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Mitschrift

Ich war neun, wie der Hitler gekommen ist und erinnere mich an diesen schrecklichen Abend, an dem der Schuschnigg gesagt hat, "Gott schütze Österreich", und es vorbei war. Dann hat die Familie geweint. Es war alles im Radio. Sonst hat es nichts gegeben. Und dann haben sie mich ins Bett gesteckt. Das hieß früher so: Ins Bett stecken tut man die Kinder. Heute lässt man sie schlafen gehen. Aber damals steckte man sie ins Bett. Und die sind hinauf zu meiner Großmutter gegangen. Es war ein großes Einfamilienhaus. Das waren ursprünglich Mautner Markhofs gewesen, dann haben sie in der Kriegsanleihe im ersten Weltkrieg alles verloren, aber das Haus gab's noch und gibt's heute noch auf der Landstraße. Ich war im Bett, bin aber nach einiger Zeit aufgestanden, im Pyjama hinaufgegangen und hab gesagt: "Warum kann ich nicht bei euch sein? Ich weiß doch genau, was los ist." Da war ich achteinhalb. Da wusste ich doch schon, selbstverständlich nur im Groben, was politisch passiert war. Und das war für uns eine ganz, ganz schlimme Sache, weil wir nach Hitlers Gesetz Halb- oder Vierteljuden, also Mischlinge waren, sowohl vom Vater wie von der Mutterseite her. Und man wusste damals schon, was in den Jahren vorher in Deutschland mit den Juden geschehen war. Es gab schon Konzentrationslager. Ich weiß nicht, wie weit das meine Eltern gewusst haben, das habe ich nie herausgefunden. Meine Eltern haben mich wohl die ganzen Jahre nicht von allem informiert, was sie wussten. Wohl um mich zu schonen, wohl auch, um mich in der Schule nicht verplappern zu lassen. Ich weiß es nicht genau, wie viel sie wirklich gewusst haben. Aber es war klar, dass jetzt eine schlimme Zeit wird. Mein Vater hat versucht, im Ausland eine Position zu bekommen. Das ist ihm nicht gelungen. Er hat keine Zusage bekommen für eine für ihn sichere Stellung. Er hat den Großeltern, die schon im Sommer 1938 in die Emigration gegangen waren, gesagt, er wird versuchen, es in Wien durchzustehen. Er glaubt, das geht besser als irgendwo im Ausland ohne eine finanzielle Sicherheit. Er war die ganze Zeit arbeitslos, weil Halbjuden, er war Halbjude, nicht in geistigen Berufen arbeiten durften. Er war die ganzen sieben Jahre arbeitslos. Er hat aber trotzdem ein wenig Geld verdient, sehr wenig. Weil der Verlag Anton Scholl und Co, bei dem er vorher als Prokurist beschäftigt war, ihn zwar rausgeschmissen hat als Mischling, aber schwarz weiterarbeiten lassen hat. Und zwar zu Hause. Aber er hat Bücher korrigiert, er hat alles Mögliche getan, er hat eine große Bibliothek gehabt. Bücher waren seine große Leidenschaft. Das war mit ein Grund, warum er nicht in die Emigration ging. Er hätte die 30.000 Bücher, die er hatte, verloren. Und so sind wir geblieben und haben dieses ... .. ganze wunderbare Dritte Reich durchgestanden. Ich hab natürlich mit dem Größerwerden gewusst, was los ist und welche Gefahr vor allem für meinen Vater bestand. Und bis zu Stalingrad haben mein Vater und ich das Gefühl gehabt, wir werden das nicht überleben, weil sie uns holen werden. Da wusste man doch schon von den Lagern und von den verschwundenen Juden und auch Halbjuden. Meine Mutter, die aus dem Mautner-Stamm kam, war Vierteljüdin nach Hitler. Vorher hat es das nicht gegeben. Das Jüdische haben wir nie zur Kenntnis genommen. Wir waren ... Schon mein Großvater war getauft. Dass hat für uns keine Rolle gespielt bis zu diesem Augenblick. Mein Großvater war Kunsthistoriker und war fast 30 Jahre Direktor des Kunsthistorischen Museums. Zuerst Beamter und dann Direktor. Er war ein weltbekannter Kunsthistoriker. Er hat die ganze Breughel-Sammlung aufgearbeitet in einem großen Breughel-Buch. Und daher war Kunst auf jeden Fall in der Familie. Mein Vater war an sich ... Er hatte Literatur, also Germanistik und Kunst studiert und mit 24 Jahren das Doktorat gemacht. Sehr, sehr früh. Er hat in Heidelberg studiert und in Wien. Es war von der Seite meines Vaters her eine mit der Kunst verbundene Familie. Die Mautners waren Industrielle. Von meiner Großmutter und der Mutter meiner