wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 3. Februar 2012

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

02.03.2012


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Drei neue Therapiezentren sollen künftig doppelt so vielen Kindern wie bisher helfen. Das Wasserrohrnetz wird saniert und bringt drei Großbaustellen mit sich. Die Spielebox verleiht im Winter pädagogisch geprüfte Spiele für Groß und Klein.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV, schön, dass Sie zusehen. Was ist und wird in Wien passieren, das sind die Themen dieser Woche."

Therapieangebot für Kinder ausgebaut
Wasserrohrnetz - drei Großbaustellen
Spielebox - Spiele einfach ausborgen

Therapiezentren

Mona Müller, wien.at-TV: "Nicht jeder Mensch kommt gleich zur Welt, der eine kann besser lachen die andere besser in die Tiefe gehen. In unserer Gesellschaft zählt vieles zu Grundfähigkeiten, zu denen nicht jedes Kind von Grund auf fähig ist. Sprachfehler, motorische Verzögerungen und vieles mehr spielen im Kinderalltag eine Rolle. Drei neue Therapiezentren sollen künftig doppelt so vielen Kindern wie bisher helfen."

Rund 5.000 Kinder nehmen derzeit in Wien therapeutische Hilfe in Anspruch. Das Wiener Risikokinderprogramm möchte Entwicklungsstörungen beziehungsweise psychische Auffälligkeiten frühestmöglich erkennen um Hilfe anbieten zu können.

Margarete Lässig, Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15): "Da sehen wir zum Beispiel Säuglinge, die Schrei-Babies sind oder die eine Schiefhaltung haben. Da werden die Eltern psychologisch beraten, im Umgang mit dem Kind - das Kind erhält zum Beispiel bei einer Schiefhaltung Physiotherapie damit es dann nicht zu einem weiteren Verschärfen der Situation kommt und dann in der Folge zu einer tatsächlichen Entwicklungsstörung."

Derzeit stehen in Wien fünf Betreuungseinrichtungen zur Verfügung, bis Ende nächsten Jahres kommen insgesamt drei weitere Einrichtungen dazu. Das bedeutet 1.700 weitere Betreuungsplätze.

Sonja Wehsely, Gesundheitsstadträtin: "Die Kapazitätserweiterung ist so geplant, dass wir nach unserem heutigen Wissensstand davon ausgehen, dass wir dann alle Kinder, die das brauchen, sofort diagnostizieren können - wir haben derzeit Wartezeiten bis zu drei Monaten - und auch sofort mit der jeweils notwendigen maßgeschneiderten Therapie beginnen können."

Die Kosten für den Ausbau tragen Stadt und Wiener Gebietskrankenkasse zu gleichen Teilen. Insgesamt fallen 5,2 Millionen Euro an.

Sonja Wehsely, Gesundheitsstadträtin: "Das ist zusätzliches Geld, das wir in die Hand nehmen. Ich bin ganz überzeugt davon, dass jeder Cent, der hier eingesetzt wird, gut ist für die Kinder, viel Leid von den Kindern und Familien wegnimmt, aber auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Denn das, was wir nicht in die Kinder im Kleinkindalter oder im Kindesalter investieren, das fällt uns auf den Kopf, weil es bei den Erwachsenen dann viel, viel mehr kostet und nicht zu so guten Erfolgen führt."

Mona Müller, wien.at-TV: "Ab dem kommenden Jahr soll eine zentrale Servicestelle eingerichtet werden, die freie Therapieplätze und PatientInnen noch schneller zusammenbringt."

Wasserrohrnetz

Mona Müller, wien.at-TV: "Durchschnittlich verbrauchen Sie und ich rund 220 Liter Trinkwasser täglich. Damit dieses Wasser auch tatsächlich aus dem Hahn fließen kann, durchläuft es zuvor das unterirdische Wasserrohrnetz der Stadt. Doch das Rohrnetz ist nicht für die Ewigkeit und braucht eine regelmäßige Sanierung."

Mit dem Wiener Wasserrohrnetz könnte man ein Rohr von Wien bis Syrien verlegen - es misst nämlich über 3.000 Kilometer. Kaputte Rohre wären für die Wasserversorgung ungünstig, daher hat die Stadt bereits im Vorjahr ein Programm zur Sanierung des Netzes entwickelt.

Ulli Sima, Umweltstadträtin: "Ich freue mich sehr Ihnen mitteilen zu können, dass wir heuer nicht nur 30 Millionen Euro sondern 50 Millionen Euro in die Sanierung des mehr als 3.000 Kilometer langen Rohrnetzes stecken können. Was natürlich gerade bei der Wasserversorgung ein wichtiger Punkt ist."

Vor allem wenn das Rohrnetz an einer Hauptversorgungsstelle saniert werden muss, wie etwa im Vorjahr das Projekt in der Triester Straße.

Ulli Sima, Umweltstadträtin: "Der Rohrstrang dort versorgt alleine 50.000 Wienerinnen und Wiener und ich muss den Wasserwerken wirklich ein Kompliment machen: Es ist sehr schnell und effizient in fünf Monaten über die Bühne gegangen, mit hauptsächlich unterirdischer Grabungsart haben wir wirklich versucht auch die Verkehrsbehinderung zu minimieren."

Für heuer sind 175 Rohrsanierungen geplant, darunter auch drei Großprojekte. Etwa am Gürtel, der in den kommenden drei Jahren in drei Abschnitten erneuert werden soll.

