Gründerzeitviertel/Westgürtel

Stand:
In Umsetzung
Beteiligung:
vorgesehen
Wasserspiele, Säulen mit Sprühnebel zur Abkühlung Richtung Gehsteig
Visualisierung Thaliastraße Ecke Wendgasse
Schrägluftbild
9./17./18., Gürtel AKH Wien
Rendering kleine Grünflächen, Sitzmöglichkeiten, Wasserspiele
Visualisierung Hofferplatz
Rendering Straßenbahn, Geschäftslokale, Grünflächen mit Bäumen
Das neue Entrée des Brunnenmarktes

Verbesserung von Lebens- und Aufenthaltsqualität

Das Zielgebiet Gründerzeitviertel/Westgürtel liegt im dicht bebauten Stadtgebiet entlang der Gürtelstraße zwischen Heiligenstadt und Wiental. Seit 2002 werden hier Lebens- und Aufenthaltsqualität im Austausch mit den Bürger*innen gefördert und Projekte im öffentlichen Raum umgesetzt.

Der Gürtel stellt eine wesentliche Verbindung im hochrangigen Straßennetz im Kernbereich Wiens dar. Beim Gürtel handelt es sich um eine der wesentlichen Verkehrsachsen im Westen und Süden Wiens. Sie ist rund 13,5 Kilometer lang ist, verbindet insgesamt 14 Bezirke miteinander und besteht aus zwei Richtungsfahrbahnen. Diese sind durch die Mittelzone, wo die U-Bahn-Linie U6 größtenteils in Hochlage fährt, getrennt.

Zielsetzungen: Mikroklima verbessern und klimafreundliche Mobilität fördern

Das Zielgebiet befindet sich in zentraler Lage und ist verkehrlich sehr gut erschlossen. Das Stadtgebiet zeichnet sich durch kurze Wege und ein vielfältiges Nutzungsangebot aus. Gleichzeitig zählt es zu den besonders dicht bebauten Stadtgebieten mit wenig Freiflächen und Grünräumen.

Der hohe Versiegelungsgrad wirkt sich negativ auf das Mikroklima aus und trägt maßgeblich zur Bildung von Hitzeinseln bei. Daher stehen die Verbesserung des Stadtklimas im gründerzeitlich geprägten Gebiet und Maßnahmen zur Attraktivierung des öffentlichen Raums und der Mobilität im Fokus.

Neugestaltung öffentlicher Plätze und Straßen

Die Neugestaltung öffentlicher Plätze und Straßen im Zielgebiet Gründerzeitviertel/Westgürtel werden und wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (IWB/EFRE-Regionalprogramm 2014 bis 2020) kofinanziert. Den Neugestaltungen ging jeweils ein Bürger*innen-Beteiligungsverfahren voraus.

Für die Abwicklung der Projekte sorgten die Abteilungen Europäische Angelegenheiten (MA 27) und Wiener Stadtgärten (MA 42) oder Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) in Kooperation mit den Bezirksvertretungen.

Projekte im Gebiet

Bevölkerungsstruktur

Das Zielgebiet Westgürtel liegt in insgesamt 11 Bezirken innerhalb und außerhalb des Gürtels und weist eine Fläche von circa 680 Hektar auf. Innerhalb des Gürtels leben circa 45.000 Menschen. In den zum Zielgebiet zählenden Bezirken außerhalb des Gürtels leben circa 100.000 Menschen.

Gebietscharakteristik

Der Westgürtel wird geprägt durch die Trasse der ehemaligen Stadtbahn, die von Architekt Otto Wagner entworfen und 1898 eröffnet wurde.

Heute dient sie als Trasse der U-Bahnlinie U6, die auf den historischen Stadtbahnbögen geführt wird.

Bebauung

Die Bebauung im Zielgebiet ist charakterisiert durch das gründerzeitliche Blockrastersystem mit seiner extremen Dichte und maximalen Grundstücksausnutzung. Die innerhalb und außerhalb an den Gürtel angrenzenden Gründerzeitviertel bieten grundsätzlich eine hohe Standortgunst.

Die Stadtquartiere innerhalb des Gürtels sind vorwiegend hoch- bis spätgründerzeitlich bebaut. Sie weisen eine ausgezeichnete Bausubstanz auf.

Die Viertel in den äußeren Bezirken sind durch Gründerzeitbebauungen vom Typus des Arbeiterwohnhauses gekennzeichnet.

Straßenraum

Der öffentliche Raum in den Gründerzeitvierteln und entlang des Gürtels wird stark vom motorisierten Verkehr dominiert. Dadurch lassen sich dort kaum öffentliche Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität finden, die zum Verweilen einladen.

Die Karte konnte leider nicht geladen werden

Projektstand

  • Grundlagenerhebung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.

  • Konzepterstellung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

  • In Umsetzung: Offen
    Beschreibung

    Die detaillierte Entwicklung des Vorhabens wird begonnen. Die konkreten Entwürfe werden bei der Baubehörde zur Bewilligung eingereicht. Wenn diese einen positiven Bescheid erteilt, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.

  • Umgesetzt: Offen
    Beschreibung

    Mit der Fertigstellung und dem Einzug der neuen Bewohner*innen wird der Standort belebt. Durch das Zusammenwachsen mit der bestehenden Nachbarschaft entsteht ein neues soziales Gefüge.

Beteiligung

Weitere Informationen

Newsletter

Neuigkeiten zu Projekten und Entwicklungen der Stadtplanung

Zur Anmeldung