Standpunkt des Frauenservice gegen Gewalt

Das Frauenservice (MA 57) lehnt jede Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und einschränkender Rollenzuschreibungen ab.

Zwei Mädchen sitzen im öffentlichen Raum.

Alle Opfer von Gewalt und Diskriminierung müssen - unabhängig von ihrer Herkunft - adäquate Unterstützung erhalten. Die Täterinnen und Täter müssen - ebenso unabhängig ihrer Herkunft - zur Verantwortung gezogen werden. Das Frauenservice verwehrt sich gegen eine polarisierende Vereinnahmung des Themas, die nicht dem Schutz der Frauen und Mädchen vor Gewalt dient.


Errungenschaft der Frauenbewegung

Die öffentliche Thematisierung von Gewalt gegen Frauen ist eine Errungenschaft der Frauenbewegung. Sie hat in Folge zu rechtlichen und sozialen Verbesserungen, wie zum Beispiel der Errichtung von Frauenhäusern, geführt. Wien bietet heute ein dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen, wo betroffene Frauen Unterstützung finden. Neben eigenen Einrichtungen, wie beispielsweise der 24-Stunden Frauennotruf, fördert das Frauenservice Vereine, die gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen zur Seite stehen und patriarchale Machtverhältnisse als gesellschaftliches Problem thematisieren.

Sicher und selbstbestimmt leben

Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss beendet werden, unabhängig davon, ob sie im sozialen Nahraum, zu Hause oder im öffentlichen Raum stattfindet. Frauen sollen sicher und selbstbestimmt leben können, unabhängig davon, wie sie gekleidet sind oder wo sie sich gerade aufhalten und unabhängig davon, wer die Täterinnen und Täter sind.

Manche Personen oder Organisationen, die sich im Zuge der Diskussion um das Sexualstrafrechtsänderungsgesetz 2015, der sogenannten "Popschgrapschdiskussion", gegen Verschärfungen im Strafrechtgesetz ausgesprochen und sexuelle Belästigungen verharmlost haben, treten nun als "Verfechterinnen und Verfechter von Frauenrechten" auf. So sehr die MA 57 eine breite Unterstützung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen schätzt, so wenig befürwortet sie eine pauschalisierende und rassistische Diskussion zu diesem Thema.

Für ein sicheres Wien für alle Menschen!

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