Magistratsabteilung 21 A und 21 B - Stadtteilplanung und Flächenwidmung
Die Aktivitäten im Bereich der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung, der Stadtteilplanung sowie der Mitwirkung in baubehördlichen Verfahren wurde fortgesetzt. Ziel war vor allem die Sicherung von ausreichend Flächen für die Schaffung von Wohnraum, Infrastruktureinrichtungen sowie Grün- und Erholungsräumen. 34 Plandokumente wurden vom Wiener Gemeinderat beschlossen.
Weiterführende Informationen: Zur Fachabteilung • Kontaktadresse MA 21 A • Kontaktadresse MA 21 B
Projekt- und Schwerpunktüberblick
Qualitätssichernde Planungsverfahren mit frühzeitiger Einbindung der Bürger*innen
Bei qualitätssichernden Planungsverfahren steht das Entwickeln und Planen von städtebaulichen Lösungsansätzen im Vordergrund. Dabei werden durch eine individuelle Prozessplanung die Standpunkte aller Beteiligten wie Planer*innen, Vertreter*innen der Stadt, Investor*innen und vielen anderen Stakeholdern berücksichtigt. Auf diese Weise kann auch frühzeitig die Meinung und das lokale Wissen der Bevölkerung eingeholt werden.
Das Ergebnis sind zumeist Städtebauliche Leitbilder, die als räumlicher und zeitlicher Rahmen für die qualitätsvolle Entwicklung und Bebauung von großen Arealen dienen. Beispiele sind: 11., Holzbauquartier Weichseltalweg 22., Produktives Hausfeld 1. Teil
Die Weichen für die Entwicklung von ganzen Bezirksteilen werden mit dem Planungsinstrument „Stadtteilentwicklungskonzept“ (SEK) gestellt. Damit wurde zwischen „Stadtentwicklungsplan“ und „Städtebaulichem Leitbild“ bzw. dem „Flächenwidmungs- und Bebauungsplan“ eine neue „Flughöhe“ in die Stadtplanung eingezogen. Das SEK widmet sich einem funktional zusammenhängenden Stadtteil, wo mehrere absehbare Entwicklungen im Zusammenhang betrachtet werden können. Die dabei definierten Handlungsfelder und Zielsetzungen werden für die Durchführung von Städtebaulichen Leitbildern in Teilgebieten herangezogen. Beispiele sind: 10., Rothneusiedl • 22., SEK Hausfeld
Weiterentwicklung von Planungsverfahren und Beteiligungsmöglichkeiten
Parallel zu den konkreten städtebaulichen Projekten ist es für die Stadtteilplanung und Flächenwidmung wichtig, Instrumente und Grundlagen für die Planungsverfahren sowie Beteiligungsangebote weiterzuentwickeln. 2025 wurde erstmals für ein Stadtentwicklungsgebiet ein Citizen-Science-Projekt gestartet. Im Zuge der Planungen für das Städtebauliche Leitbild Am Heidjöchl wurden Bürger*innen eingeladen, sich an der Erhebung der Artenvielfalt im Planungsgebiet zu beteiligen. Die Funde wurden mit einer App verortet und für die Berücksichtigung in der Grünraumplanung dokumentiert. So werden Lebensräume für dort ansässige Tier- und Pflanzenarten von Anfang an mitgeplant. Dieses Projekt – Citizen Science Am Heidjöchl – wird 2026 fortgesetzt.