wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 16. Juli 2010

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

16.07.2010


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Die betriebliche Lehre ist ein wichtiger Punkt der Wiener Ausbildungsgarantie für Jugendliche. Beim Kino unter Sternen auf dem Karlsplatz dreht sich alles um den Österreichischen Film und das Johann-Strauss-Denkmal im Stadtpark wird ab kommenden Herbst restauriert.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV. Schön, dass Sie zusehen. Neun Minuten Wien bringen das Folgende:

Lehrlingsausbildung - Und die Wiener Ausbildungsgarantie
Kino unter Sternen - Österreichische Filme auf dem Karlsplatz
Schani Strauss - Ein Denkmal wird renoviert

Mona Müller, wien.at-TV: "Bereits in den vergangenen Monaten haben wir immer wieder über die Wiener Ausbildungsgarantie berichtet. Die Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche in Wien sind letztendlich nur mit großen lehrausbildenden Unternehmen möglich. Eine dieser Lehrstätten haben wir besucht."

Lehrlingsausbildung und die Wiener Ausbildungsgarantie

Gerade in Zeiten wie diesen ist eine fundierte Ausbildung das A und O einer gesicherten, beruflichen Zukunft. Die Firma Hofer ist auf diesem Sektor ein Vorzeigebetrieb. Davon hat sich auch Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner ein Bild gemacht.

Renate Brauner, Vizebürgermeisterin: "Sie bilden mit hoher Qualität aus. Sie haben auch eine entsprechende Wertschätzung ihren Lehrlingen gegenüber. Man sieht auch, das sind ganz tolle junge Leute und es wird hier auch mit sehr vielen innovativen Ideen gearbeitet."

Die Stadt hat eine enge Kooperation mit Betrieben wie Hofer gestartet. Unterstützungsmaßnahmen sind dabei ein wesentliches Mittel, um noch mehr Lehrstellen anbieten zu können.

Renate Brauner, Vizebürgermeisterin: "Der Wiener Weg des Miteinanders zeigt sich auch hier als richtig. Nur gemeinsam werden wir die schwierigen Zeiten bewältigen."

Hofer ist derzeit mit 510 Lehrlingen einer der größten Ausbildner Österreichs. Die Lehrlinge schätzen vor allem die Qualität der Ausbildung.

Benjamin Holzmann, Lehrling: "Da lernen wir zum Beispiel mit Feinkost zu arbeiten oder Geschenkskörbe zu machen, dass wir auch in anderen, einzelnen Betrieben dann weiterarbeiten können."

Elisabeth Mechacek, Lehrling: "Ich habe viele Aufstiegsmöglichkeiten und der Hofer bietet mir viel an. Und ich habe gute Voraussetzungen."

Benjamin Holzmann, Lehrling: "Ich könnte nach meiner Lehre sofort den Filialleiterkurs anfangen und bei Hofer ist es auch kein Problem, dass ich zum Beispiel nebenbei die Berufsmatura mache."

Die Handelskette Hofer besticht auch mit einem einzigartigen Sonderprojekt, denn früh übt sich, wer einmal Filialleiter werden will.

Renate Brauner, Vizebürgermeisterin: "Die Firma Hofer hat zum Beispiel eine eigene Filiale, die von Jugendlichen geleitet wird - von Lehrlingen. Und das zeigt einerseits das Vertrauen, das das Unternehmen in die eigenen jungen Leute und damit in die eigene Ausbildung setzt, ist aber für uns als Stadt natürlich ein ganz wichtiger Partner in dieser Ausbildungsgarantie."

Vor allem die Wiener Ausbildungsgarantie und die überbetriebliche Lehrausbildung helfen vielen jungen Menschen, eine Lehrstelle zu finden.

Lehrling: "Bei mir war es eigentlich nicht schwierig. Das war meine erste Bewerbung und ich habe dann auch gleich die Zusage bekommen, nach dem Bewerbungsgespräch."

Mona Müller, wien.at-TV: "Weißt du von anderen? Ist es für andere schwierig gewesen?"

