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Magistratsabteilung 70 - Berufsrettung Wien

Leistungsberichte der Magistratsdienststellen

Als Notfallorganisation erfüllt die Berufsrettung Wien den landesgesetzlichen Auftrag des öffentlichen Rettungsdienstes für die Stadt Wien. Zu den Hauptaufgaben gehören die präklinische Versorgung von Patientinnen und Patienten, die Leistung notärztlicher Hilfe in indizierten Fällen, Akuttransporte mit dem Bettenintensivtransporter sowie die Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung mit der Sonder-Einsatz-Gruppe bei einer größeren Anzahl von Verletzten. Die Oberärztinnen und Oberärzte der Berufsrettung sind als Leitende Notärztinnen und Notärzte für Großeinsätze einsatzbereit

Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zur Fachabteilung • Kontaktadressen

Projekt- und Schwerpunktüberblick

876 Sanitäterinnen und Sanitäter sind bei der MA 70 im operativen Einsatzdienst tätig, darüber hinaus steht ein Pool von 170 Notärztinnen und Notärzten zur Verfügung. Weitere 97 Mitarbeitende sind in den Bereichen Verwaltung, Technik und Werkstatt tätig. Im Jahr 2025 sind die Rettungsteams knapp 197.000 Mal für die Wiener Bevölkerung disponiert worden und haben dabei mehr als 2.900.000 Kilometer zurückgelegt. Der Wiener Rettungshubschrauber flog 1.449 Einsätze. In der Wiener Rettungsleitstelle wurden über 380.000 Notrufe entgegengenommen.

Die Berufsrettung Wien hat die Clamshell-Thorakotomie – die Brustkorb-Öffnung bei penetrierenden Verletzungen – flächendeckend eingeführt. Dafür wurde ein eigenes, interdisziplinäres Ausbildungsformat für ärztliches Personal, Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sowie die Exekutive geschaffen. Dieser Eingriff stellt oft die letzte Überlebenschance für Personen mit kritischen Verletzungen am Oberkörper dar.

Im Bereich Ausbildung wurde das Simulationstraining auch auf das Team des Betten-Intensiv-Transporters (BIT) ausgeweitet, um die bestmögliche Vorbereitung auf Herausforderungen während eines Einsatzes zu bieten.

Stark ausbauen konnte die Berufsrettung ihre Tätigkeit im Bereich präklinischer Forschung und Wissenschaft. Gemeinsam mit anderen Einrichtungen der Spitzenmedizin wurden knapp 50 Studien in Fachmagazinen publiziert. Interessierten wird die Website Rettungsmedizin empfohlen. Dieses Wissen wird in unterschiedliche Kursformaten, wie etwa der Online-Hörsaalfortbildung mit fast 8.000 Teilnehmenden, weitergegeben.

Die Erneuerung der Notarzt-Einsatzfahrzeuge wurde 2025 mit dem Umstieg auf ein größeres Fahrzeug, das auch mehr Fahrsicherheit bietet, begonnen. Die mobilen Ultraschallgeräte auf den Fahrzeugen wurden durch ein handlicheres Modell ersetzt.

Die Berufsrettung Wien feierte im Jahr 2025 ihr 144-jähriges Bestehen und ist damit eine der ältesten Rettungsorganisationen Europas. Die Aufgabenvielfalt und die fachliche Expertise zeigt sich im Imagefilm zum Jubiläum.