Mutter her kam das. Aber es waren gebildete, studierende Menschen, die ins Konzert gegangen sind, alle musiziert haben. Meine Mutter und ihre jüngeren Geschwister haben Quartett gespielt, meine Großmutter Klavier, und ich musste auch, sehr widerwillig, Klavier spielen lernen. Ich habe das möglichst vermieden. Aber ... .. sehr früh ist in meinem Leben die Beziehung zum Theater gekommen. Und zwar war die Schwester meines Vaters mit dem Anton Edthofer verheiratet, einem Schauspieler, der damals einer der großen Lieblinge Wiens war. Und nach dieser ersten Ehe war sie mit Paul von Hernried verheiratet, der später als Paul Henreid in Hollywood große Filmkarriere gemacht hat. Das Verrückte war, dass meine Großmutter, die auch als Mauntner Markhof eine Halbjüdin war nach den damaligen Gesetzen, in ihrem Besitz geblieben ist. Das große Haus an der Landstraßer Hauptstraße hat die ganzen sieben Jahre überstanden. Ich nenne das immer "das Wunder unseres Überlebens in dieser Zeit". Das war ... .. immer mit Angst verbunden, jeden Tag mit Angst verbunden. Wenn es an der Türe geläutet hat, hat man das Gefühl gehabt, jetzt wird man geholt oder jetzt ist es vorbei. Es kam nicht. Es war ein reines Wunder. Dieses Wunder ... hat es gegeben. Es hat auch andere gegeben, einige ganz wenige, denen es so gut gegangen ist wie uns. Das war ein Wunder des glücklichen Überlebens. Mein Vater hat in dieser Zeit sehr oft tief depressiv gesagt: "Das werden wir nie überleben und die werden den Krieg gewinnen." "Die" waren die Deutschen oder die Nazis oder so. Für uns waren das "die". Und dann war wieder irgendein politischer Vorgang, wo er gesagt hat: "Es schaut doch ganz gut aus." Das ging bis Stalingrad, wo es sichtlich eine Wende gegeben hatte, eine Hoffnung für uns, zu überleben. Es ist für einen Buben schon merkwürdig, wenn er ... nicht damit rechnet, aber doch davor Angst hat, diese Zeit, diese Kinder- und Jugendzeit, nicht zu überleben. Ein besonderer Glücksfall war: Mein Vater war im ersten Weltkrieg Fähnrich. Ich glaube, das war so der niedrigste Offiziersrang gewesen gerade noch 1917/18. Nach einem seltsamen Ehrenkodex hat die Wehrmacht am Anfang keine Offiziere jüdischer Herkunft aufnehmen können als Offiziere. Und andererseits wollten sie sie auch nicht degradieren und als "Gemeine" einberufen. So musste er eine Zeit lang nicht zum Militär. Dann, wie der Krieg sich gesteigert hat, haben sie diese Leute doch einberufen. Und mein Vater ... .. hatte eine Einberufung zur Musterung. Und sagte: "Jetzt ist's aus. Jetzt ist's vorbei." "Jetzt werd ich eingezogen und jetzt werd ich sterben, weil die uns an die Front schicken werden." Er ging zu der Musterung und kam dort hinein. Und da saß ein Arzt und hat gesagt: "Setzen Sie sich her. Wer sind Sie?" Mein Vater hat ein bisschen erzählt, nicht lang. Und dann hat dieser Arzt, dieser Militärarzt, gesagt: "Ja, aber Sie sind ja schwer herzkrank." "Sie können nicht in die deutsche Wehrmacht aufgenommen werden." Er hat ihm das Leben gerettet. Und das gehört zu diesem merkwürdigen Teil, den ich so gerne einmal schildern will: Der Menschen, die sich da gut benommen haben. Ich hab nachher immer gesagt: "Wenn wir wüssten, wie der geheißen hat, würden wir gerne nachher ihm das Leben vielleicht retten." Denn er war ein Wehrmachts... oder mehr Arzt, der wahrscheinlich mehr Menschen geholfen hat. Mein Vater kam nach Hause und hat gesagt: "Ich muss nicht zur Wehrmacht, nicht an die Front." Was zu wenig bekannt ist, ist das, was mein Vater später dann die "innere Emigration" genannt hat. Nämlich eine doch nicht geringe Anzahl von Menschen, die stark gegen den Nationalsozialismus war und die sich immer wieder geäußert hat. Natürlich nicht verbal. Aber zum Beispiel gab es eine seltsame Geschichte: Es gab in der Schottengasse ein Hutgeschäft. Und dieser Hut-Fabrikant hat Steirerhüte erzeugt mit vier Schnüren. Vier. Und diese vier Schnüre waren unter uns als das "Vierte Reich", also das Nachher ... bekannt und waren ein Erkennungszeichen. Man hat sich auf der Straße gesehen und hat gesehen: Der ist wie wir gegen Hitler. Das glaubt