Arsenalsteg verbindet 3. und 10. Bezirk

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

04.02.2011


Copyright:

Stadt Wien


Ein wichtiger Baustein des neuen Hauptbahnhofs nimmt Gestalt an. Der Arsenalstag soll künftig den 3. mit dem 10. Bezirk verbinden. Die Rad- und Fußgängerbrücke soll zwar erst 2015 fertig werden, die beiden Haupttragwerke sind aber schon jetzt eingehoben worden. Das hat Millimeterarbeit erfordert.

AnsprechpartnerIn für Rückfragen:
Redaktion wien.at TV
Kontaktformular

Achtung:

Zur Betrachtung von Videos auf wien.at müssen Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Sie benötigen Javascript und Flash um das Video zu sehen.

Einbetten (Code einblenden) Einbetten (Code ausblenden)

David Settelmaier, wien.at-TV: "Ein wichtiger Baustein des neuen Hauptbahnhofs nimmt Gestalt an. Der Arsenalstag soll künftig den 3. mit dem 10. Bezirk verbinden. Die Rad- und Fußgängerbrücke soll zwar erst 2015 fertig werden, die beiden Haupttragwerke sind aber schon jetzt eingehoben worden. Das hat Millimeterarbeit erfordert."

Normalerweise wird eine Brücke befahren. Hier ist es umgekehrt. Diese Brücke fährt. Aber nicht mehr lange. Denn der Arsenalsteg wird über die Gleisanlagen des künftigen Hauptbahnhofs eingehoben. In Zukunft wird dieser Steg zwei Bezirke mit einander verbinden.

Eduard Winter, Projektleitung Hauptbahnhof Wien: "Das ist ein ganz wichtiges Puzzle im Gesamtprojekt. Ganz einfach deswegen: Das Projekt und das ganze Stadtviertel bauen darauf auf, dass es durchlässig wird. Und das garantiert, dass trotz Eisenbahnanlagen dieses Gebiet durchlässig wird. Das heißt, die Verbindung vom 3. in den 10. Bezirk ist erstmalig auf diese Art und Weise möglich."

Eduard Winter, Projektleitung Hauptbahnhof Wien: "Das ist hauptsächlich ein Steg für Fußgänger und für Radfahrer. Die Verbindung Arsenal beziehungsweise 10. Bezirk ist damit auch für diese Personengruppen einfach möglich."

Mit reiner Muskelkraft, einer Seilwinde und etwas Überzeugung bewegt sich das Riesenobjekt langsam aber sicher an seinen Bestimmungsort. Die konstruktionstechnischen Grundlagen für diesen Koloss sind beachtlich.

Georg Kolik, Wiener Brückenbau und Grundbau (MA 29): "Wir haben die letzten Monate einmal das Tragwerk vor Ort montiert und gestern haben wir begonnen es hochzustapeln. Heute in der Früh haben wir die letzten zwei Meter in die Höhe gehoben und dann die Querverstrebung eingebaut, damit das Ganze gesichert ist in der Lage. Und jetzt, die letzten 20 Minuten haben wir es eigentlich nur mehr querverstoben. Jetzt passiert eigentlich nur mehr die Absenkung auf die Lager, dann wird oben gesichert."

Warum man das Riesenteil zuerst zusammenbaut und dann erst an seine Bestimmungsort setzt, hat mehrere Gründe.

Georg Kolik, Wiener Brückenbau und Grundbau (MA 29): "Es ist einfacher, am Boden vor Ort zu montieren, da braucht man nicht alles in der Höhe machen. Und dann das Heben ist ein, zwei Tage Arbeit und die Hebezeuge sind ja schon vor Ort. Die haben wir ja schon bei der Südbahnhofbrücke auf jeden Fall gebraucht und zum Teil haben wir auch das Problem gehabt, dass wir das von der Höhenlage auch mit den Gleisen, die noch in Betrieb sind daneben, von den Sicherheitsabständen zusammenbringen."

Das Jahrhundertprojekt Hauptbahnhof liegt bauzeittechnischen im Plansoll. Mehr sogar:

Eduard Winter, Projektleitung Hauptbahnhof Wien: "Man kann ein bisschen verraten: Wir sind ein bisschen vor dem Zeitplan. Und das wird uns dann bei der Teilinbetriebnahme Ende 2012 auch sehr helfen."