Hitze - Tipps der Landessanitätsdirektion Wien

Am kostenlosen Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums unter 0800 555 621 geben Expertinnen und Experten Tipps, wie Sie am besten mit dem derzeit heißen Wetter umgehen und was Sie beachten sollten, um möglichst keine gesundheitlichen Probleme aufgrund der Hitze zu bekommen.

Mädchen unter der Dusche

Allgemein wird von einer Hitzewelle gesprochen, wenn die mittlere gefühlte Tageshöchsttemperatur an mindestens 3 aufeinanderfolgenden Tagen über 35 Grad Celsius liegt und während der Nacht nicht weniger als 20 Grad Celsius gemessen werden.


Bei Hitzesymptomen können Sie sich auch an die Gesundheitsberatung 1450 wenden.

Wiener Hitzeratgeber zum Herunterladen

Wer ist gefährdet?

In Wien sind gesunde erwachsene Personen bei angemessenem Lebenswandel auch bei Hitzebelastung gesundheitlich nicht gefährdet.

Möglicherweise gefährdet sind aber:

  • Babys und Kleinkinder
  • Über 75-jährige Personen
  • Menschen mit Behinderungen
  • Kranke
  • Heimbewohnerinnen und Heimbewohner
  • Suchtkranke
  • Körperlich tätige Personen (schwere körperliche Arbeit, Sport)
  • Personen mit Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme

Diese beziehungsweise deren Betreuungspersonen müssen vor individuellen mit der Hitze zusammenhängenden Gefahren gewarnt werden.

Was kann passieren?

Ungeschützter Aufenthalt in der Sonne kann zu vermehrtem Schwitzen und davon verursachtem Flüssigkeitsmangel führen. Weiters kann es zu körperlicher Überwärmung und Hitzestau bis hin zu Hitzschlag, Kollaps, Verwirrtheit und im schlimmsten Falle zum Tod kommen.

Vorschläge für Verhaltensmaßnahmen

  • Halten Sie sich hauptsächlich an möglichst schattigen, eventuell gekühlten Orten auf. Verwenden Sie Ventilatoren oder wenn vorhanden eine Klimaanlage.
  • Dunkeln Sie Räume tagsüber ab und halten Sie die Fenster geschlossen. Lüften Sie nur nachts und in den frühen Morgenstunden ausgiebig.
    • Ausnahme: Bei sehr hohen Außentemperaturen müssen Räume, in denen sich Gaskombithermen und Gasdurchlauferhitzer befinden, ständig großzügig - mit offenem Fenster - gelüftet werden, weil es zu Abzugsstörungen der Abgase kommen kann. Der damit verbundene Austritt des farb- und geruchlosen Gases Kohlenmonoxid kann zu unter Umständen lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.
    • Gibt es im Aufstellungsraum des Gerätes kein Fenster, öffnen Sie die Türe und lüften Sie andauernd über die geöffneten Fenster der angrenzenden Wohnräume.
    • Lassen Sie das Gerät regelmäßig warten.
    • Bei Unklarheiten können Sie sich an den Inspektionsrauchfangkehrerdienst der Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (MA 68) auf der Hauptfeuerwache Mariahilf wenden, Telefon: +43 1 597 03 00.
  • Schützen Sie Haut und Körper vor übermäßiger Sonneneinstrahlung, zum Beispiel mit einem Sonnenhut oder Schirm.
  • Tragen Sie helle, weite und luftig-lose Kleidung.
  • Kühlen Sie den Körper öfter ab, zum Beispiel durch Duschen oder das Anlegen kalter Wickel.
  • Vermeiden Sie körperliche Aktivitäten und Sport oder passen Sie sie jedenfalls Ihrem Wohlbefinden an, um übermäßige Wärmeproduktion zu vermeiden.
  • Trinken Sie regelmäßig koffein- und alkoholfreie, schwach gesüßte Getränke, auch wenn Sie keinen Durst haben - mindestens 2 Liter pro Tag und mehr, idealerweise Mineralwasser wegen des Salzgehaltes.
  • Essen Sie kalorienarme und leichte Kost mit hohem Wassergehalt, wie Gemüse, Früchte und Milchprodukte.
  • Achten Sie besonders auf Säuglinge, Kleinkinder und ältere, alleinstehende Mitmenschen, zum Beispiel durch regelmäßige organisierte Kontaktaufnahme und Nachbarschaftshilfe.
  • Verhalten beim Autofahren:
    • Parken Sie das Auto möglichst im Schatten und verwenden Sie Sonnenrollos oder Sonnenschutzblenden.
    • Halten Sie sich keinesfalls in einem parkenden Auto bei Hitze auf, da Autos bei verschlossenen Fenstern und Türen binnen weniger Minuten zum gefährlichen Backofen werden. Lassen Sie keinesfalls Säuglinge, Kleinkinder oder Tiere im Auto zurück.
    • Hitze wirkt sich außerdem negativ auf die Konzentration der Autofahrerin oder des Autofahrers aus. Schalten Sie daher beim Fahren das Gebläse auf Durchlüftung oder verwenden Sie die Klimaanlage. Kühlen Sie aber nicht zu stark herab, da sonst beim Aussteigen der Kreislauf belastet wird.
    • Legen Sie bei längeren Autofahrten mehr Pausen ein und trinken Sie ausreichend.

Kontaktieren Sie bei instabiler Gesundheitslage rechtzeitig Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, besonders, wenn Sie über längere Zeit Medikamente nehmen oder Vorerkrankungen haben.

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Weiterführende Informationen

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Gesundheitsdienst der Stadt Wien (Magistratsabteilung 15)
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