Magistratsabteilung 69 - Immobilienmanagement
Das Immobilienmanagement der Stadt Wien (MA 69) schafft Raum für das Wachstum der Stadt und eine lebenswerte Zukunft der Wiener*innen. Die Abteilung ist die zentrale Stelle zur Umsetzung der Immobilienstrategie der Stadt Wien. Im Zuge dessen wickelt das Immobilienmanagement Flächentransaktionen für den gesamten Magistrat der Stadt Wien ab, weist Verwaltungszuständigkeiten zu und verwaltet einen Teil der Flächen auch selbst.
Das Immobilienmanagement trägt die operative Verantwortung für das Grundstücksanlagevermögen mit einem Buchwert von mehr als 5,7 Milliarden Euro. Zudem erfasst die Abteilung das gesamte Liegenschaftsportfolio des Magistrats der Stadt Wien sowie jener Organisationen, an denen diese zu mehr als 50 Prozent beteiligt ist. Zusammen verfügen diese über rund 207 km² Grundeigentum – damit etwa die Hälfte des Wiener Stadtgebiets. Davon entfallen etwa 40 Prozent auf Land- und Forstwirtschaft, jeweils etwa 20 Prozent werden als Verkehrs- bzw. Erholungsflächen genutzt. 10 Prozent dienen der Wohnnutzung und der Rest dient anderen Zwecken (beispielsweise sozial, kommunal, kulturell).
Darüber hinaus besitzt die Stadt Wien 371 km² Grundeigentum in anderen Bundesländern, die nahezu ausschließlich zur Sicherung der Wiener Hochquellenleitungen dienen und land- bzw. forstwirtschaftlich genutzt werden. Die MA 69 selbst verwaltet circa 16 km² innerhalb und außerhalb des Wiener Stadtgebiets.
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Projekt- und Schwerpunktüberblick
Das Immobilienmanagement ist mit seiner Tätigkeit einer der zentralen Ermöglichenden für Wachstum und Stadtentwicklung. Mit dem städtischen Grundbesitz verwaltet die Abteilung einen wertvollen Schatz, der die Lebensqualität in Wien für die kommenden Generationen sichert.
Leistbares Wohnen & Stadtentwicklung
Das Immobilienmanagement stellt Flächen für leistbaren Wohnbau zur Verfügung, um im Rahmen der wachsenden Stadt hochwertigen, erschwinglichen und ökologisch nachhaltigen Wohnraum zu schaffen.
Bei der Umsetzung des Stadtteilentwicklungskonzepts Kaiserebersdorf wird beispielsweise ein Großteil des erforderlichen Flächenbedarfs für die Entwicklung im Gebiet „Weichseltalweg“ von der MA 69 zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2025 wurde die Freimachung von Grundflächen in die Wege geleitet, um einen nachhaltigen, klimafitten Stadtteil mit einem großen Park und leistbarem Wohnraum zu ermöglichen.
Aus dem städtischen Portfolio wurden zwei Liegenschaften im 11. und 23. Bezirk an Wiener Wohnen übergeben, um dort neue Gemeindewohnungen zu errichten.
Drei Liegenschaften im Gesamtausmaß von etwa 15.000 m² wurden im September 2025 nach Abschluss eines Bauträgerwettbewerbs in Kooperation mit dem Wohnfonds Wien – Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung an die MIGRA Gemeinnützige Wohnungsges.m.b.H. zur Entwicklung/Errichtung von gefördertem Wohnbau übergeben (22., Donaustadtstraße 120, 22., Steinspornweg 33, 21., Leopoldauer Straße 132A).
Zudem wurden drei Liegenschaften im 10. und 22. Bezirk an den Wohnfonds Wien – Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung dotiert, um auf ihnen leistbaren Wohnraum für die Wiener*innen zu realisieren.
Städtische Flächen ermöglichen unter anderem auch folgende Stadtentwicklungsprojekte und Wohnbauinitiativen:
- aspern - Die Seestadt Wiens
- Gemeindewohnungen Neu
- Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof
- Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof
- Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl
- Oberes Hausfeld
- SMART Wohnbauprogramm
- Quartier Süßenbrunner West
- Zentrum Kagran
Klimafitte Stadt & Grünraum
Hochwertiger Grünraum ist gut für das Klima und bietet den Wiener*innen hochwertige Erholungsräume. Städtische Flächen spielen eine wichtige Rolle, um Wien langfristig klimafit zu machen. Die Wiener Sonnenstrom-Offensive und die Initiative „Wiener Wäldchen“ werden bei der Erhebung von Flächenpotenzialen unterstützt. Folgende Erfolge konnten 2025 durch die Tätigkeit des Immobilienmanagements erzielt werden:
Für den Zentralpark im Gasometervorfeld konnten im Jahr 2025 weitere Grundflächen gesichert werden. Insgesamt wurden für den Park vom Immobilienmanagement damit bereits über 22.000 m² zur Verfügung gestellt, die von den Wiener Stadtgärten ausgestaltet werden. Mehr als die Hälfte davon wurde für das Projekt angekauft. Für die Erweiterung des Grünzugs Donaufeld wurden im Jahr 2025 fast 7.000 m² angekauft.
