Sammlungen und Geschichte des Österreichischen Gartenbaumuseums

Ab 1. April 2021 ist das Gartenbaumuseum aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) bis auf Weiteres geschlossen.

In der ehemaligen Orangerie Kagran ist heute unter anderem das Österreichische Gartenbaumuseum untergebracht. Es hat die größte Sammlung an Stücken aus der Geschichte des Österreichischen Gartenbaus und Kleingartenwesens.

Ein weiß gehaltener Raum voller Blumen, im Hintergrund Spiegel, weiße Kästen und Kommoden

Das Museum wurde 2001 um die Sammlung Sädtler aus dem ehemaligen Österreichischen Blumenbindemuseum erweitert. Auf einer Fläche von circa 500 Quadratmetern wird eine Auswahl der insgesamt über 40.000 Ausstellungsstücke präsentiert. Diese reichen von Fotos und Plänen, über Werkzeuge, Garten- und Gärtnereieinrichtungen, bis hin zu Fahrzeugen.

Die Sammlung wird regelmäßig erweitert und die Ausstellungsflächen neu gestaltet.

Höhepunkte der Sammlungen

Die Ausstellungsbereiche widmen sich vor allem den unterschiedlichen Teilbereichen des Gartenbaus wie Gemüsebau, Zierpflanzenbau, Baumschulwesen oder Garten- und Grünflächengestaltung.

In der Ausstellung befinden sich viele Ausstellungsstücke der ehemaligen Rothschildgärten.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Floristische Sammlung von Christian Sädtler. Sie ist seit 2001 im Besitz des Gartenbaumuseums und sehr bedeutsam für den Bereich der Floristik. Neben vielen Gefäßen, Seidenblumen und Ziergegenständen umfasst sie eine große Sammlung von über 470 Wandvasen aus der Zeit von 1900 bis 1970.

Bemerkenswert ist auch die Zusammenstellung von 540 Eisenstanzen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert zur Herstellung von Kunstblumen.

Vervollständigt wird die floristische Schausammlung des Museums durch die Einrichtung eines Blumengeschäfts aus der Schwarzenbergstraße 1 im 1. Bezirk - angeblich eines der letzten Blumengeschäfte des Historismus. Das Geschäft war von Franz Kieslinger gegründet worden, der letzte Inhaber war Klaus Ruhnau. Dieser überließ nach der Geschäftsauflösung die Einrichtung dem Österreichischen Gartenbaumuseum. Ihm ist es somit zu verdanken, dass die Sammlung Sädtler in einem wunderschönen Ensemble präsentiert werden kann.

Gratis-Führungen

Kostenlose Führungen sind nach Anmeldung möglich.

Geschichte

Das 1. Österreichische Gartenbaumuseum wurde 1968/69 gegründet. Das heutige Gebäude besteht seit 1912 und war ursprünglich eine Orangerie.

Geschichte des Österreichischen Gartenbaumuseums

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Wiener Stadtgärten
Kontaktformular