Wiener Altstadterhaltungsfonds - Förderungsantrag

Bei technischen Problemen mit Online-Formularen: Wichtige Hinweise zu Förderanträgen

Die Abgabe von Unterlagen (Montag bis Donnerstag von 9 bis 14 Uhr in der Kanzlei) ist ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung unter +43 1 4000-84718 möglich. Für zwingend notwendige persönliche Termine wenden Sie sich bitte telefonisch an das zuständige Fachreferat. Vor Ort halten Sie bitte 1 Meter Abstand zu anderen Personen und beachten Sie die jeweils gültige Hausordnung (im Eingangsbereich einsehbar) sowie allgemeine Hygiene-Regeln. Bitte benutzen Sie die Desinfektionsmittelspender vor Ort. Sie erreichen die Kulturabteilung weiterhin telefonisch und per E-Mail: Kontakt zur Kulturabteilung

Wenn Sie bereits eine Förderzusage für ein betroffenes Projekt haben, helfen Sie uns bitte, uns ein Bild über den Status quo zu machen und beantworten Sie uns einige Fragen. Detail-Informationen dazu finden Sie hier: Aktuelle Informationen für FördernehmerInnen und Kulturschaffende

Allgemeine Informationen

Der Wiener Altstadterhaltungsfonds wurde zur Förderung der Erhaltung der Altstadtgebiete Wiens errichtet. Er stellt öffentliche Mittel für die Konservierung und Restaurierung der historischen Bausubstanz Wiens zur Verfügung.

Aus Mitteln des Wiener Altstadterhaltungsfonds können stadtbildpflegerische Maßnahmen an historischen Objekten in Schutzzonen, vorgesehenen Schutzzonen oder an Objekten unter Denkmalschutz gefördert werden.

Gefördert werden:

  • Objekte, die unter Denkmalschutz stehen und/oder
  • Objekte, die in Schutzzonen laut Wiener Bauordnung liegen und ein authentisches historisches Erscheinungsbild aufweisen
  • Objekte der "Kunst am Bau". Zu dieser gehören insbesondere freistehende oder wandgebundene Kunstobjekte, die in der Zwischen- und Nachkriegszeit mit kulturpolitischem Hintergrund und mit Hilfe von öffentlichen Förderungen entstanden sind.

Darüber hinaus können folgende Arbeiten gefördert werden:

  • An öffentlich zugänglichen Innenhöfen
  • An historischen Innenausstattungen von Lokalen und Sakralbauten
  • An historischen Geschäftsportalen, Einfriedungen, Brunnenanlagen oder Ähnlichem

Ausnahmsweise werden auch andere Objekte gefördert, wenn sie eine besondere Bedeutung für das Stadtbild haben , oder wegen ihres geschichtlichen, kulturellen oder künstlerischen Wertes besonders wichtig sind. Über die Förderwürdigkeit dieser Gebäude entscheidet nach einer Begutachtung durch die Stadt Wien Kultur der Beirat des Wiener Altstadterhaltungsfonds.

  • Ob Objekte in beschlossenen oder vorgesehenen Schutzzonen liegen, können Sie im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien einsehen oder im Schutzzonen-Referat der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung erfragen.
  • Eine Möglichkeit der Online-Information, ob Objekte in Schutzzonen liegen, bietet Wien Kulturgut.
  • Auskünfte über Denkmalschutz erhalten Sie beim Bundesdenkmalamt.

Eine Förderung wird ausschließlich für stadtbildpflegerische Mehrleistungen zuerkannt. Damit sind Leistungen gemeint, die über normale Reparatur-, Erhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten hinausgehen.

Mögliche förderbare Leistungen sind:

  • Qualitativ hochwertige Restaurierungsarbeiten, zum Beispiel im Bereich der Bauplastik (festigen, reinigen, nachmodellieren)
  • Rekonstruktionsarbeiten (zum Beispiel originalgetreue Fenstermodelle)
  • Anwendung historischer Materialien und Handwerkstechniken

Von einer Förderung ausgeschlossen sind:

  • Objekte im Eigentum anderer Gebietskörperschaften. Dazu gehören insbesondere Objekte im Eigentum des Bundes sowie von Rechtsträgern in überwiegendem Eigentum des Bundes im Sinne von Art. 12b, Abs. 1 und 2 B-VG.
  • Objekte im Eigentum anderer Staaten (Botschaften, Konsulate und daran angeschlossene Einrichtungen).
  • Städtische Wohnhausanlagen (Gemeindebauten), ausgenommen Objekte der "Kunst am Bau"

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind:

