Fahrtendienst für SchülerInnen mit Behinderung

Als kostenlose Dienstleistung stellt die Stadt Schülerinnen und Schülern mit Behinderung einen Fahrtendienst zur Verfügung und ermöglicht ihnen so den barrierefreien Zugang zu Bildung.

Rollstuhl

Insgesamt wurden die Schulkinder im vergangenen Schuljahr zu 168 verschiedenen Schulen gebracht.

Mit dem Beschluss des Wiener Gemeinderats ist seit 1994 dauerhaft gewährleistet, dass in Wien wohnende Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Behinderung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können, zuverlässig in die Schule kommen.

Bereits seit der unmittelbaren Nachkriegszeit übernimmt die Stadt Wien als Schulerhalterin die Organisation der Fahrtendienste. Täglich werden mehr als 1.800 Kinder und Jugendliche zu den öffentlichen Wiener Pflichtschulen befördert. Dies stellt für viele Erziehungsberechtigte eine wertvolle Hilfe dar, ohne die viele Schulkinder nur mit großer Mühe ihre Schulen besuchen könnten.

Organisation der Beförderung

Die Beförderung zu den öffentlichen Wiener Pflichtschulen wird durch die Abteilung Wiener Schulen (MA 56) finanziert und von qualifizierten Fahrtendiensten im Rahmen von Sammelbeförderungen durchgeführt.

Die Routenplanung und die Zusammenstellung der abzuholenden Schülerinnen und Schüler erfolgt durch die Fahrtendienste in enger Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und Erziehungsberechtigten.

Die Kinder werden von zu Hause abgeholt und direkt vor die Schule, zur vereinbarten Übergabestelle, gebracht. Nach Schulschluss werden sie von dort abgeholt und nach Hause oder zum Hort gefahren.

Anmeldung für den Fahrtendienst

Der Fahrtendienst ist ausschließlich für Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die in Wien wohnhaft sind und auf Grund ihrer Behinderung nicht alleine oder mit Begleitung die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können. Zusätzlich ist die Distanz zwischen Wohnort und Schule beziehungsweise zwischen Schule und Hort ein wesentliches Kriterium, das auf Basis der örtlichen Situation und Grad der Behinderung zu beurteilen ist.

Die Anmeldung für die Beförderung sowie die Beurteilung, ob Beförderungsbedarf besteht, erfolgt durch die jeweilige Schulleitung beziehungsweise über die Leiterinnen und Leiter der Sonderpädagogischen Zentren und wird anhand medizinischer und pädagogisch definierter Kriterien durchgeführt.

Sämtliche Formulare sowie ausführliche Informationen zum Fahrtendienst liegen bei den jeweiligen Schulleitungen auf und werden jährlich im Frühjahr von der MA 56 aktualisiert.

QuereinsteigerInnen

Sollte während des laufenden Schuljahres Beförderungsbedarf für Schülerinnen und Schüler festgestellt werden, kann aus organisatorischen Gründen keine sofortige Umsetzung des Ansuchens gewährleistet werden. Die eingehenden Neuanmeldungen werden allerdings so rasch als möglich bearbeitet und nach Möglichkeit in die bestehenden Routen integriert.

Übersiedlung

Im Falle einer Übersiedlung innerhalb Wiens ist die jeweilige Schulleitung möglichst zeitnah zu informieren, damit eine entsprechende Meldung an die MA 56 sowie den zuständigen Fahrtendienst ergehen kann. Die Umsetzung des neuen Fahrplans erfolgt rund eine Woche nach der eingehenden Meldung.

Bei Umzug in ein anderes Bundesland kann die Organisation und Kostenübernahme der Beförderung von Schülerinnen und Schüler nicht weiter von der Stadt Wien übernommen werden.

Weiterführende Informationen

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Wiener Schulen (Magistratsabteilung 56)
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