Historisches Stadtzentrum - Weltkulturerbe Wien

Luftbild der Inneren Stadt mit eingegrenzter Kern- und Pufferzone

Kern- und Pufferzone des Weltkulturerbes

Das in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommene "Historische Stadtzentrum von Wien" ist relativ groß. Es umfasst eine Kernzone von circa 371 Hektar mit circa 1.600 Objekten sowie eine Pufferzone von circa 461 Hektar mit circa 2.950 Objekten. Insgesamt betragen Fläche und Objektanzahl jedoch dennoch jeweils nur knapp zwei Prozent des Stadtgebietes und der Häuseranzahl von Wien.


Die Kernzone

Die Kernzone erstreckt sich im Wesentlichen über den gesamten ersten Bezirk (mit Ausnahme des Uferbereichs Donaukanal) sowie über angrenzende Bereiche des 3., 4., 7. und 9. Bezirks. Sie beinhaltet die mittelalterliche Kernsubstanz, die großen Bauführungen der Barockzeit sowie die Ringstraßenzone mit ihren weltberühmten Bauten, Denkmälern und Parkanlagen.

Die Pufferzone

Die das eigentliche historische Stadtzentrum umgebende Pufferzone umschließt im Westen, Süden und Osten Teile der ehemaligen Vorstädte Landstraße, Alte und Neue Wieden, Schaumburgergrund, Magdalenengrund, Windmühle, Laimgrube, Mariahilf, Spittelberg, Sankt Ulrich, Neubau, Josefstadt, Alservorstadt und Roßau. Im Norden wird die Pufferzone durch die Brigittenauer Lände, die Obere Donaustraße und die Untere Donaustraße begrenzt. Dies beinhaltet die linksseitige Ufermauer der Donaukanalregulierung aus der Zeit um 1900 sowie stromaufwärts gelegene Grünflächen.

Aufnahmeverfahren

Die Aufnahme des historischen Stadtzentrums von Wien auf die Liste des Kulturerbes der Welt erfolgte im Zuge der 25. Sitzung des Welterbekomitees in Helsinki/Finnland am 13. Dezember 2001.

Zur Begründung wurde angeführt, dass "die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten des historischen Zentrums von Wien überragende Zeugnisse eines fortwährenden Wandels von Werten während des zweiten Jahrtausends sind."

Ein weiterer Grund war, dass "drei Hauptperioden europäischer Kultur und politischer Entwicklung - Mittelalter, Barock und Gründerzeit - in außergewöhnlicher Form durch das städtebauliche und architektonische Erbe des historischen Zentrums von Wien dargestellt werden und dass Wien seit dem 16. Jahrhundert weltweit als die musikalische Hauptstadt Europas anerkannt ist."

Managementplan

Nach den Richtlinien für die Durchführung der Welterbekonvention soll jede in die Welterbeliste eingetragene Stätte über einen Managementplan verfügen. Dieser erläutert, wie der außergewöhnlich universelle Wert eines Gutes erhalten werden kann. Managementpläne sind das zentrale Planungsinstrument für den Schutz, die Nutzung, die Pflege und die erfolgreiche Weiterentwicklung von Welterbestätten.

Der Managementplan für das "Weltkulturerbe Wien" regelt die bestehenden rechtlichen und verwaltungstechnischen Strukturen im Hinblick auf die Erhaltung des Welterbes und sorgt für eine laufende Kontrolle.

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