Das im Jahr 2024 durch die Stadt Wien - Immobilienmanagement angekaufte Areal des ehemaligen Verschiebebahnhofs Breitenlee mit ca. 66 Hektar Fläche wird nunmehr im Rahmen von EU-geförderten Projekten renaturiert.
Um urbane Grünräume zu ermöglichen, kauft oder sichert das Immobilienmanagement durch Verträge Grundflächen für die Wiener*innen. So konnten auch in dicht besiedelten Entwicklungsgebieten Projekte ermöglicht werden:
- Auf der Mariahilfer Straße (ehemaliges Projekt „Lamarr“) wurde mit der neuen Eigentümerin ein großer, öffentlich begehbarer Dachpark mit einem Dienstbarkeitsvertrag für die Wiener*innen gesichert.
- Mittels städtebaulicher Verträge konnte das Immobilienmanagement im Biotop Wildquell sowie im Stadtquartier Eibengasse wichtige Grünräume für Stadtentwicklungsgebiete vereinbaren.
- In Floridsdorf wurde ein Grundstück in der Pichlwangergasse mit ca. 1.500 m² vollständig ins Eigentum der Stadt Wien übernommen und kann nunmehr als Park ausgestaltet werden. Für die Erweiterung des Hans-Hirsch-Parks wurden stadteigene Flächen freigemacht und an die MA 42 übergeben.
- In der Donaustadt wurden ca. 6.750 m² Grund (Attemsgasse/Berresgasse/Podhagskygasse) für die Schaffung von Grünflächen angekauft. Für die Erweiterung der Parkanlage Schreinerweg wurden Flächen angekauft, die von der MA 42 gärtnerisch ausgestaltet werden.
Auch die Schaffung großer Grünräume bildet weiterhin einen Schwerpunkt – dazu zählen der Norbert-Scheed-Wald sowie der Regionalpark DreiAnger.
Soziale Nachhaltigkeit
In der Nutzung städtischer Flächen wird immer auch das Ziel verfolgt, nachhaltige und soziale Lösungen zu schaffen.
Mit dem Pilotprojekt Wiener StadtGartl nutzt die Stadt Wien brachliegende unverbaute Flächen und stellt den Wiener*innen ein persönliches Stück Grün auf Zeit zur Verfügung. Die neuen Gartenflächen direkt im Stadtgebiet können für eine befristete Zeit zu günstigen Konditionen genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung lebendiger Nachbarschaft und des Zusammenlebens, weshalb das Projekt durch die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) begleitet wird. Die Gartenparzellen wurden 2025 verlost, wobei es fast 10.000 Anmeldungen gab. Im Juli 2025 konnten 49 Familien die Parzellen der Wiener StadtGartl 21 (Julius-Ficker-Straße) und 22 (Biberhaufenweg) übernehmen.
Bildung und Infrastruktur
Die wachsende Stadt benötigt auch eine gute Infrastruktur. Dabei spielen städtische Flächen eine wesentliche Rolle beim Ausbau des Wiener U-Bahn-Netzes (U2 und U5). Im Bildungsbereich schaffen wir Raum für neue „Campus plus“-Standorte.
In der Seestadt Aspern wurde 2025 eine Grundfläche im Ausmaß von ca. 30.000 m² an die MA 56 übergeben, die dort einen weiteren Bildungscampus errichten wird.
Im 21. Bezirk (Dückegasse/Nordmanngasse) wurde ein Schulbauplatz angekauft, auf dem die MA 56 eine neue Schule für das Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld errichten wird. Auch auf dem Areal des Nordwestbahnhofs wurde ein Grundstück für den neuen Bildungscampus Nordwestbahnhof angekauft.
Daseinsvorsorge
Die Komplexität einer wachsenden Großstadt erfordert Flächen zur Sicherung der Daseinsvorsorge. Ein wichtiger Fokus lag im Jahr 2025 auf dem Schutz der Wiener Trinkwasserversorgung. Die MA 69 hat dafür in Stammersdorf ca. 3.700 m² für die MA 31 – Wiener Wasser angekauft. Auf den Grundflächen können nun Anlagen zur Erhöhung der Wasser-Versorgungssicherheit für die Stadt Wien errichtet werden.