Wiener Fachhochschul-Förderrichtlinie 2000

Im Jahr 1990 wurde von der österreichischen Bundesregierung der Beschluss gefasst, neben den bestehenden universitären Ausbildungen mit dem Aufbau von Fachhochschulen zu beginnen. Am 1. Oktober 1993 trat das Fachhochschulstudiengesetz in Kraft. Im Studienjahr 1994/95 begannen die ersten zehn Fachhochschul-Studiengänge in Österreich.

In den Anfangsjahren wurden Fachhochschulen in der österreichischen Öffentlichkeit primär als eine Möglichkeit angesehen, in ländlichen Regionen akademische Ausbildungen anzubieten. Zugleich soll die Entwicklung der regionalen Klein- und Mittelbetriebe durch die Ansiedlung von angewandter wissenschaftlicher Forschung vorangetrieben werden. Ende der 1990er-Jahre setzte in Wien ein Umdenken ein. Einerseits wollte die Stadt Wien die Fachhochschul-Erhalter im verstärkten Wettbewerb um die vom Bund vergebenen Studienplatzfinanzierungen und in den Genehmigungsverfahren beim Fachhochschulrat unterstützen. Andererseits wurde der Nutzen der flexiblen Fachkräfteausbildung im Fachhochschulsektor für die Wiener Wirtschafts- und Technologiepolitik erkannt.

Förderung für den Aufbau neuer Studiengänge

Mit der Förderrichtlinie 2000 stellte die Stadt Wien 10,9 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den Aufbau von zukunftsträchtigen Fachhochschul-Studiengängen zu unterstützen. In den Jahren 2000 bis 2004 wurde im Rahmen der Fachhochschul-Förderrichtlinie 2000 die Entwicklung von neuen Fachhochschul-Studiengängen sowie deren Betrieb gefördert.

Im Jahr 2002 hat die Stadt Wien beschlossen, in die Startfinanzierung von vier wirtschaftlich und technologiepolitisch wichtigen Fachhochschul-Studiengängen fünf Millionen Euro zu investieren. Zur Startfinanzierung wurden die Kosten für jeweils eine Jahrgangskohorte durch die Stadt Wien übernommen.

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