mir niemand, wenn ich es erzähle, es war aber so. Und es gab immer wieder solche Dinge. Mein Vater, der ja nicht arbeiten durfte, aber mit Büchern so vertraut war, ist jeden Tag durch die Buchhandlungen der Inneren Stadt gegangen und hat in Antiquariaten gestöbert. Natürlich waren die Bücher von Anti-Nazis oder Juden oder etc. verboten zu verkaufen. Aber ein Antiquar, der so 3000 Bücher hatte, hat nicht erst mal alle ausgemustert, die er nicht verkaufen kann, sondern die standen dort. Und mein Vater hat dann aus diesen einzelne Sachen herausgesucht. Den Schnitzler und so weiter, Juden. Und politische, russische Literatur, kommunistische Literatur etc. Immer wieder so einzelne Sachen. Und sah dabei auch andere Menschen, die auch Bücher ausgesucht haben im Antiquariat. Und dann hat sich plötzlich ergeben: "Der sucht auch diese Dinge." "Aha, der dürfte auch ein Solcher sein." Und so entstand ein ... Dann hat mein Vater den sehr vorsichtig ins Gespräch gezogen, und dann hat sich herausgestellt, dass der auch ein Anti-Nazi war. So entstand ein ganz seltsames Netzwerk von Menschen, die einander Hoffnung gemacht haben. Ich habe dann durch die Begegnung mit dem Anton Edthofer, diesem Kurzzeit-Onkel von mir, der ein berühmter Schauspieler war und der mit meinem Vater auch nach der Ehe-Scheidung gut war, einen Stammtisch kennengelernt. Der hat sich in der ... .. neben der Tuchlauben in der Gösser Bierstube jeden Mittag zusammengefunden. Es waren hauptsächlich Schauspieler, aber auch Regisseure wie Heinz Hilpert. Alle möglichen Leute waren dort: der Walter Richter, der Axel von Ambesser. Die kamen zusammen und waren ein absolut antifaschistischer, antinazistischer Stammtisch in sehr vorsichtigem Gespräch. Der Wirt selber war ein großer Nazi, glaube ich, hat ihnen aber den Stammtisch gelassen. Wahrscheinlich hat er auch gewusst, was das war. Das sind die Dinge, die ich nie verstehe. Zum Beispiel war ich auch in meiner Schule als Mischling bekannt, der einzige in der Klasse. Es muss in der Klasse eine ganze Menge von Nazis und Nazi-Buben oder Nazi-Eltern gegeben haben. Es hat mir nie jemand etwas Böses angetan oder auch nur Juden-Bub gesagt oder beschimpft oder irgendetwas. Auch von den Lehrern nicht, es war das Akademische Gymnasium, auch nicht der Direktor, der in SS-Uniform über die Gänge gestiegen ist. Er hat zwar mitgeteilt, dass er keine Schulgeldermäßigung für Mischlinge ... .. geben kann, aber er hat mich nie schlecht behandelt. Das sage ich gerne, weil es ja vor allem in Amerika immer heißt: Alle, die da waren, waren Nazis. Das war natürlich nicht so. Dieses seltsame Netzwerk von Menschen, die dagegen waren, hat sich im Lauf der Jahre auch gesteigert, als man sah, dass es doch nicht so toll war, wie die am Anfang, '38, gedacht hatten. Da hat es immer mehr gegeben oder man hat sich mehr zusammen- gefunden auf seltsamen Wegen. Dieses Netzwerk hat zum Beispiel auch dazu geführt, dass der Bäcker Ratz in der Favoritenstraße 46, der eigentlich ein Musikhistoriker und Schönbergschüler war, den Menschen Brot gegeben hat. Denen, von denen er wusste, dass die es schwer hatten mit den wenigen Lebensmitteln und dem wenigen Geld. Und ich konnte jede Woche einmal mit einem Sack voll Brot nach Hause zurückkommen, das er mir gegeben hatte. Obwohl es natürlich Brotmarken gab, hatten wir mehr Brot als jeder andere. Es waren aber nicht nur wir, auch viele andere. Anton von Webern, der Komponist, den habe ich dort kennengelernt. Die kamen einmal in der Woche sich ihr Brot holen. Dass der Bäcker Ratz außerdem in dieser seiner Wohnung dort Juden versteckt hatte, haben wir natürlich nicht gewusst. Das haben wir auch erst nachher erfahren. Er war einer dieser aufrechten Menschen, die ihr eigenes Leben ... .. riskiert hatten. Man darf nicht vergessen: Jede solche Tat, ob die des Arztes oder die des Bäckers Ratz oder jedes Gespräch, jeder erzählte Witz konnten zur Anklage, zum Konzentrationslager oder zum ... .. Tod führen. Trotzdem ist das gelaufen in der Stadt. Und der Antiquar Hinterberger war auch ein Anti-Nazi. Und jener Arzt hat auch geholfen, auch