Wiener Gesundheitsverbund
Der Wiener Gesundheitsverbund ist der größte Gesundheitsdienstleister Österreichs. Mehr als 30.000 Mitarbeiter*innen arbeiten für die beste medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung aller Wiener*innen.
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Projekt- und Schwerpunktüberblick
Modernisierungsprogramm
Der Wiener Gesundheitsverbund setzt seit 2022 das größte Modernisierungsprogramm seiner Geschichte um. Bis 2040 werden alle Kliniken im laufenden Betrieb saniert oder neu gebaut. Die Stadt Wien investiert dafür bis 2030 rund 3,3 Milliarden Euro in die Spitalsinfrastruktur.
Im Jahr 2025 öffnete unter anderem in der Klinik Favoriten ein neuer Zubau für das Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation. Im AKH Wien wurde das neue Stationsgebäude Süd mit 88 Betten, 45 Therapieräumen und einer Tagesklinik fertiggestellt. In der Klinik Donaustadt fand der Spatenstich für eine neue Speiseversorgung auf 9.400 m2 statt.
Informationen zum Status der Projekte unter: Bauprojekte in unseren Kliniken | Wiener Gesundheitsverbund
Digitalisierung und neue Technologien
Der Wiener Gesundheitsverbund investiert gezielt in moderne Medizintechnik, um Diagnostik und Behandlung schneller, genauer und schonender zu machen. Die Klinik Landstraße nahm 2025 eine neue biplane Angiografie-Anlage in Betrieb, die präzisere Eingriffe mit weniger Strahlen- und Kontrastmittelbelastung ermöglicht. Besonders bei Schlaganfällen und Gefäßerkrankungen bringt sie große Vorteile.
Die Klinik Donaustadt installierte ein hochmodernes, neues MRT-Gerät. Dadurch sind deutlich mehr Untersuchungen pro Woche möglich, wodurch zusätzliche Terminkapazitäten entstehen.
Seit dem Launch der neuen Diabetes-Plattform DIABASS können Patient*innen ihre Blutzuckerwerte digital übermitteln. Das ermöglicht schnellere Anpassungen in der Behandlung und weniger Ärzt*innen-Besuche.
2025 gab es im Wiener Gesundheitsverbund auch einige medizinische Premieren: Die Klinik Floridsdorf hat beispielsweise erstmalig in Österreich eine Herz-Bypass-Operation mit dem Da-Vinci-Roboter durchgeführt.
Personalmaßnahmen
Um neue Fachkräfte zu sichern und bestehende zu halten, setzte der Wiener Gesundheitsverbund diverse Maßnahmen.
Mit der Recruiting-Kampagne „Teil von etwas Großem“ stärkte er seine Position als attraktiver Arbeitgeber. 2025 wurden im Kampagnen-Zeitraum im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum rund 8.000 Bewerbungen mehr verzeichnet.
Mit der Initiative #Nurses4Vienna erschloss der Gesundheitsdienstleister neue Wege in der internationalen Fachkräftegewinnung: In Kooperation mit internationalen Partneruniversitäten bildet er Pflegekräfte aus Drittstaaten aus und integriert sie langfristig im Wiener Gesundheitssystem.
Parallel dazu nutzte der Wiener Gesundheitsverbund bestehende Ausbildungsstrukturen konsequent weiter. Das zeigt sich in der deutlich gestiegenen Zahl an Abschlüssen in der ärztlichen Ausbildung: 2025 nahmen die Abschlüsse in der Basisausbildung um 9 Prozent, in der Allgemeinmedizin um 26 Prozent und in den Sonderfächern um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
Abgestufte Versorgung
Um die Akutkliniken zu entlasten und Ressourcen effizient zu nutzen, baut der Wiener Gesundheitsverbund auf eine sogenannte „abgestufte Versorgung“. Diese kommt insbesondere bei Patient*innen zum Einsatz, die nach einer Akutbehandlung weiterhin stationäre pflegerische Betreuung benötigen.
2025 wurden dafür 24 zusätzliche Betten in der Akutgeriatrie geschaffen, womit insgesamt 168 Betten in diesem Bereich im Wiener Gesundheitsverbund zur Verfügung stehen. Rund 1.284 Patient*innen aus den Akutkliniken wurden in Pflegewohnhäusern weiterbetreut.