Lehrling: "Also von meinen Schulkollegen, die haben schon dann gesagt, sie haben schon mehrere Bewerbungen geschrieben und es war dann nicht so leicht, aber es hat natürlich jeder seinen eigenen Weg."

Renate Brauner, Vizebürgermeisterin: "Wir haben 4.500 Plätze in dieser überbetrieblichen Lehrausbildung geschafft und damit ist es gelungen - und auf das bin ich schon stolz - mitten in der größten Wirtschaftskrise die Zahl der Lehrstellensuchenden um 15 Prozent zu senken. Das heißt, trotz schwierigen Zeiten gibt es weniger junge Menschen, die eine Lehrstelle suchen als früher, weil wir dieses tolle Angebot haben."

Mona Müller, wien.at-TV: "Bei Fragen rund um Lehre und Beruf steht die Kümmer-Nummer unter 0800 20 20 22 zur Verfügung."

Kino unter Sternen am Karlsplatz

Mona Müller, wien.at-TV: "Das Kino unter Sternen ist im Vorjahr vom Augarten auf den Karlsplatz übersiedelt. Heuer wird hier österreichisches Kino präsentiert. Mit dem Karlsplatz ist aber längst noch nicht genug. Quer durch Wien können Cineasten Open-Air-Kino konsumieren."

Auch heuer wird das sommerliche Wien zu einer riesigen Freiluftarena in Sachen Kultur. Dutzende Sommerkinos laden Cineasten und Flaneure zum Filmgenuss unter dem Sternenhimmel.

Gustav Ernst, Autor und Schauspieler: "Ja, wenn es nicht regnet ist es überhaupt reizvoll. Ich meine, gleich so ein Kinoabend im Regen ist auch ganz romantisch. Kommt darauf an, welcher Film gezeigt wird. Aber dass man im Freien, dass man nicht drinnen sitzen muss beim Fernsehapparat, das ist immerhin ein großes Plus des Wetters, wenn man sagt: Nicht drinnen sitzen beim Fernseher. Da ist es stickig, komm raus unter die Bahn. Da gibt es vielleicht Gelsen, aber sonst gibt es einen schönen Film, eine große Leinwand und doch eine einigermaßen luftige Gegend. Das find ich toll."

Besucher: "Man hat es ja auch bei der Fußball-WM immer wieder gesehen, dass es ganz schwierig ist, in den Indoorbereichen bei diesen heißen Temperaturen länger auszuhalten. Das ist ja eine klimatische Frage. Und das zweite ist, das Klima ist sehr angenehm. Also ich meine, auch die Stimmung ist sehr locker, sehr gemütlich, sehr gelöst."

Eines der schönsten Open-Air-Kinos ist das Kino unter Sternen am Karlsplatz.

Besucher: "Super Location. Also, wenn man sich umschaut, es sind einfach ein super Gebäude et cetera… Ist gemütlich, oder?"

Besucherin: "Dass man draußen sitzen kann, wenn es warm ist. Dass es einfach gemütlich ist und ja, man sich Filme raussuchen kann, die einem gefallen und einen interessieren und einfach herkommen kann ohne Reservieren, Zahlen, was auch immer."

Besucher: "Für mich ist es einmalig. Es ist einer der schönsten Plätze hier in Wien. Also diese wunderschöne Kirche. Ich komme sehr oft hierher."

Das heurige Filmangebot steht ganz im Zeichen des österreichischen Kinos. Der österreichische Film wurde zuletzt ja mit Preisen überhäuft.

Gustav Ernst, Autor und Schauspieler: "Verdienste auswärts natürlich, das beeindruckt die Österreicher immer, wenn man draußen, wenn der Österreicher draußen was bekommt. Wenn die draußen sagen, das ist gut, dann muss ich eigentlich auch finden, dass das gut ist. Und irgendwie dieser Reflex funktioniert ganz gut."

Besucherin: "Der österreichische Film - also - die Filme, die ich so kenne, gefallen mir sehr gut, aber ich weiß nicht, inwiefern das bei der breiten Masse gut ankommt."