andere Ärzte, falsche Dinge zu behaupten, Menschen Krankheiten zuzuschreiben, um zu helfen. Mein Onkel, der Bruder meiner Mutter, war Ahnenforscher oder Sippenforscher, so hieß das damals. Er hat mit Hilfe von katholischen Pfarrämtern in Niederösterreich für Juden für den Ariernachweis falsche Angaben von katholischen Pfarrämtern gegeben. Taufscheine wurden gefälscht, um die reinzuwaschen von ihrer jüdischen Vergangenheit. Alles das hat es gegeben. Natürlich wissen die Historiker das. Aber das war für uns, für die Mitglieder dieses Netzwerks ein Lebenselixier. Dieses Lebenselixier kann man sich nicht vorstellen. Der Stammtisch in der Gösser Bierstube, dieser Anti-Nazi-Stammtisch, leise und heimlich, aber doch in dieser Gruppe, hat mich bewogen, überhaupt zum Theater zu gehen. Ich habe mich wahnsinnig interessiert. Ich konnte dadurch dann und wann in die Josefstadt gehen. Und ich hab mich dann entschlossen, da ich mich nicht schön genug fand, um Schauspieler zu werden, Regisseur zu werden. Ich war 13 ungefähr, da hab ich mich entschlossen. Der Stammtisch ... Edthofer hat mir dann und wann ein Fünfmarkstück geschenkt, obwohl er ein sehr geiziger Mann war. Und ich hab mich am Theater begeistert. Ich erinnere mich aber auch an diese merkwürdige Geschichte, dass in dem Ensemble der Josefstadt, auch unter der Führung von Heinz Hilpert, zum Großteil Anti-Nazis waren. Das hat der Goebbels auch gewusst. Er schreibt in seinen Tagebüchern: "Die Josefstadt ist ein KZ auf Urlaub." Dieser Stammtisch hat auch für mich eine Erinnerung gebracht: Wir haben den Edthofer mal wieder getroffen, mein Vater und ich. Da hat der Edthofer gesagt: "Jetzt hat's die Paula erwischt." Paula Wessely war damals ein Mitglied der Josefstadt. Ich hab nachher meinem Vater gefragt: "Was heißt das?" Und mein Vater hat mir erklärt, dass die Wessely von Goebbels gezwungen wurde, diesen Film "Heimat" zu spielen. Edthofer hat dazu gesagt: "Deswegen hab ich im Jahr '38 aufgehört zu filmen, damit mir das nicht passiert." "Weil da kann man nicht Nein sagen und die Wessely hat auch nicht Nein sagen können." Ich bin fest davon überzeugt, dass die Wessely nie ein Nazi in diesem Sinn war. Sie war von Juden umgeben gewesen vorher. Aber sie hat diesen Film machen müssen und gemacht. Ich finde, das ist so vereinfacht, zu sagen: "Das waren Nazis und das waren keine Nazis." Das ist für mich ein wichtiges Thema, auch in Filmen, die ich gemacht habe. Na ja, und wenn ... Wenn man so über diese Fragwürdigkeit der Zeit redet und dann natürlich auch des Endes: Für uns war ein unbeschreiblicher Jubeltag, der, an dem die Russen kamen. Wir haben wochenlang im Keller gelebt gehabt, im Keller des Hauses. Es waren die Kriegshandlungen zu hören, die Stalin-Orgeln etc. Es kamen die Fliegerangriffe nachts von den Engländern und tags von den Amerikanern. Von den Amerikanern aus dem Süden, aus Italien, und von den Engländern. Das haben wir alles gehört im Keller, auch mitgekriegt. Ich habe auch mal eine ... eine Bombe, eine glühende Brandbombe mit der Hand aus dem Dachboden hinausgeschmissen in den Garten. Wir waren mitten im Krieg, nicht? Und eines Morgens war es still. Es war der 10. April '45. Es war still. Da sah ich oben in St. Marx die ersten Infanteristen, die ersten Russen um die Ecke kommen. Einzeln in die Häuser, Haustore hinein und wieder raus. Weil die noch Todesangst hatten, dass sie erschossen werden. Es war Infanterie, also Mann gegen Mann. Und ich bin runter und hab gesagt: "Die Russen sind da." Und es war der 10. April, der größte Jubeltag meines Lebens. Wir hatten es überlebt! Es war für alle Menschen damals so. Überlebt hatten sie ja alle, es war vorbei. Es wurde auf den Straßen getanzt. Es war die Befreiung! Und der Begriff "Befreiung" war für uns etwas ganz, ganz Großes. Dass sich das später bald wieder verändert hat, das wissen wir. Aber es war ein unbeschreiblicher Jubel. Und wir haben alle geglaubt ... Ich war schon fünfzehneinhalb, ich wusste schon ein bisschen was vom Leben. Wir haben alle geglaubt, wir werden dieses zerstörte, unter Schutt und Asche begrabene Stadt-Zentrum, wir