Streetwork
Ob überregional oder stadtteilorientiert: Die Straßensozialarbeit hilft benachteiligten Jugendlichen durch niederschwellige Betreuung.
Auf freiwilliger Basis und in selbstbestimmter Intensität arbeiten benachteiligte, oft gewaltbereite oder auffällige Jugendliche gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Streetwork an der Verbesserung ihrer Lebenssituation. Streetwork findet im öffentlichen Raum statt. Auch politisch extreme Gruppen oder junge Menschen, die durch Suchtverhalten, Vandalismus oder Rassismus im Konflikt zu ihrem sozialen Umfeld stehen, aber auch diejenigen, die davon gefährdet sind, werden in vielen Fällen von bereits vorhandenen Einrichtungen nicht erreicht. Sie sollen mit Hilfe der Unterstützung der Streetworkerinnen und Streetworker zu Selbstverantwortung und Eigenbestimmung befähigt werden.
Kritische Parteilichkeit
Straßensozialarbeit bedeutet, die Interessen der Jugendlichen auf politischer, aber auch persönlicher Ebene zu vertreten und somit deklariert auf deren Seite zu stehen. Es bedeutet auch, den Jugendlichen ehrliche und konstruktive Kritik zu ihrem Verhalten oder ihren Aktionen zu geben. Dieser Respekt gegenüber jungen Menschen gehört zum Grundverständnis im Umgang mit Adressatinnen und Adressaten sozialer Arbeit. Er fördert außerdem deren Verantwortungsbewusstsein.
Aktive Vertretung
Im Sinne der Gemeinwesenorientierung agieren die Streetworkerinnen und Streetworker gegenüber anderen Personen und Institutionen als "Anwältinnen" und "Anwälte" oder Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter von Jugendlichen zur Erhaltung von territorialen oder funktionalen Lebensbereichen und Aufenthaltsmöglichkeiten. Sie betreiben aktive Lobbyingarbeit. Sie verstehen sich auch als Sprachrohr der Jugendlichen in Gremien, in denen Streetworkerinnen und Streetworker als Expertinnen und Experten hinzugezogen werden und setzen sich dort für deren konkrete Anliegen ein.
Sensibilisierung für Mädchen und Burschen
Geschlechtersensible Jugendarbeit ist eine Grundvoraussetzung für die Effizienz einer aufeinander bezogenen geschlechterspezifischen Mädchen- und Burschenarbeit. Die Reflexion der eigenen Geschlechtsidentität und der vorgelebten Rollenmodelle stellen wichtige Arbeitsgrundlagen dar. Mädchenspezifische Angebote und antisexistische Burschenarbeit fördern das Selbstbewusstsein und somit den gegenseitigen Umgang beider Geschlechter miteinander.
Aktive Organisationen
Verein "Rettet das Kind" mit verschiedenen Projekten:
Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (Magistratsabteilung 13)
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