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Mitschrift

Im Mai 2010 startet in Wien das Kommunikationsprojekt "FAIR-PLAY-TEAM". Das Konzept ist einfach: Zweierteams sind in der Stadt meist abends unterwegs im öffentlichen Raum - mit einer klaren Mission. "Durchs Reden kommen d'Leut zam." Das ist ein bisschen unser Motto beim FAIR-PLAY-TEAM. FAIR-PLAY-TEAMS sind Teams in ganz Wien. Mittlerweile in 16 Wiener Gemeindebezirken. Sechs Bezirke haben die Teams sogar ganzjährig. Sie kümmern sich darum, dass Menschen im öffentlichen Raum, in Parkanlagen z.B., konfliktfrei miteinander leben können. Es gab ja ein Vorgängerprojekt namens "KOVER". Das stand für "Kommunikation und Vermittlung im öffentlichen Raum". Und vor fünf Jahren hat man beschlossen, es braucht in einer wachsenden Stadt eine Ausweitung dieses Projekts. Es wurde auch beschlossen, dass es gut ist, es an der Jugendarbeit anzudocken. In diesen ersten fünf Jahren zeigt sich dann, wie wichtig die Arbeit des FAIR-PLAY-TEAMS ist. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es in einer wachsenden Stadt immer wieder zu Nutzungskonflikten kommt. Vor allem Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf diesen öffentlichen Raum. Und da gibt's manchmal Meinungsunterschiede. Der eine empfindet etwas noch lange nicht als Lärm, ein anderer schon. Oder Hunde: Manche lieben Hunde, andere haben Angst vor ihnen. Unterschiedliche Bedürfnisse, für die die FAIR-PLAY-TEAMS sensibilisieren und für die sie Verständnis und Rücksichtnahme erzeugen wollen. In Schulungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die nicht immer einfachen Aufgaben vorbereitet. Vor allem, wie man auf die Menschen richtig zugeht. Sehr offen ... Mit einer gewissen Ruhe. Man braucht auch Zeit. "Durchs Reden kommen d'Leut zam." Genau das ist sehr wichtig. Durchs Reden wissen wir, wo die Problemlagen sind. Durchs Reden wissen wir von den Bedürfnissen der Menschen. Und durchs Reden können wir auch so eine Art Informationsplattform der Stadt Wien sein. "Durchs Reden kommen d'Leut zam." Das wird immer so sein. Das ist Kommunikation. Mit einem freundlichen Hallo bin ich noch nie gegen die Wand gefahren. Wenn Leute nicht miteinander reden, werden keine Konflikte ausgetragen. Es geht einfach nur übers Reden. Wesentlich ist eine wertschätzende, akzeptierende Haltung gegenüber den Menschen. Nicht immer in Bezug auf ihr Verhalten, aber als Mensch. Die Mitarbeit an diesem Projekt hat viele Gründe und ist für alle weitaus mehr als nur ein Job. Weil mich Beteiligung sehr interessiert, und FAIRPLAY viel in diese Richtung geht. Ich hab mir gedacht, das ist die Chance, zu den Menschen auf die Straße zu gehen, und ihnen dort in ihrem Umfeld, im öffentlichen Raum, zu begegnen. Und zu schauen, was ich dort vielleicht gewinnbringend für sie tun kann. Vor allem eben auch die Möglichkeit, marginalisierten Gruppen sozusagen eine Art Sprachrohr zu sein und ein ganz niederschwelliges Angebot zu machen. Freilich, ohne die vielen Vernetzungspartner wäre der Erfolg des FAIR-PLAY-TEAMS nicht möglich gewesen. Es geht darum, die Verwaltung und politischen Strukturen zu kennen, um Interessen und Bedürfnisse der Leute direkt hintragen zu können, um z.B. den Park neu gestalten zu können. Das ist einerseits die MA 42, die Wiener Stadtgärten, denen ja die Plätze gehören, an denen sich die Menschen und auch die FAIR-PLAY-TEAMS aufhalten. Andererseits ist das die MA 55, der Bürgerdienst der Stadt Wien, die auch gemerkt haben, dass die Beschwerden bei ihnen sukzessive zurückgegangen sind, seit es das Projekt gibt. Alle FAIR-PLAY-TEAM-Partner sehen die ersten fünf Jahre als großen Erfolg. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Alle Probleme sind sehr gut gelöst worden. Wir haben nur sehr gutes Feedback bekommen. * freundliche Musik * Einsatz und Unterstützung der FAIR-PLAY-TEAMS haben die Konflikte deutlich reduziert. Die Wiener Polizei verzeichnet dank der FAIR-PLAY-TEAM-Arbeit weniger Beschwerden, das Miteinander ist besser geworden. Die Anrainerinnen und Anrainer sind bei der Mitgestaltung ihres Grätzels noch intensiver eingebunden. Auch die Bezirksvorstehungen schätzen die Zusammenarbeit. FAIR-PLAY ist etwas ganz Besonderes. Einfach eine zusätzliche Form der Kommunikation zwischen der Bezirkspolitik und auch den Magistratsabteilungen und der Bevölkerung. Die MitarbeiterInnen sind ganz großartige, kommunikative offene Leute, die durch den gesamten Bezirk gehen und daher auch Bescheid wissen, was sich an den einzelnen Orten abspielt, was sich da tut. Also eine großartige Sache - wir sind sehr froh, dass wir sie haben. Insgesamt sind rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 15 Sprachen sprechen, in der Stadt unterwegs. Eine Erfolgsgeschichte, die gerade erst begonnen hat. Fünf Jahre FAIR-PLAY-TEAM in Wien - die Erfolgsgeschichte für ein besseres Miteinander in der Stadt.

5 Jahre FAIR-PLAY-TEAMs – Durch’s Reden kommen d’ Leut z‘samm

Die FAIR-PLAY-TEAMs fördern durch gemeinsames Tun und Handeln in Parks und auf öffentlichen Plätzen gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme. Dadurch steigt die Zufriedenheit im Lebensumfeld und das soziale Klima verbessert sich.

Länge: 5 Min. 35 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Copyright: Popup Media

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Länge: 2 Min. 07 Sek. | © Stadt Wien

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