werden dieses Land Österreich, neu aufbauen. Wir werden es aufbauen und alles das, was da war, der Faschismus, der Rassismus und natürlich alles derartige wird nie wieder kommen. Die Menschen werden gelernt haben, wo das hinführt. Und es wird nie wiederkommen. Das war eine große Zeit des Wiederbeginns. Und für mich war dann wieder Schule. Es war ein bisschen lächerlich, wenn dann der Lateinprofessor irgendwas geprüft hat und ich hab keine Ahnung gehabt. Denn inzwischen haben wir versucht, zu überleben. Ich habe ihm gesagt: "Wissen Sie, ich hab andere Sorgen gehabt, als im Keller Latein zu lernen." So war die Matura im nächsten Jahr eigentlich ein Kinderspiel. Und dann war man raus aus der Schule. Ich bin am 1. September 1939, am ersten Kriegstag, in das Akademische Gymnasium eingetreten. Der erste Kriegstag war mein erster Gymnasiumstag auch. Und ich habe 1947 Matura gemacht. Und dann diese unbeschreibliche Stimmung des Aufbaus des wiedererlangten Österreich und des Neuaufbaus! Es gab die Möglichkeit, ins Reinhardt Seminar zu gehen und Schauspieler zu werden. Es gab keine Regielehre. Dann dachte ich, doch über Schau- spieler, ohne dass ich spielen will. Ich habe im Herbst nach der Matura dort die Aufnahmeprüfung gemacht und bestanden. Und ich bin dann in den Unterricht gegangen. Dort war eine Frau, eine Professorin, ich sage den Namen nicht. Die hat uns gefragt, welche Rollen wir gerne mit ihr studieren wollen. Und ich, literaturbeflissen, ich hab ja nur gelesen die ganzen Jahre, unter der Bettdecke gelesen und englisches Radio gehört in der ganzen Nazizeit nachts. Ich habe sehr viel gelesen und habe "Leonce und Lena" von Büchner vorgeschlagen. Und ich will den Leonce arbeiten mit ihr. Sie hat mich angeschaut und gesagt: "Der Leonce ist ein Liebhaber. Das ist keine Rolle für Sie." "Sie könnten den Brackenburg im 'Egmont' studieren." Das ist der, der sie nicht kriegt im "Egmont". Und daraufhin bin ich hinausgegangen und bin zur Helene Thimig, die das Seminar geleitet hat, gegangen und habe gesagt: "Ich steige hier aus, weil Komplexe habe ich selbst genug." "Um Komplexe zu bekommen, gehe ich nicht in das Reinhardt Seminar." "Danke schön." Das war aber dieser Jahrgang, wo die alle drin waren, der Otto Schenk und die Lotte Ledl und ... Da war ich draußen aus dem. Ich bin auf die Universität gegangen und habe Theaterwissenschaften inskribiert. Das war noch bevor der Herr Kindermann, diese zweifelhafte Figur, zurückgekehrte. Der war ein Mords-Nazi gewesen. Dort habe ich versucht, mich dem Theater über die Wissenschaft zu nähern. Da war Werner Krauß ... Es war unvorstellbar, wer da alles an diesem Tisch war. Dann habe ich doch meinen Mut zusammengefasst und bin zu Herrn Viertel gegangen und habe gesagt: "Herr Viertel, erinnern Sie sich an mich?" Er hat gesagt: "Nein, wieso?" Ich hab gesagt: "Ich war einmal in den Proben." "Aha." Er hatte keine Ahnung. Ich war unscheinbar wie immer im Leben. Dann hab ich gesagt: "Ich hab eine große Bitte." "Walter Davy ist doch jetzt nicht mehr da." "Ich möchte gern Assistent bei Ihnen sein." Er hat gesagt: "Das Burgtheater hat feste Assistenten." "Das ist ganz ausgeschlossen." "Ich habe meinen Assistenten. Leider nein." Dann habe ich gesagt: "Das ist wichtig, ich muss das." "Geht das nicht irgendwie?" "Nein, ich hab gesagt, es geht nicht." "Wir fangen morgen an mit der Bauprobe." Nach der Premiere war das das nächste Stück im Akademietheater. Da habe ich gesagt: "Ja, aber kann ich nicht wenigstens auf diese Bauprobe? Ich weiß nicht, was das ist." "Kann ich da nicht kommen?" Er hat gesagt: "Das ist um zwei morgen." "Aber ich habe Ihnen schon gesagt, das geht nicht." "Wir haben alles. Frau Ledin macht die Regieassistenz." "Es ist alles festgelegt." Dann hab ich gesagt: "Vielleicht kann ich morgen auf die Bauprobe wenigstens kommen." Er hat geseufzt: "Dann kommen Sie morgen um zwei zum Theater." Dann ging ich dorthin. Und ... Dann sagte er: "Ach, das sind Sie." Das werd ich nie vergessen. An der Ecke beim Bühnenportier. "Ach Gott." Frau Ledin war schon da, die feste Regieassistentin des Burgtheaters. Er