Ulli Sima, Umweltstadträtin: "Sie müssen sich vorstellen: Das ist ein Bereich, der sich - jetzt grob gesprochen - von der Alser Straße bis zum Westbahnhof bewegt."

Wolfgang Zerobin, Wiener Wasserwerke (MA 31): "Dieser Bereich beinhaltet ganz, ganz wichtige Transportleitungen und die können wir nur akkordiert mit allen anderen Dienststellen machen. Das machen wir heuer in dem Bereich Döblinger Hauptstraße bis zur Kreuzgasse."

Ulli Sima, Umweltstadträtin: "Das zweite große Projekt, das ich heute noch präsentieren möchte, ist die Grinzinger Allee. Auch hier werden rund vier Millionen ausgegeben für die Sanierung der Rohre. Die Arbeiten dort beginnen im März und werden ungefähr ein Jahr dauern. Die Wasserleitung, die eben dort saniert wird, ist wirklich eine Schlagader für die flächendeckende Versorgung der Bezirke 2, 20, 21 und 22."

Von April bis Ende September sollen die Arbeiten im ersten Abschnitt möglichst in der Nacht und am Wochenende über die Bühne gehen. Die Enenkelstraße in Ottakring ist das dritte Großprojekt für dieses Jahr. Drei Millionen Euro investiert die Stadt hier in die Sanierung.

Ulli Sima, Umweltstadträtin: "Die Arbeiten haben bereits begonnen und dauern noch bis in den Sommer an. Von dieser Wasserleitung werden ungefähr 90.000 Wienerinnen und Wiener versorgt."

Auch die Aquädukte in Baden und Liesing bekommen eine Rundum-Erneuerung. Arbeit gibt es für die kommenden Jahre offenbar genug.

Mona Müller, wien.at-TV: "Hauptsache Trinkwasser aus der Leitung, kann ich da nur sagen."

Spielbox

Mona Müller, wien.at-TV: "Der größte Spielverleih Österreichs hat über 5.000 Brett- und Gesellschaftsspiele zur Auswahl. Pädagogisch verantwortliches Handeln ist in der wienXtra Spielebox ein zentrales Thema, daher können Kinder hier auch in regelmäßigen Abständen Computer- und Konsolenspiele im Rahmen von Workshops besuchen."

Jedes einzelne dieser Spiele könnten Sie zu Hause probieren. Die Spielebox verleiht im Winter montags bis samstags pädagogisch geprüfte Spiele für Groß und Klein.

Sonja Altrichter, wienXtra-spielebox: "Wir haben einen Online-Spielekatalog. Da sind alle 5.200 Spiele beschriftet, beschlagwortet. Man kann genau sehen: Welches Spiel ist auch hier? Und man kann diese Spiele dann sozusagen schon geplant, dann hier ausborgen. Man kann auch ungeplant kommen, fragen: Haben Sie was für jemanden, der gerade fünf geworden ist? Oder so."

Bis zu vier Wochen können die Spiele um zehn bis 25 Cent pro Tag entlehnt werden.

Das Programm der Spielebox geht über den Spieleverleih hinaus, regelmäßig gehen auch Veranstaltungen rund ums Spielen über die Bühne.

Sonja Altrichter, wienXtra-spielebox: "So zum Beispiel jetzt in den Semesterferientagen haben wir von 8. bis 11. im Rathaus die Spieltage. Nachmittags ganz groß den Festsaal nur für Kinder, Familien und zum Spielen. Wer im Rathaus unsere Spiele aktiv genießen möchte, nimmt bitte einen Ausweis mit, weil auch da haben wir ein Entlehnsystem, damit sich unsere Spiele nicht im ganzen Haus verirren."

Computer- und Konsolenspiele stehen im Zentrum bei den Games-Workshops in der Spielebox. Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren haben hier die Möglichkeit, unter Aufsicht das Neueste an PC- und Konsolenspielen auszuprobieren.

Sonja Altrichter, wienXtra-spielebox: "Das sind knappe 90 Minuten, wo die Kinder ohne Eltern bei uns Spiele kennenlernen dürfen, die empfehlenswert sind - also spielpädagogisch sinnvoll und gehaltvoll sind. Die Kinder kommen zu uns, wir lernen einander kurz kennen, fragen die Präferenzen ab, die Kinder können sich auch selbst trauen etwas Neues auszuprobieren. Wir laden die Kinder ein, ihren Horizont zu erweitern. Bei Spielschwierigkeiten stehen unsere Medienpädagoginnen und -pädagogen zur Verfügung. Das heißt, wenn ein Kind jetzt wo nicht weiter kommt bei einem schwierigen Adventure-Task, dann wissen unsere KollegInnen, wie man da vielleicht weiter kommt oder zumindest die Lösung finden kann."

Mona Müller, wien.at-TV: "Die nächsten Termine für den Games-Workshop sind am 18. und 25. Februar - finden Sie alle Informationen auch online. Damit verabschiede ich mich für diese Woche und freue mich, wenn Sie auch ab kommendem Freitag wiederzusehen. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Tipp

Semesterferien ohne Skifahren kann auch Spaß machen. Das Wiener Ferienspiel hält für alle Null- bis 13-Jährigen sowie für Familien ein buntes Programm bereit. Von Theater über Kino über Workshop über Basteln und Spielen - das genaue Programm finden Sie auch im Internet unter ferienspiel.at.