Begegnungszonen - Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung

Die 25. Novelle der StVO 1960 ermöglicht seit dem 31. März 2013 die Schaffung von Begegnungszonen. Sie dienen der Verkehrsberuhigung und ermöglichen ein gleichberechtigtes Miteinander unterschiedlicher VerkehrsteilnehmerInnen.

Hinweisschild "Begegnungszone" auf der Mariahilfer Straße

Voraussetzung für die positive Wirkung von Begegnungszonen sind die Sensibilisierung der verschiedenen Gruppen von Verkehrsteilnehmerinnen beziehungsweise Verkehrsteilnehmern für die jeweiligen Bedürfnisse und der gegenseitige Respekt.

Beantragung von Begegnungszonen

Die Wiener Bezirksvertretungen können Begegnungszonen beantragen. Die Eignungsprüfung (Zonenbegrenzung) erfolgt durch die Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46).


Gesetzliche Grundlagen

Ausschnitte aus der Straßenverkehrsordnung 1960 § 76c:

  • Die Behörde kann, wenn es der Sicherheit, Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs, insbesondere des Fußgängerverkehrs, dient, oder aufgrund der Lage, Widmung oder Beschaffenheit eines Gebäudes oder Gebietes angebracht erscheint, durch Verordnung Straßen, Straßenstellen oder Gebiete dauernd oder zeitweilig zu Begegnungszonen erklären.
  • In Begegnungszonen dürfen Fußgängerinnen beziehungsweise Fußgänger die gesamte Fahrbahn benützen, ohne jedoch den Fahrzeugverkehr mutwillig zu behindern.
  • Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für den Fahrzeugverkehr - wie auch Radfahrende - beträgt 20 km/h. Wenn es aus Sicht der Verkehrssicherheit keine Bedenken gibt und es der Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs dient, kann die Behörde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit mit 30 km/h festsetzen.
  • Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer - wie zum Beispiel Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende, Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker - haben aufeinander Rücksicht zu nehmen und dürfen einander gegenseitig nicht mutwillig behindern.
  • An dafür ausgewiesenen Stellen darf gehalten beziehungsweise geparkt werden.
  • Beginn und Ende einer Begegnungszone sind durch die entsprechenden Verkehrszeichen kundzumachen.
  • Es gelten die allgemeinen Vorrangregeln.

Statistik über Begegnungszonen

Aufteilung der Begegnungszonen in Laufmetern nach Bezirken: 114 KB PDF4 KB RTF

Verantwortlich für diese Seite:
Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (Magistratsabteilung 46)
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