hat zu ihr gesagt: "Da ist ein junger Kerl, der will unbedingt Assistent werden." "Ich habe ihm schon gesagt, dass es aussichtslos ist." "Wir haben ja feste Regieassistenten." Da hat die Frau Ledin gesagt: "Der will das?" Ich sagte: "Ja, ich will das unbedingt." "Unbedingt!" Dann hat sie gesagt: "Können wir ihn nicht als Zweiten einfach mitnehmen?" Und da hat der Viertel gesagt: "Na ja, dann soll er halt." So. Schnitt. Die nächste Produktion habe ich schon als erster Regieassistent gemacht: Shakespeare, "Richard II". So war ich fünf Jahre Regieassistent bei Berthold Viertel. Bis zu seinem Tod. Die erste Regie, die ich am Theater gemacht habe, war eine Kellertheaterregie. Der mit mir gleichaltrige Erich Neuberg, der eigentlich Erich Nechradola hieß, hat das Theater am Parkring als erstes Kellertheater gegründet. Neben dem Theater der Courage, das es seit Jahrzehnten gab, schon vor Hitler. Er hat das erste junge Kellertheater Wiens gegründet. Und dort sind wir alle hergekommen. Der ... Der Qualtinger und der Schenk und der ... Der Kehlmann hat auch dann das Theater der ... .. das Studio der Hochschulen gegründet. Es sind dann solche kleinen Theater entstanden. Aber der Neuberg war der erfolgreichste von diesen jungen Theaterleuten. Und da habe ich dann auch, weil ich Assistent vom Viertel war und wir uns kannten von der Uni ... Da hat die Uni schon eine gewisse Rolle gespielt, und er hat mich da zum ersten Mal inszenieren lassen. Ich habe das Stück "Arsen und Spitzenhäubchen" inszeniert. Und das habe ich mit großer Lust gemacht. Ich habe ja sehr, sehr viele Lustspiele ... .. Lustspiele inszeniert. Und am Tag der Premiere haben mich Oscar Fritz Schuh und Axel von Ambesser, zwei Regisseure, bei denen ich auch Assistent war ... Ich war nicht nur bei Viertel, sondern auch bei Gielen und anderen Regisseuren des Burgtheaters Assistent in diesen fünf Jahren. Da haben mich die beiden angerufen und gesagt: "Sie haben heute Abend Premiere." Sein Sie nicht unglücklich, das kann nicht gut gehen." "Nach dem zweiten Weltkrieg will niemand etwas von Leichen sehen." "Dort sind lauter Leichen, in dieser Komödie." "Das geht nicht." In Deutschland haben sie versucht, das Stück zu spielen. Es sei überall durchgefallen. Die Leute wollen keine Leichen sehen. Ich hatte an diesem Abend einen wahnsinnigen Erfolg, vielleicht einen der größten meines Lebens. Es wurde drei Monate ausverkauft gespielt, bis zum Sommer. Im Herbst haben wir es weiter- gespielt in einem anderen Theater. Das war meine erste wirkliche Inszenierung. Und im Herbst ist der Viertel gestorben. Ich dachte: Jetzt bin ich Regisseur. Jetzt habe ich ja ein Erfolgsstück gemacht. Jetzt werden alle kommen und mich engagieren. Ich habe dem Burgtheater, wo Herr Rott, ein uninteressanter Mann, Direktor wurde, Adieu gesagt und habe gewartet. Es kam nichts. Dann bin ich nach München gefahren und dort kam auch nichts. Dann wollte ich nicht mehr zurück und wollte doch ... Und im Winter '53, '54 ... 1953 im Herbst war Viertel gestorben. Da bin ich dann doch nach Wien gefahren zu meinen Eltern. Es hatte ja keinen Sinn mehr. Und ich hab auf der Straße den Walter Davy getroffen, der damals mein Vorgänger bei Viertel gewesen war. Und ... er hat gesagt: "Wie schaust denn du aus?" Ich hab gesagt: "Ja, ich hab nichts zu fressen." "Es ist wirklich so. Das sieht man mir jetzt an." Da sagte er: "Das ist ja lächerlich." "Komm morgen um neun in den Sender Rot-Weiß-Rot." Und dann kam ich am nächsten Morgen in die Seidengasse, wo dieser amerikanische Sender war. Die Russen und die Amerikaner hatten jeder einen Sender. Die Engländer in Graz, glaube ich, und die Franzosen in Innsbruck. Ich kam in den amerikanischen Sender und da hat er gesagt: "Du kannst hier mit mir zusammen Regie führen." "Wir machen den 'Watschenmann' jeden Sonntagmorgen." "Du kannst den mit mir zusammen machen." Ich habe auch gleich geschrieben für den "Watschenmann" und mit Leidenschaft Radio gemacht. Mit großer Leidenschaft. Radio war damals eine große Sache. Das war alles noch '54. Ich hatte einen dieser Neun-Uhr-früh-Tage bei Rot-Weiß-Rot. Ich