Schwarzenbergplatz

Befreiungsdenkmal und Hochstrahlbrunnen, Tulpenbeet im Vordergrund

Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee

Geschichte

Der Schwarzenbergplatz liegt auf Flächen des ehemaligen Wiener "Glacis". Der Glacisteil im Bereich des heutigen Platzes wurde 1857 aufgelassen und in der Folge parzelliert und verbaut. Benannt wurde der Platz 1880 nach Karl Philipp Fürst Schwarzenberg. Im nördlichen Teil des Schwarzenbergplatzes befand sich bis zur Einwölbung des Wienflusses in der Zeit von 1895 bis 1902 die 1865 eröffnete Schwarzenbergbrücke. 1870 wurde der südliche Bereich des Platzes mit einer formal angelegten Grünfläche gestaltet.

Der Hochstrahlbrunnen entstand 1873 anlässlich der Fertigstellung der 1. Wiener Hochquellwasserleitung. Der Planer der Wasserleitung, der Bauunternehmer Anton Gabrielli, hatte die Errichtung des Brunnens initiiert und gestiftet. Der Hochstrahlbrunnen zeigt inhaltliche Bezüge zur Astronomie und zum Jahreslauf. 1903 bis 1904 wurden die Grünflächen gärtnerisch neu gestaltet. 1905 bis 1906 erfolgte ein Umbau des Brunnens, bei der die Beleuchtung eingebaut wurde.

Denkmäler

1926 wurde das von Franz Seiffert geschaffene Denkmal für den Geologen Eduard Suess, der entscheidenden Anteil an der Errichtung der 1. Wiener Hochquellwasserleitung hatte, aufgestellt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde es entfernt. Das Denkmal stand ab 1951 vor der Geologischen Bundesversuchsanstalt. 1969 wurde es auf den Schwarzenbergplatz zurückgebracht.

Das "Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee", von der Roten Armee zur Erinnerung an die Befreiung Wiens errichtet und häufig als "Befreiungs-" oder "Russendenkmal" bezeichnet, stammt aus dem Jahr 1945. Gestaltet wurde es von dem Architekten Sergej Jakowiew und dem Bildhauer Michail Intazarin. Die Grünanlage um das Denkmal entstand nach einem Entwurf des Gartenarchitekten Albert Esch. 1946 bis 1956 hieß der südliche Teil des Platzes "Stalinplatz".

Beschreibung

2004 wurde der Schwarzenbergplatz im Zuge des Projekts "Vienna Limelight" des spanischen Architekten Alfredo Arribas neu gestaltet. Der Entwurf ist als Siegerprojekt aus einem 1998 ausgelobten Gutachterinnen- und Gutachterverfahren hervorgegangen.

Der Schwarzenbergplatz ist von der Ringstraße im Norden, der gründerzeitlichen Bebauung an seiner Ost- und Westseite (beispielsweise die heutige Botschaft Frankreichs mit Garten) und dem "Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee" im Süden stadträumlich geprägt.

Er zeigt sich heute in architektonischer Geschlossenheit und in symmetrischer Gestaltung mit einer dominierenden, nordsüd-gerichteten Hauptachse. Den Platz prägen seine intensive Nutzung durch den öffentlichen und den Individualverkehr. Die Fläche um den Brunnen wird von der Bevölkerung in den anliegenden Vierteln des 3. und des 4. Bezirks genutzt. Touristinnen und Touristen nutzen den Park für kurze Erholungspausen in der großstädtischen Betriebsamkeit.

Der Hochstrahlbrunnen mit seiner markanten Fontäne und der farbigen Lichtgestaltung ist die Attraktion des Platzes.

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