem gestalterischen Aspekt, natürlich auch vielfältige ökologische Aufgaben. Zahlreiche Vogelarten bauen in ihnen ihre Nistplätze. Besonders beliebt sind dabei Bäume, die ein dichtes, schützendes Nadelkleid und innere Hohlräume aufweisen, welche durch das natürliche Absterben der inneren Nadeln entstehen. Die abfallenden Früchte und Samen dienen vielen Tieren, vor allem im Winter, als wichtige Nahrungsgrundlage.

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