bin mit dem Autobus hingefahren und Ecke Neubaugasse, Mariahilfer Straße ausgestiegen. Und da kam, jeden Tag hab ich das gesehen, auch ein anderer Mann, der auch um neun Uhr da ausstieg. Ein kleines Männchen. Der hat bei einer solchen Fahrt gesagt: "Was machen Sie eigentlich?" "Sie haben immer so Stücke oder Texte. Was machen Sie?" Hab ich gesagt: "Ich bin bei Rot-Weiß-Rot Regisseur." Da hat er gesagt: "Interessiert Sie Film auch?" Ich hab gesagt: "Film interessiert mich am allermeisten." "Ich möchte unbedingt zum Film." Er sagte: "Ich bin Produktionsleiter bei Schönbrunn-Film." "August Rieger ist mein Name." "Kommen Sie doch mal zu uns nach dem Sender." Dann bin ich dorthin, und so habe ich angefangen. Nachdem ich schon Regisseur war oder dachte gewesen zu sein, und mit der Zeit schon Stücke gemacht habe. Dann kam das Volkstheater, Volkstheater in den Außenbezirken. Und ich habe schon einzelne Sachen gekriegt. Aber vor allem hab ich dann Film gelernt als Regieassistent. Noch mal vier Jahre von der Pike auf: Nur Praxis, Filmregieassistenz. Bis ich im Jahr '57 dann meinen ersten Spielfilm machen konnte, vier Jahre später. Da war ich der jüngste Regisseur im deutschsprachigen Raum. Da waren damals nur lauter alte Herren Regisseure. Junge hat's nicht gegeben. Es ist ja jedermann bekannt, dass mit dem Beginn des Fernsehens, nach '55 hat es angefangen und hat sich hochgearbeitet, der Film immer unwichtiger wurde. Die Leute sind nicht mehr ins Kino gegangen, sondern haben sich die Sachen zu Hause angeschaut. Der österreichische Film ist gestorben. Ich habe noch einen der letzten Heimatfilme als ersten Film gemacht: "Der Pfarrer von St. Michael". Ich hab gedacht, ich mache das ganz unkitschig, nichts Antel, nichts Lederhosen. Sondern ich mach eine tragische Geschichte. Der Pfarrer von St. Michael und der junge Mann, junge Bub. Wenn man es heute sieht, ist es genauso kitschig und schrecklich wie die anderen Heimatfilme. Aber ich habe geglaubt, ich ... Ich habe den ärmsten Ort ausgesucht, nicht das putzige Örtchen mit den schönen Häusern und dem Kircherl. Der ärmste Ort war Johnsbach in der Steiermark. Es sollte alles herb und realistisch sein. Wenn man's jetzt ansieht, schaut's aus wie alle anderen Heimatfilme. Aber es war so entstanden. Ich war eben von '54 bis '57 Regieassistent gewesen, vier Jahre. Dann hat der Produzent von der Schönbrunn-Film gesagt: "Warum macht nicht gleich der den Film?" "In Wahrheit macht's ja eh der schon." Ich hab bei vielen Regisseuren sehr eingegriffen in die Regie. Es gab eine eigene Art, Werbung zu machen. Es musste zu einem kurzen Werbefilm ein zweiminütiger Film produziert werden. Unterhaltend, damit die Leute das gerne sehen und dadurch auch die Werbung sehen. Da haben wir mehrere Serien erfunden, unter anderem diesen berühmten Würstelmann, "Heiße am Samstag", das lief am Samstagabend. Die Sendung hat zwei Minuten gedauert. Und dann die Werbung 30 Sekunden. Und wir haben vorgeschlagen ... Ich war damals sehr befreundet mit dem Schenk und habe gesagt: "Ich möchte mit dem Schenk und dem Fredi Böhm eine Würstelstand-Geschichte machen." Wir bauen einen Würstelstand. Das sollte aktuell sein. Wir haben immer zwei Stücke für zwei Wochen gedreht. Und dann wieder zwei und wieder zwei. Es sollte aktuell sein. Als Chruschtschow und Kennedy sich in Wien getroffen haben, mussten wir dazu etwas machen, zu den aktuellen Themen. Und der Carl Merz, der mit dem Qualtinger schon "Der Herr Karl" geschrieben hatte, hat das mit Schenk und mir zusammen geschrieben und erfunden. In Salzburg gab es auf dem Markt eine Reihe von Würstelständen. Wenn ich mit dem Schenk da vorbeigegangen bin, sind die Würstelmänner gekommen und haben geschrien: "Kommen Sie zu uns! Kommen Sie!" "Sie haben uns den ganzen Beruf gerettet." Würstelmann. Nur mit zwei Minuten in der Woche Samstagabend. Die Leute sind nicht ausgegangen, nur damit sie den Würstelmann sehen können. Ein unbeschreiblicher Erfolg. Dann ist das deutsche Fernsehen gekommen und ich hab da sehr, sehr viel gemacht. In allen Städten: in Hamburg und in München sehr viel, in