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Mona Müller, wien.at-Wiener Umweltschutz, Naturschutz: "Wir haben hier einen Hauhechel-Bläuling, den versuche ich jetzt zu fangen. Dazu muss ich mich ganz ruhig anschleichen und ich hoffe, dass mir das jetzt auch gelingt. Er sitzt da auf der Schafgarbe und ich versuche mich jetzt ganz vorsichtig hin zu pirschen und mit einem schnellen Zug habe ich ihn auch schon gefangen."

Und da sitzt er jetzt, der Bläuling, mitten in der Stadt und doch in der Natur. Das Projekt "Gürtelwiese" verbindet Großstadtlärm mit Naturgeflüster und wurde bereits 2005 ins Leben gerufen.

Mathilde Urban, Wiener Umweltschutz: "Das Thema Wildwuchs ist uns schon immer sehr am Herzen gelegen. Ich meine damit, dass wir von der Wiener Umweltschutzabteilung schon früher auch Projekte gehabt haben, wo wir versucht haben, Wildwuchs in der Stadt zu zeigen und zu erleben, erlebbar zu machen. 2005 haben wir begonnen in Kooperation mit der Bezirksvorstehung Margareten uns die Gürtelwiesen vorzunehmen. Und wir haben in den letzten Jahren immer weiter daran gearbeitet, auch Schmetterlingswiesen angelegt und den Wildwuchs auch zugelassen."

Manfred Pendl, Wiener Umweltschutz, Naturschutz: "Ich möchte jetzt demonstrieren, wie man die Artenvielfalt auf einer Wiese nachweisen kann. Ich gehe dazu ganz zufällig in die Fläche rein und versuche möglichst viele Tiere zu käschern, um die dann sichtbar zu machen. Ich streiche einfach ganz zufällig über das Gras und versuche möglichst viele Insekten aufzufangen. Jetzt kommt dann der große Augenblick, wo wir gemeinsam reinschauen, was wir gefangen haben. Und wenn man da jetzt sieht, was sich da an Leben verbirgt, dann ist das der beste Multiplikator und die beste Wiener Stadtgärten haben vergessen zu mähen. Die Wiener Stadtgärten haben hier auch ganz bewusst einen Streifen gemäht, damit man sieht, dass das gewollt ist. So schaut ein Rasen aus und so schaut eine Wildwiese aus."

Für diejenigen, die es gerne etwas gepflegter haben, gibt es auf den Gürtelwiesen auch etwas zu sehen.

Manfred Pendl, Wiener Umweltschutz, Naturschutz: "Das soll auch diesen ästhetischen Anspruch, den die breite Bevölkerung hat, auch in einer Form decken. Es sollen also das Ziergärtnerische und auch die Wildnis im Einklang existieren können. Diese Nektarinsel, die Pflanzen, wurden speziell angepasst, um Insekten anzulocken. Das soll quasi das Sichtbarmachen ermöglichen, ohne, dass man in die Wiese hineinsteigen muss."

Für weitere Wieseninseln wäre in Wien noch ausreichend Platz.

Manfred Pendl, Wiener Umweltschutz, Naturschutz: "Wenn wir weitergehen Richtung Mariahilf gibt es auch eine Schmetterlingsfläche. Ausgehend von dieser Fläche, die unweit von da ist, könnte man ein schönes Netzwerk, einen Grünkorridor für die Artenvielfalt schaffen. Und das sollte auch ein Ziel sein."

Archiv-Video vom 25.07.2012:
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Wiesen ermöglichen Artenvielfalt am Gürtel

Ganz bewusst wird das Projekt Gürtelwiese in Wien seit mehreren Jahren umgesetzt. Die Grünflächen zwischen viel befahrenen Fahrbahnen, wie etwa beim Margaretengürtel, werden deshalb nur selten gemäht, der Rest der Wiese bleibt den Insekten.

Länge: 4 Min. 37 Sek.
Produktionsdatum: 2012
Erstausstrahlung: 27.07.2012
Copyright: Stadt Wien

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