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Gemeinderat, 38. Sitzung vom 24.05.2023, Wörtliches Protokoll  -  Seite 100 von 146

 

genau dort vernichtet, wo laut Studien der Stadt Wien die größte Überparkung im 19. Bezirk ist, nämlich zwischen 95 und 100 Prozent. Dort vernichtet man noch einmal 200 Parkplätze. Das ist nicht nachhaltig, das ist nicht fair, das ist nicht Intelligent, das ist nicht umweltfreundlich und nicht klimafit, wie es so schiach heißt.

 

Darum erneuern wir, wir haben den Antrag auch schon eingebracht, unsere Forderung, dass diese bürger-, umwelt- und wirtschaftsfeindliche Variante dieses Radweges, der auf Teilen der Krottenbachstraße eine Fahrspur kosten wird und auch nach der Bauphase für größeren Stau und größere Lärmerregung, größeren Feinstaubausstoß sorgen wird, dass diese Planungen gestoppt und ad acta gelegt werden. Die Alternativvorschläge sind zu prüfen, noch einmal zu bewerten, vielleicht werden diesmal alle eingeladen. Damit möchte ich schon zum Schluss kommen. Es war doch nicht ganz so kurz, wie ich Elisabeth Olischar versprochen habe, aber du hast eine weitere kurze Wortmeldung gut. Danke fürs Zuhören und bitte um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc: Gut. Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau GRin Mag. Pipal-Leixner. Sie haben das Wort.

 

19.25.48

GRin Mag. Angelika Pipal-Leixner, MBA (NEOS)|: Vielen Dank, Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer!

 

Gestern war ein besonders erfreulicher Tag für mich, auch ganz persönlich, weil ich mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern gemeinsam ein Projekt präsentieren konnte, das mir sehr am Herzen liegt, für das ich mich viele Jahre eingesetzt habe, nämlich den baulich getrennten, direkten, durchgehenden Radweg auf der Krottenbachstraße. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Ich habe persönlich eine Riesenfreude und ich freue mich auch vor allem wahnsinnig für die Menschen, die dort in diesem dichtbesiedelten Teil Döblings demnächst sicher und klimafreundlich unterwegs sein können, vor allem für die Familien, für die Kinder, für die Jugendlichen, denn es wohnen dort sehr viele junge Familien, es gibt sehr viele Bildungseinrichtungen, Schulen, Kindergärten, es gibt Parks, also jede Menge Einsatzbereiche, um das Rad im Alltag für sich zu entdecken.

 

Die fehlende Fahrradinfrastruktur hält nämlich noch immer viele Menschen davon ab, das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu nutzen. Ich höre immer wieder von Leuten, ich würde ja gerne Radfahren, wenn es denn einen sicheren Radweg auf meiner Route gäbe. In letzter Zeit höre ich aber auch immer öfter, ja, ich fahr jetzt Rad, weil es jetzt einen sicheren Radweg oder eine Fahrradstraße auf meiner Route gibt, und das auch dank unseres Fahrradinfrastrukturausbauprogrammes, mit dem wir das Budget verfünffacht haben.

 

Allein im aktuellen Programm haben wir 20 km neue oder verbesserte Radwege vorgesehen und mehr als 50 Projekte. (GR Wolfgang Irschik: Die der Autofahrer zahlt!) Jetzt machen wir eben wieder ordentlich Meter, 850 zusätzliche Meter im Mittelteil des Radweges Krottenbachstraße können wir jetzt auch hinzurechnen. In Summe verläuft er dann über 1,5 km von der Felix-Dahn-Straße bis zur Cottagegasse, über die man dann einerseits nach Währing und andererseits über die Peter-Jordan-Straße, den Skywalk und den Donaukanal weiter in die Innenstadt gelangt.

 

Eine breite Allianz in der Bezirksvertretung Döbling, bestehend aus SPÖ, GRÜNEN und uns NEOS, hat sich für einen durchgängigen, baulich getrennten Zweirichtungsradweg in der Krottenbachstraße eingesetzt. Der erste Abschnitt zwischen Cottagegasse und Flotowgasse ist ja bereits in Bau und auch der dritte Abschnitt wird noch diesen Sommer angegangen. Das ist der Teil zwischen Börnergasse und Felix-Dahn-Straße. Dazwischen dieser Mittelteil - zentraler Abschnitt Teil 2 - stand noch zur Diskussion, das ist der Teil zwischen Flotowgasse und Börnergasse. Da wurden noch verschiedene Varianten geprüft, und eine der Alternativen, die geprüft wurde, war die Führung über die Hutweidengasse als Fahrradstraße. Das hat sich aber dann letztlich nicht als geeignet erwiesen, weil zum einen gleich viele Parkplätze wegfallen würden wie auf der Krottenbachstraße, und vor allem, das war das Wichtigste, dass die Fahrradstraße dort nicht die Sicherheit bieten würde, die ein baulich getrennter Radweg direkt auf der Krottenbachstraße nun bieten wird.

 

Ich möchte natürlich auch nicht die Leute, die mit ihrer eigenen Muskelkraft unterwegs sind, mit der Kirche ums Kreuz führen, auf einem Umweg von 250 m, und deshalb habe ich mich auch immer sehr dafür eingesetzt, dass die Route auf der Krottenbachstraße primär weiterverfolgt wird, also aus meiner Sicht die goldrichtige Entscheidung. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Nicht nur für die Menschen, die dort jetzt oder in Zukunft Rad fahren werden, auch für Menschen, die zu Fuß, mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind, wird diese Umgestaltung der Krottenbachstraße große Vorteile bringen. Einerseits werden Gehsteigvorziehungen bei den Seitengassen, also Obkirchergasse, Friedlgasse und Flotowgasse, das Queren leichter, übersichtlicher und sicherer machen. Es wird einen weiteren Schutzweg über die Krottenbachstraße bei der Siolygasse geben und im Bereich Börnergasse werden neue Sitzbänke aufgestellt. Also auch hier gibt es mehr Sicherheit nicht nur für Radfahrerinnen und Radfahrer, sondern auch für Menschen zu Fuß und für Menschen, die sich einfach gerne im öffentlichen Raum aufhalten.

 

Abschließend ist es mir wichtig, mich zu bedanken, zum einen bei den Aktivistinnen und Aktivisten von „Radeln in Döbling“ für ihr langjähriges und ausdauerndes zivilgesellschaftliches Engagement. Vielen, vielen Dank für eure Hartnäckigkeit! Für die Hartnäckigkeit danken möchte ich auch Barbara Novak und Thomas Mader und dem Team der SPÖ-Döbling, den Döblinger GRÜNEN und unseren NEOS Döbling Bezirksklub. Es war schön, zu sehen, dass wir da an einem Strang ziehen und das letztlich werden umsetzen können und last but not least danke ich natürlich StRin Ulli Sima für die Entscheidung für die Umsetzung. Danke schön. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

So viel zur Krottenbachstraße. Da Anträge zum Bäderbus von der ÖVP und der FPÖ vorliegen, möchte ich kurz

 

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