Suche nach Personen im Wiener Stadt- und Landesarchiv

Nach einer Person kann nur dann recherchiert werden, wenn der vollständige Name sowie ein Identifizierungsmerkmal bekannt sind (zum Beispiel Geburtsdatum oder Adresse zu einem bestimmten Jahr).

Der beste Einstieg ist das Befragen älterer Familienmitglieder und die Durchsicht alter Dokumente, um möglichst viel über die eigene Familie zu erfahren. Studieren Sie auch Handbücher über genealogische Forschung, um sich einen Überblick über Forschungsmöglichkeiten zu verschaffen. Seien Sie sich im Klaren, dass genealogische Forschungen sehr zeit- und oft kostenaufwendig sind.

Da das Wiener Stadt- und Landesarchiv ein Behördenarchiv ist, sind persönliche Dokumente und Fotos nur in ganz wenigen Ausnahmefällen erhalten, vor allem in Nachlässen von Familien. Passfotos werden nicht archiviert.

Datenbanken im Internet

Der erste Schritt für die Suche nach Personen in Wien ist die Recherche in den vorhandenen Datenbanken und Quellen, die im Internet verfügbar sind.

Suche nach der Todesursache

Die Totenbeschauprotokolle Wiens von 1648 bis 1938 beinhalten die folgenden Informationen: Datum, Alter, Familienstand, Beruf, letzte Wohnadresse und Todesursache. Sie sind chronologisch jahresweise geordnet. Eine Personensuche ist daher nur dann möglich, wenn der Todeszeitpunkt sehr genau eingegrenzt werden konnte. Von 1939 bis ins 21. Jahrhundert hinein werden die Unterlagen als Totenbeschaubefund weitergeführt. Die Totenbeschauprotokolle sind mikroverfilmt und zu den Öffnungszeiten des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Lesesaal einsehbar oder online bei Family Search abrufbar.

Suche nach Nachkommen

Die Suche zu Nachkommen von verstorbenen Personen ist über gerichtlich abgehandelte Verlassenschaften oder Testamente möglich. Da die zuständigen Gerichte im Laufe der Jahrhunderte wechselten und für verschiedene Personengruppen unterschiedliche Gerichte zuständig waren, ist eine Suche nur mit möglichst genauen Angaben möglich.

Die im Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrten Verlassenschaften und Testamente können nur bei Angabe des Namens und des Todesdatums ausgehoben werden. Für die Zeit nach 1850 sind für eine erfolgreiche Bestellung der Name, das Todesdatum und die letzte Wohnadresse notwendig.

Verlassenschaften und Testamente zu Angehörigen des Adels und zu Hofbediensteten befinden sich im Österreichischen Staatsarchiv. Gleichartige Dokumente zu Angehörigen der Universität Wien bis 1783 finden sich im Archiv der Universität Wien.

Wohnort zu einem Zeitpunkt

Der Wohnort einer Person in Wien kann für die Zeit von 1859 bis 1942 über Lehmanns Allgemeinen Wohnungs-Anzeiger ermittelt werden, wobei hier nur Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Hauptmieterinnen und Hauptmieter aufscheinen.

Die Wienbibliothek stellt Häuserschematismen und Straßenverzeichnisse zu Gebäuden in Wien samt ihren Besitzerinnen und Besitzern online zur Verfügung.

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrt die historischen Meldeunterlagen der Bundespolizeidirektion Wien von etwa 1904 bis 1975, wenn bis spätestens 1975 eine Abmeldung erfolgt ist. Anfragen können über die Amtshelferseite Auskunft aus den historischen Meldeunterlagen (1904-1975) gestellt werden.

Unter den Forschungstipps finden sich zusätzliche Informationen zur Suche nach Plänen und Karten.

Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden

Bis 1938 lag die Standesführung in den Händen der konfessionellen Behörden. Daher sind für diesen Zeitraum die zuständigen Pfarrämter beziehungsweise die Matrikenstellen des Evangelischen Pfarrkirchenrats oder der Israelitischen Kultusgemeinde zu kontaktieren:

Für alle Matriken ab 1939 ist die Abteilung Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (MA 63) zuständig. Geburts- und Sterbeurkunden ab dem 1. Jänner 1939 bzw. Heiratsurkunden ab dem 1. August 1938 können über ein Amtshelferformular bestellt werden: Urkunden (Geburt, Eheschließung, eingetragene Partnerschaft, Sterbefall) - Online-Bestellung

Für Zivilmatriken vor 1939 ist die Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35) zu kontaktieren.

Studium und Nachweis eines akademischen Grads

Matriken sind bei der jeweiligen Universität archiviert:

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Wiener Stadt- und Landesarchiv (Magistratsabteilung 8)
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