Wiener Charta geht in die nächste Phase

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

20.04.2012


Copyright:

Stadt Wien


Die Wiener Charta könnte ein Projekt sein, das Wien und vor allem seine Bewohnerinnen verändert. Dabei geht es um Themen, die viele Menschen in unserer Stadt beschäftigen und bewegen. Nun stehen die Chartagespräche auf dem Programm.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Haben Sie schon von der Wiener Charta gehört? Sie wird Ihnen in den kommenden Monaten des Öfteren unterkommen. Vielleicht beteiligen sie sich ja auch aktiv daran? Denn sie betrifft uns alle, die wir in Wien leben und wohnen. Die erste Phase dieses Großprojektes ist nun abgeschlossen, der Charta-Beirat, eine Gruppe von sechs Personen aus unterschiedlichen Bereichen, hat nun die Themen vorgestellt, um die es in den kommenden Monaten gehen soll."

Die Wiener Charta könnte ein Projekt sein, das Wien und vor allem seine BewohnerInnen verändert. Dabei geht es um Themen, die viele Menschen in der Stadt beschäftigen und bewegen. Diese Bereiche des Miteinanderlebens werden jetzt beleuchtet und alle Menschen dieser Stadt sollen ihre Meinung und Bedürfnisse in die Seele Wiens fließen lassen.

In einer ersten Phase wurden zunächst die Hauptthemen aus den vielen Einsendungen und Telefonaten herausgefiltert und eines der Hauptanliegen lautet: Respekt und Wertschätzung -, ganz egal, in welchem Bereich.

Peter Pawlowsky, Journalist und Charta-Beirat: "Was bedeutet das? Einander zuhören, miteinander reden und feiern - das sind Wege zu einer guten Nachbarschaft. Manchen kommt es so vor, als würden die Menschen einander wie Konkurrenten oder gar wie Feinde begegnen. Dagegen wird etwas sehr Einfaches vorgeschlagen: nämlich mehr zu lächeln, einander in die Augen zu schauen und beim freundlichen Grüßen keine Ausnahmen zu machen."

Ob beim Autofahren, in der Begegnung der Generationen, beim türkischen Bäcker oder der lesbischen Lehrerin. Es geht desweiteren um Sauberkeit, Verhalten im Verkehr oder die gemeinsame Sprache Deutsch. Und doch unterliegt all das einem größeren, weniger greifbaren Etwas, das nun sichtbar gemacht werden soll.

Peter Wesely, Verein "Wirtschaft für Integration" und Charta-Beirat: "Schaut man dann die Eingaben ein bisschen genauer an, dann wird deutlich, dass es eigentlich um die Sprache hinter der Sprache geht. Ablehnung und Wertschätzung, das lässt sich auch ohne Worte ausdrücken, durch Verhalten ausdrücken. Die Frage ist: Was wird richtig verstanden, was wird richtig interpretiert? Dazu sind die Eingaben, die wir jetzt zur Wiener Charta bekommen haben, ein Anstoß für weitere Gespräche in Charta-Gruppen."

Momentan erscheint vieles noch unangreifbar. Die Charta-Gruppen sollen jetzt Klarheit und Konturen in die bewegte Wiener Seele bringen. Das erste Charta-Gespräch ist bereits im Haus Margareten über die Bühne gegangen - bis 14. Oktober sollen noch viele weitere folgen. Sie selbst können ein Gespräch organisieren oder auch online mitdiskutieren.

Peter Pawlowsky, Journalist und Charta-Beirat: "Ich finde, wenn sich das durchsetzt, dann hat das Klischee vom raunzenden Wiener endlich ausgedient."

Mona Müller, wien.at-TV: "Lesen Sie alles rund um die Themen, Charta-Gespräche und Ereignisprotokolle online nach."