Personensuche und Ahnenforschung im Wiener Stadt- und Landesarchiv

Derzeit ist eine eingeschränkte Nutzung des Lesesaals nach Voranmeldung möglich.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 15.30 Uhr.

Bestellungen sind ab sofort möglich.

Die Möglichkeit zur Voranmeldung und weitere Informationen zum Archivbesuch finden Sie unter Aktuelle Regeln zum Besuch des Wiener Stadt- und Landesarchivs.

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrt unterschiedliche Dokumente, die Ihnen bei der Suche nach Personen und bei der Ahnenforschung helfen können. Beispiele: Totenbeschauprotokolle, Verlassenschaften oder historische Meldeunterlagen.

Bitte beachten Sie:

  • Die Recherche im Archiv nach einer Person ist nur möglich, wenn der vollständige Name sowie ein Identifizierungsmerkmal bekannt sind, zum Beispiel das Geburtsdatum oder eine Adresse aus einem bestimmten Jahr.
  • Das Wiener Stadt- und Landesarchiv ist ein Behördenarchiv. Persönliche Dokumente und Fotos sind daher nur in ganz wenigen Ausnahmefällen erhalten.
  • Passfotos werden nicht archiviert.
  • Familiengeschichtliche Forschungen sind zeit- und oft kostenaufwendig.

Vorbereitung der Recherche im Archiv

Bevor Sie Ihre Recherche im Stadt- und Landesarchiv beginnen, sollten Sie ältere Familienmitglieder befragen und alte Dokumente durchsehen, um möglichst viel über die eigene Familie zu erfahren. Lesen Sie auch Handbücher über familiengeschichtliche Forschung, um sich einen Überblick über Forschungsmöglichkeiten zu verschaffen.

Datenbanken im Internet

Der erste Schritt für die Suche nach Personen in Wien ist die Recherche in den vorhandenen Datenbanken und Quellen, die im Internet verfügbar sind:

Recherchemöglichkeiten im Archiv

Suche nach der Todesursache - Totenbeschauprotokolle

Im Wiener Stadt- und Landesarchiv finden Sie die Totenbeschauprotokolle Wiens ab 1648. Bis inklusive 1920 sind diese online bei Family Search einsehbar. Sie enthalten mitunter die folgenden Informationen: Datum, Alter, Familienstand, Beruf, letzte Wohnadresse und Todesursache.

Sie sind chronologisch nach Jahren geordnet. Beachten Sie, dass eine Personensuche nur möglich ist, wenn Sie den Todeszeitpunkt sehr genau eingrenzen können. Wenn das nicht möglich ist, können Sie die Totenbeschauprotokolle bis 1920 selbst online durchsuchen.

Die Totenbeschauprotokolle sind zudem mikroverfilmt. Sie können Sie zu den Öffnungszeiten des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Lesesaal einsehen.

Suche nach Nachkommen - Verlassenschaften und Testamente

Nachkommen von verstorbenen Personen können Sie über gerichtlich abgehandelte Verlassenschaften oder Testamente suchen.

Im Wiener Stadt- und Landesarchiv finden Sie Verlassenschaften und Testamente von 1783 bis circa 1975. Sie können sie bestellen und zu den Öffnungszeiten des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Lesesaal einsehen. Für die Bestellung brauchen Sie den Namen, das Todesdatum und die letzte Wohnadresse der verstorbenen Person.

Da die zuständigen Gerichte im Laufe der Jahrhunderte wechselten und für verschiedene Personengruppen unterschiedliche Gerichte zuständig waren, ist eine Suche nur mit möglichst genauen Angaben möglich.

Weitere Suchmöglichkeiten

Suche nach dem Wohnort - historische Meldeunterlagen

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrt die historischen Meldeunterlagen der Bundespolizeidirektion Wien von etwa 1904 bis 1975, wenn bis spätestens 1975 eine Abmeldung erfolgt ist. Anfragen können Sie online stellen: Auskunft aus den historischen Meldeunterlagen (1904-1975)

Beachten Sie auch die Informationen zur Suche nach Plänen und Karten im Wiener Stadt- und Landesarchiv.

Weitere Suchmöglichkeiten

Den Wohnort einer Person in Wien von 1859 bis 1942 können Sie über Lehmanns Allgemeinen Wohnungs-Anzeiger ermitteln. Es scheinen dort aber nur Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Hauptmieterinnen und Hauptmieter auf.

Die Wienbibliothek stellt Häuserschematismen und Straßenverzeichnisse zu Gebäuden in Wien samt ihren Besitzerinnen und Besitzern online zur Verfügung.

Weitere Recherchequellen

Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden

Bis 1938 waren für die Standesführung die konfessionellen Behörden zuständig. Für Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden aus diesem Zeitraum wenden Sie sich bitte an die zuständigen Pfarrämter beziehungsweise an die Matrikenstellen des Evangelischen Pfarrkirchenrats oder der Israelitischen Kultusgemeinde:

Für Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden ab 1939 ist die Abteilung Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (MA 63) zuständig. Geburts- und Sterbeurkunden ab dem 1. Jänner 1939 und Heiratsurkunden ab dem 1. August 1938 können Sie online bestellen: Urkunden (Geburt, Eheschließung, eingetragene Partnerschaft, Sterbefall) - Online-Bestellung

Für Zivilmatriken vor 1939 wenden Sie sich bitte an die Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35).

Studium und Nachweis eines akademischen Grads

Informationen rund um das Studium oder die akademische Laufbahn einer Person finden Sie in den Archiven der jeweiligen Universität:

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