Die Vorsorgeuntersuchung im Gesundheitsvorsorgezentrum des Gesundheitsdienstes (MA 15) besteht aus folgenden 2 Terminen:
- 1. Termin: verschiedene Untersuchungen, Dauer: circa 80 Minuten
- 2. Termin: Befundbesprechung, Dauer: circa 30 Minuten
Bitte bringen Sie zu jedem Termin Ihre e-card mit. Wenn Sie nicht versichert sind, bringen Sie bitte zum 1. Termin einen e-card-Ersatzbeleg der Gesundheitskasse mit.
1. Termin
Blutuntersuchung
Die Blutuntersuchung trägt maßgebend zur Diagnose von Krankheiten bei und gibt Aufschluss über den körperlichen Zustand. Bei der Blutuntersuchung werden vor allem Stoffwechselwerte wie Blutzucker und Blutfette, die Nierenfunktion, die Leberwerte, der Knochenstoffwechselwert sowie das Blutbild überprüft.
Für die Blutabnahme müssen Sie nüchtern sein, da Zucker einen Einfluss auf die Blutwerte hat und die Ergebnisse verfälscht sein können. Etwa 12 Stunden vor der Untersuchung sollten Sie die letzte Mahlzeit essen. Wasser und ungesüßten Tee können Sie jederzeit trinken.
Harntest
Der Harntest gibt Auskunft über die Nierenfunktion und mögliche Entzündungszeichen. Gemessen werden die Werte für Eiweiß, Glucose, Nitrit, Leukozyten, Urobilinogen und Blut.
Hämoccult-Test
Bei der Früherkennung von Dickdarmkrebs spielt die Stuhluntersuchung eine maßgebliche Rolle. Daher ist der jährliche Hämoccult-Test, das heißt die Untersuchung des Stuhls auf verstecktes Blut, ein wichtiger Teil der Vorsorgeuntersuchung. Blut im Stuhl kann ein Hinweis auf mögliche Darmpolypen, Hämorrhoiden oder einen Tumor sein.
Der Hämoccult-Test wird ab dem 45. Lebensjahr durchgeführt.
Spirometrie (Lungenfunktionstest)
Ein computerunterstützter Lungenfunktionstest überprüft die Funktion sowie die Leistungsfähigkeit der Lunge und der Atemwege.
Dabei sitzt oder steht die zu untersuchende Person und atmet über ein Mundstück. Die durchströmende Luftmenge wird über das Gerät (Spirometer) gemessen.
Bestimmung des Body-Mass-Index
Der Body-Mass-Index bewertet das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Er gibt Auskunft, ob Sie unter-, normal- oder übergewichtig sind. In Verbindung mit anderen Werten kann er auch etwas über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aussagen.
Die Messung erfolgt über eine moderne Körperanalyse-Waage mit genauer Erkennung von Fett-, Wasser- und Muskelanteil im Körper.
Kostenpflichtige Wirbelsäulen-Analyse
Mit einem strahlenfreien, computergestützten System wird der funktionale Status des Rückens erfasst. Die Haltung, Beweglichkeit und muskuläre Stabilisationsfähigkeit der Wirbelsäule werden untersucht. Sie erhalten eine anschauliche Darstellung der Wirbelsäulen-Form und Analyse Ihrer Stärken und Schwächen. Auf Wunsch bekommen Sie einen individuellen Trainingsplan zur Optimierung Ihrer Rückengesundheit.
Bei akuten Wirbelsäulen-Problemen und Entzündungen, Tumoren, Bandscheibenvorfällen mit neurologischen Ausfällen, bei bestimmen Augenerkrankungen, hohem Alter sowie Schwangerschaft ist die Untersuchung nicht vorgesehen.
Die Untersuchung kostet 32 Euro.
Wenn beim 1. Termin der Vorsorgeuntersuchung kein freier Termin für die Wirbelsäulen-Analyse verfügbar ist, können Sie sich einen Termin an einem anderen Tag ausmachen. Vor Ort erhalten Sie eine grobe Befundbesprechung. Für detaillierte medizinische Auskünfte müssen Sie eine*n Fachärzt*in aufsuchen.
2. Termin
Elektrokardiogramm (EKG)
Das Elektrokardiogramm (EKG) ist eine computerunterstützte Feststellung der Herzfunktion.
Körperliche Untersuchung
Die körperliche Untersuchung umfasst:
- Abtasten des Halses, Tastuntersuchung der Lymphknoten
- Untersuchung des Herzens zur Kontrolle der Herzfrequenz mittels Pulsmessung und Abhören des Herzrhythmus
- Abhören der Lunge
- Abtasten und Abhören des Bauches
- Untersuchung der Wirbelsäule und Beurteilung der Krümmung
- Messen des Blutdrucks
- Durchführung eines EKG und Interpretation des Ergebnisses (EKG-Screening)
Blutdruckmessung
Mit der Blutdruckmessung kann dem Risiko der unbemerkten Entwicklung von Bluthochdruck vorgebeugt werden.
Befundbesprechung
Beim Termin bespricht der*die Ärzt*in mit Ihnen die Befunde und berät Sie.
Abhängig von den Untersuchungsergebnissen können Sie zur weiteren Abklärung oder Behandlung an niedergelassene Ärzt*innen verwiesen werden.