Neben den Filmen rundet ein Rahmenprogramm den sommerlichen Kulturgenuss ab. Und das - wie immer - bei freiem Eintritt.

Gustav Ernst, Autor und Schauspieler: "Also ich kenne ein bisschen die Zeit und die Umstände und die Entwicklung des Films, des Filmstoffes. Und ein bisschen werd' ich darüber erzählen - quasi Hintergrund - aus den 70er Jahren. Eine Zeit, die kaum jemand gekannt hat."

Völlig unbeschwert mit sommerlicher Leichtigkeit wird österreichisches Kino in all seinen Facetten in Szene gesetzt.

Besucher: "Die klassischen, ja, die Zenker und Patzak-Filme aus den 70er Jahren."

Georg Widerin, wien.at-TV: "Was machen die so speziell für dich?"

Besucher. "Ich glaube, das war damals ein Stilbruch zu den bisherigen Usancen im Filmgeschäft. Man hat erstens einmal Dialekt gesprochen, man hat das möglichst überzeichnet, aber doch real dargestellt, wie das normale Leben abläuft. Es war keine Kunstsprache. Ich glaube, das sind die wesentlichsten Ingredienzien und natürlich war ein gesunder Wiener Schmäh dabei."

Die Besucher schätzen die Buntheit und das Flair, denn der Sommer in Wien hat vieles zu bieten.

Mediengespräch des Bürgermeisters: Strauss-Denkmal wird renoviert

Mona Müller, wien.at-TV: "Von den Sommerkinos werfen wir jetzt noch einen Blick nach Wien - und wir finden Georg Widerin, unseren Außenreporter. Er führt uns durch den kommenden Beitrag.

An der schönen blauen Donau - dieses Lied hat Johann Schani Strauss und Wien weltberühmt gemacht. Kein Wunder also, wenn das Strauss-Denkmal im Stadtpark zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Wiens gehört.

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Seine Musik ist unsterblich. Seine Lebensgeschichte nahezu ebenso. Wenn man heute von Wien redet im Ausland, dann denkt man unwillkürlich natürlich an die Musik von Strauss, so wie man auch an Mozart denkt."
Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft: "Ich würde fast sagen das ist eines der bedeutendsten Denkmäler, von seiner Motivhaftigkeit her, die wir in Wien haben. Deshalb ist es wichtig, dass es auch ein sicheres Denkmal ist, dass es auch ein ästhetisch schönes Denkmal ist. Also dass nicht irgendetwas umfällt, kippt, schief steht."
Nun wird das Denkmal renoviert.
Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft: "Es wird vor allem das Fundament gemacht, aber natürlich werden auch die verschiedenen Risse und Spalten, die man da sieht, geglättet. Und auch das Gold des Johann Strauss blattelt ja schön langsam ab, also auch das muss erneuert werden. Das ist aber der geringste Teil der Kosten."
Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf 360.000 Euro. Im Frühjahr 2011 kehrt der restaurierte Schani dann an seinen Stammplatz zurück.
Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft: "Er wird so erhalten bleiben, wie wir ihn jetzt sehen und ich freue mich auch sehr, dass wir das quasi am Vorabend einer Fledermaus-Premiere im Theater an der Wien ankündigen können, damit man auch sieht, dass Johann Strauss nicht nur als Denkmal, sondern tatsächlich als Musik lebt in dieser Stadt."
Somit wird der goldene Schani auch in Zukunft so manch digitales Urlaubsandenken als Kulisse schmücken.
Mona Müller, wien.at-TV: "Mit einem abschließenden Veranstaltungshinweis wünsche ich Ihnen jetzt noch eine wunderbare Sommerwoche. Schön, dass Sie mit dabei waren und bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Veranstaltungstipp

ImPulsTanz zeigt bis 15. August einen aufregenden Querschnitt der internationalen Tanz- und Performanceszene. Für tanzbegeisterte Selbsttuer gibt es Workshops.