Baden-Baden, später sehr viel bei der Bavaria. So ist es zu dieser ungeheuren Zahl von über 400 Halbstundenfilmen gekommen, und ungefähr 70 bis 80 abendfüllenden Fernsehspielen. Und nebenbei immer auch Theater zwischendurch. Und wirklich in allen Theatern. In, in ... Dann sechs Jahre am Burgtheater, an der Josefstadt, am Volkstheater, an der Volksoper, in Salzburg am Landestheater. In Köln, in Dortmund, in Darmstadt, in Hannover, überall. In Berlin, in München, überall habe ich inszeniert. An die 100 Theaterinszenierungen. Ein unbeschreibliches Riesenwerk. Aber im Rückblick mit Sternstunden und mit sehr viel, ... was ich bedaure, nicht genügend Durchdachtem. Ich habe mich als Handwerker gesehen, als der, der einen Auftrag übernimmt. Nicht als Architekt, sondern als Baumeister. Als Baumeister, der den Auftrag kriegt: "Da ist das Stück. Machen Sie das." Das, glaube ich, ist ein großer Fehler in meinem Leben gewesen. Und ich glaube auch, dass die Erfolge ... Der "Schüler Gerber" war ein Glücksfall. Weil der "Schüler Gerber" ist ein Roman, der sich unglaublich gut eignet zum Verfilmen. Aber ... So die ... paar großen Erfolge waren auch Glücksfälle. Am Theater war es auch nicht unähnlich. Ich war immer der Durchführende, der Baumeister, nicht der Architekt. Natürlich bin ich durch diese ... .. "Bauaufträge", wenn man das so sagen will, viel weg gewesen, aber ich habe Wien trotzdem immer als das Zentrum gesehen. Ich habe auch meine Familie in Wien gehabt. Und ich bin jeden Freitagabend über Jahrzehnte mit dem Flugzeug von überall in der Welt nach Wien, nach Hause gefahren, geflogen, und Sonntagabend wieder weg. Mit Ausnahme von Irland, wo die Verbindungen nicht gut genug waren. Ich habe dort einen Film mit Rühmann gedreht. Ich bin immer nach Wien, immer nach Wien. Ich habe Wien auch bei den Arbeiten zum Zentrum gemacht oder als Zentrum gehabt und habe die Entwicklung der Stadt, wenn man will auch, mitgeprägt ist übertrieben, jedenfalls miterlebt und hab wahnsinnig gerne da gearbeitet. Auch wenn die Anderen im Fernen Orient oder in Süd-Ost-Asien gedreht haben. Ich habe immer in Purkersdorf gedreht oder in Baden bestenfalls und sonst in Wien. Es ist kein Wunder, dass so viele Filme in Wien entstanden sind. Auch der Film, der '38 die Oscar-Nominierung hatte. Der hieß ja eigentlich: "Auch das war Wien". Der Roman von Friedrich Torberg heißt so, nach dem der Film gedreht worden ist. "Auch das war Wien" hat mich beschäftigt. Ich hab diese Stadt geliebt, ich habe ... Das ganze Österreich ... Ich hab mir immer vorgestellt, dass Österreich etwas anderes als Deutschland ist, ganz eindeutig anderes, und dass das Meines ist. Und vielleicht habe ich deswegen so gerne Schnitzler inszeniert, weil das mein Zentrum war und ist. Und ich liebe die Stadt und ihre Entwicklung, die wir zeitweise sehr kritisch gesehen haben. Wir haben gesagt: "Jetzt wird ein Museum aus Wien gemacht." "Statt dass man moderne Architektur baut, wird das Alte wieder aufpoliert." Das hat doch einen großen Reiz. Ich bin nach wie vor sehr gerne in Wien und werde auch hierbleiben und möcht gerne ... Mein Vater, der die Museen der Stadt Wien geleitet hat über 15 Jahre, hat ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof bekommen, in dem auch meine Mutter liegt. Im Grunde möchte ich da sehr gerne hineinschlüpfen.

Wolfgang Glück (Regisseur)

Wir und Wien-Erinnerungen Wolfgang Glück zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der österreichischen Theater, Opern, Film und Fernsehgeschichte. Neben seiner sechsjährigen Tätigkeit am Wiener Burgtheater inszenierte er an der Josefstadt, am Volkstheater, bei den Wiener Festwochen, den Salzburger und Bregenzer Festspielen, aber auch an zahlreichen europäischen Bühnen wie Zürich, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Bonn oder Dortmund. Seine Liebe gehört seiner Heimatstadt Wien, deren Kultur-und Geistesleben er über lange Strecken mitgeprägt hat.

Länge: 50 Min. 12 Sek.
Produktionsdatum: 2013
Copyright: Stadt Wien

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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