Machbarkeitsstudien - Radverkehrsplanung

Zur Konkretisierung der noch offenen Abschnitte des Hauptradverkehrsnetzes werden Untersuchungen über den Verlauf und die Gestaltung der Radfahranlage durchgeführt. Das passiert bereits vor Beginn der Detailplanung. Dazu werden von der Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA18) Machbarkeitsstudien, Variantenuntersuchungen beziehungsweise Vorprojekte erstellt. Die Vorstudien finden in intensivem Dialog mit den zuständigen Fachdienststellen sowie den Interessensvertretungen und den zuständigen politischen Organen statt.

Anlagearten

Hinsichtlich der geeigneten Anlageform stehen verschiedene Anlagearten zur Verfügung. Für die Strecken des Hauptnetzes sind prinzipiell alle Anlagearten vorstellbar. Für jede Örtlichkeit wird die geeignete Anlageform unter Beachtung folgender Kriterien festgelegt:

  • Funktion der Radverkehrsanlage
  • Qualitätsanforderungen der Benutzerinnen und Benutzer
  • Verkehrssicherheit

Ausbaustandards

Für Hauptrouten sind dabei folgende Ausbaustandards anzustreben:

  • Ausreichende Leistungsfähigkeit insbesondere an den Knotenpunkten
  • Überholmöglichkeit
  • Klare Linienführung samt Beschilderung zur Optimierung der Fahrzeit
  • Im dichtbebauten Gebiet bauliche Trennung Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer
  • Mehrzweckstreifen/Radfahrstreifen nur bei Beachtung der im Straßenraum gefahrenen Geschwindigkeiten und Verkehrsstärken
  • Beidseitige Anlagen entlang von Hauptverkehrsstraßen

Umsetzung

In zahlreichen Fällen konnte auf Basis der Ergebnisse der generellen Untersuchungen eine fachliche und politische Einigung über Lage und Ausformung der Radfahranlage erreicht werden. So wurde nach darauffolgender Detailplanung eine Umsetzung möglich. Nachstehend einige Beispiele für realisierte Radfahranlagen, für die die MA 18 generelle Untersuchungen durchgeführt hat:

  • 1. Bezirk Radweg , Bestandsverbesserung Ring Rund
  • 1., 8. und 9. Bezirk Radfahranlagen, Universitätsstraße, Schottengasse, Schwarzspanierstraße, Berggasse
  • 3. Bezirk Radweg, Modecenterstraße zwischen Erdbergstraße und Bahnlände
  • 4. Bezirk Radweg, Südgürtel zwischen Südtiroler Platz und Schweizergartenstraße
  • 5. Bezirk Radweg, Bestandsverbesserung Wientalradweg im Bereich Pilgramgasse durch Trennung Radweg/Fussweg
  • 5. Bezirk Radstreifen, Kliebergasse zwsichen Wiedner Hauptstraße und Landgutgasse
  • 6., 15. Bezirk Radweg: Gürtelradweg zwischen Westbahnhof und Wiental
  • 11. Bezirk Geh- und Radweg/Radstreifen, Swatoschgasse/Schemmerlstraße/Leberstraße/Hasenleitengasse zwischen Simmeringer Hauptstraße und Gadnergasse
  • 13. Bezirk Radfahren gegen die Einbahn, Anbindung Testarellogasse an den Wienflußradweg
  • 17. Bezirk Radstreifen, Hernalser Hauptstraße/Jörgerstraße zwischen Gürtel und Elterleinplatz
  • 20. Bezirk Radstreifen, Jägerstraße zwischen Stromstraße und Adalbert Stifter Straße
  • 20. Bezirk Radweg/Radstreifen, Stromstraße zwischen Dresdner Straße und Jägerstraße
  • 20. Bezirk Radweg, Wexstraße zwischen Jägerstraße und Burghardtgasse
  • 23. Bezirk Radweg, Bestandsverbesserung Kolbegasse/Vösendorferstraße
  • 23. Bezirk Radweg, Liesingbachradweg, Errichtung neuer Querungen über die Laxenburger Straße und die Großmarktstraße

Für weitere Radfahranlagen in den Bezirken 3., 9., 10., 12., 14., 19., 20. und 22. werden von den Abteilungen Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) und Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) auf Basis vorliegender Machbarkeitsstudien Detailplanungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Anlagearten im Radverkehr

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