Einkommensnachweis - Eigenmittelersatzdarlehen

Unselbstständige Erwerbstätige und Pensionsbezieherinnen beziehungsweise Pensionsbezieher

Bei der Ermittlung des Einkommens ist grundsätzlich vom Jahreslohnzettel des vergangenen Kalenderjahres auszugehen. Vom Bruttoeinkommen (Kennziffer 210) sind die Sozialversicherungsbeiträge (Kennziffer 230 + 225, aber nicht 226) und die Lohnsteuer (Kennziffer 260) abzuziehen. Dies ergibt das Jahresnettoeinkommen.

Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmer und Lehrlinge

  • Jahreslohnzettel, ausgefüllt von der Arbeitgeberin beziehungsweise vom Arbeitgeber: Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis (L 16) - Bundesministerium für Finanzen (213 KB PDF)
  • Lohn- oder Gehaltszettel vom Vormonat

Wenn im Vorjahr nicht oder nur teilweise gearbeitet wurde, wird das Nettoeinkommen anhand der Einkommens- und Arbeitsbescheinigung der letzten drei Monate ermittelt. Dabei sind vom Bruttoeinkommen die Sozialversicherung und die Lohnsteuer abzuziehen. Dies ergibt das Nettoeinkommen der letzten drei Monate. Diese Summe geteilt durch drei und mit der Anzahl der Bezüge pro Jahr (meist 14) multipliziert ergibt das Jahresnettoeinkommen. Die Bescheinigung muss von der Arbeitgeberin beziehungsweise vom Arbeitgeber ausgefüllt sein und ist im Original vorzulegen.

Pensionsbezieherinnen beziehungsweise Pensionsbezieher

  • Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis (L 16) bei der pensionsauszahlenden Stelle anfordern: Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis (L 16) - Bundesministerium für Finanzen (213 KB PDF)
  • Letzter Pensionsbescheid
  • Letzter monatlicher Pensionsabschnitt

Selbstständige Erwerbstätige und Werksverträge

  • Letzter Einkommensteuerbescheid: Der Einkommensteuerbescheid des letzten Kalenderjahres wird herangezogen. Vom "Gesamtbetrag der Einkünfte" wird die "Steuer nach Abzug der Absetzbeträge" abgezogen. Dies ergibt das Jahresnettoeinkommen.
  • Bei vor Kurzem erfolgter Neugründung Nachweis der Anzeigepflicht (Kopie der Verf 24) gemäß § 120 BAO: Nachweis der Anzeigepflicht (Verf 24) (190 KB PDF) (Näheres beim zuständigen Finanzamt)
  • Bei vor Kurzem erfolgter Neugründung ist ebenfalls eine Einkommensteuerbestätigung von der Steuerberaterin beziehungsweise vom Steuerberater vorzulegen.

Weitere mögliche Nachweispflichten

  • Karenz: Kindergeldbescheid (Höhe und Bezugszeitraum müssen ersichtlich sein.)
  • Zahlung oder Erhalt von Alimenten: Scheidungsvergleich oder Vereinbarung vor dem Jugendamt oder Gerichtsbeschluss - weiters letzter Zahlscheinabschnitt
  • Präsenz- oder Zivildienst: Entgeltbestätigung (bei Verheirateten Bestätigung über Familienzuschüsse)
  • Kinder über 15 Jahre: Schulbesuchsbestätigung
  • Arbeitslosigkeit oder Sondernotstand: Aktuelle Bezugsbestätigung
  • Studium: Bestätigung über den Erhalt von Stipendien inländischer Universitäten, Nachweis einer Studienbeihilfe
  • Behinderung eines Familienmitgliedes über 45 Prozent: Kopie des Behindertenausweises
  • Mitversicherte, nicht berufstätige Ehepartnerinnen beziehungsweise Ehepartner oder Lebensgefährtinnen beziehungsweise Lebensgefährten: Nachweis der Mitversicherung (Bestätigung der Krankenkasse); das Nichteinkommen muss durch eidesstattliche Erklärung bestätigt werden (zum Beispiel bei Fehlzeiten bei Dienstgeberwechsel, Studium et cetera)
  • Arbeitsverhältnis mit privater Seite (zum Beispiel Haushälterin beziehungsweise Haushälter, Kinderbetreuung et cetera): Einkommens- und Arbeitsbescheinigung über die letzten drei Monate mit Versicherungsdatenauszug
  • Einkommen unter der Steuergrenze: Bestätigung des Finanzamtes, dass keine Veranlagung vorliegt
  • Unfall- und Versehrtenrenten
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