  • Eigentümerinnen oder Eigentümer des betreffenden Objektes.
  • Bestandnehmerinnen oder Bestandnehmer (z. B. bei Miete oder Pacht) wenn eine Förderung für Arbeiten an Geschäftsportalen oder Erdgeschosszonen im Bereich von Geschäftslokalen beantragt wird.
    Bei mehreren Eigentümerinnen und Eigentümern oder Bestandnehmerinnen und Bestandnehmern, muss eine bevollmächtigte Person benannt werden, die den Antrag stellt.
    • Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ordnungsgemäße Geschäftsführung der Förderwerbenden müssen gegeben sein. Es darf daher zum Zeitpunkt der Antragstellung kein Insolvenzverfahren anhängig oder mangels kostendeckenden Vermögens rechtskräftig nicht eröffnet oder aufgehoben worden sein.
    • Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss sichergestellt sein.
    • Objekte bzw. Maßnahmen an Objekten, die bereits einmal durch den WAEF gefördert wurden, können frühestens nach Ablauf von 25 Jahren erneut gefördert werden.

Eine ausführliche Beschreibung zu den Fördervoraussetzungen und Förderbedingungen finden Sie in den Förderrichtlinien im Bereich der Altstadterhaltung. Bitte lesen Sie diese aufmerksam, bevor Sie einen Förderantrag stellen.

Beispiele

Fristen und Termine

Sie können Ihren Antrag laufend abgeben.

Zuständige Stelle

Stadt Wien Kultur (MA 7)
8., Friedrich-Schmidt-Platz 5

Amtsstunden: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr
Am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 12 Uhr geöffnet; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Termine bei der Fachreferentin oder dem Fachreferenten nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.

Referat: Kulturelles Erbe
E-Mail: post@ma07.wien.gv.at
Telefon: +43 1 4000-84790, -84744

Verfahrensablauf

  1. Kontaktaufnahme mit der Stadt Wien Kultur, Referat Kulturelles Erbe.
  2. Festlegung der zu treffenden Maßnahmen bei einem Lokalaugenschein
  3. Einholen von entsprechenden Angeboten (zum Beispiel Kostenvoranschläge) durch den Förderwerbenden.
  4. Wenn alle Kosten erfasst sind: Einreichung des Förderantrages mit allen erforderlichen Unterlagen bei der Stadt Wien Kultur, Referat Kulturelles Erbe.
  5. Die Stadt Wien Kultur veranlasst die kunsthistorische Prüfung der Unterlagen durch Sachverständige des Wiener Altstadterhaltungsfonds beziehungsweise des Bundesdenkmalamtes sowie eine Preisprüfung durch die Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser.
  6. Der Förderwerbende wird zu einem Finanzierungsgespräch eingeladen. Dabei werden auf Basis der geprüften Kosten ein Förderwunsch und ein Finanzierungsplan erstellt.
  7. Festsetzung der Höhe der Förderung durch den Beirat des Wiener Altstadterhaltungsfonds.
  8. Schriftliche Bekanntgabe des Baubeginns durch den Förderwerbenden und Durchführung der Arbeiten in ständigem Einvernehmen mit den Referentinnen und Referenten des Altstadterhaltungsfonds beziehungsweise des Bundesdenkmalamtes.
  9. Schriftliche Bekanntgabe des Bau-Endes durch den Förderwerbenden.
  10. Die Auszahlung der Mittel erfolgt nach Abschluss der Arbeiten. Voraussetzung dafür ist die Einreichung und Überprüfung der Rechnungen.

Erforderliche Unterlagen

Der Antrag muss folgende Dokumente und Beilagen enthalten:

  • Vollmacht der Hauseigentümerin oder des Hauseigentümers bzw. der Miteigentümerinnen oder der Miteigentümer
  • Mietzinsabrechnung für die vergangenen 5 Jahre (Einnahmen- und Ausgabenrechnung)
  • Gegebenenfalls Mieterliste mit Hauptmietzinsen (entfällt bei Antrag durch eine Bestandnehmerin oder einen Bestandnehmer)
  • Kostenvoranschläge (bzw. Bestbieterin oder Bestbieter einer Ausschreibung) für die geplanten Arbeiten und Zusammenstellung der gesamten Baukosten
  • Auszug aus dem Grundbuch nach neuestem Stand
  • Fassadenpläne und Fotos (wenn vorhanden: historische Aufnahmen)
  • Erfolgt ein Antrag durch die Bestandnehmerin oder den Bestandnehmer (Miete, Pacht) sind zusätzlich beizulegen:
    • Miet- oder Bestandvertrag (in Kopie)
    • Einverständniserklärung der Hauseigentümerin oder des Hauseigentümers mit den gegenständlichen Arbeiten
  • Falls bereits ein Bauauftrag vorliegt:
    • Bescheid der Baupolizei (in Kopie)
  • Bei Verfahren nach § 18 Mietrechtsgesetz:
    • Entscheidung der Schlichtungsstelle oder des Gerichtes

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist kostenlos. Gegebenenfalls ergeben sich Notarkosten bzw. Kosten für eine Grundbuchseintragung.

Formular

Zusätzliche Informationen

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