Indischer Garten in den Blumengärten Hirschstetten

Relativ zentral am Gelände der Blumengärten Hirschstetten liegt der 2009 erbaute Indische Garten. Er lässt die Besucherinnen und Besucher in eine fremde, orientalisch angehauchte Welt eintauchen.

Durchgang zum indischen Garten

Die Pflanzenauswahl und die Gestaltung sind an indische Vorgaben angepasst, wodurch der Garten für die Besucherinnen und Besucher interessant und abwechslungsreich ist. Ein Hain aus winterharten Bananen schafft die perfekte Umfriedung für das tropische Pflanzenparadies. Ursprünglich stammt die Banane sogar aus Indien.

Durch ein Tor mit einer halb verfallenen Mauer aus Tuffstein gelangt man in eine geschützte Oase. Im besagten Bananenhain eingebettet, bietet ein holzgeschnitzter Pavillon aus Indien ein romantisches Plätzchen, um Ruhe und Idylle zu genießen.

Daneben befindet sich ein Lotusbecken. Typisch indische Gewürzpflanzen betören mit ihrem aromatischen Duft, während die Lotusblume (Nelumbo) für orientalisches Flair sorgt. Eine Vielzahl an Zierpflanzen aus dem Orient, wie Granatapfel, Hibiskus, Passionsblume oder winterharte Palmen und Feigen, verleihen dem Garten sein unvergleichliches Ambiente.

Ganesha

Die Figur des Ganesha - Herr der Scharen - ist eine farbenfrohe Zierde des Indischen Gartens. Ganesha ist eine Gottheit des Hinduismus und steht für Veränderung verbunden mit Schutz und Gelassenheit, als Vertreiber von Hindernissen und als Überbringer des Glücks. Außerdem gilt er als Inbegriff der Weisheit, weswegen er ebenso Gott der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden ist. Die Darstellung als Mischform aus Mensch und Elefant mit den vielen Armen hat eine tiefgehende Bedeutung. Es werden verschiedene Symboliken zu einer Figur zusammengestellt: Der Elefant ist im hinduistischen Glauben ein wichtiges Symboltier und in der Mythologie der Wächter und Träger des Alls. Die vielen Arme sind ein Zeichen von überlegener (göttlicher) Macht.

Ähnlich den europäischen Renaissance- und Barockgärten waren indische Gärten, wie sie in Schlössern, Palästen und dergleichen angelegt wurden, in der Regel eher geometrisch und streng gestaltet. Auch der Einsatz von Wasserflächen und Kanälen sowie die Umrandung gewisser Bereiche war den westlichen Gestaltungsmethoden sehr ähnlich. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sowohl indische Gärten als auch abendländische Bauweisen ihren Ursprung teilweise in der arabisch-islamischen Kultur fanden.

Teich mit Seerosen Palmen im Vordergrund, eine Laube im Hintergrund
Passionsblume
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