Mediengespräch des Bürgermeisters: Sicherheit bei 24h-U-Bahn durch Kooperation mit Polizei

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

16.06.2010


Copyright:

Stadt Wien


Im September ist es soweit. Die U-Bahn wird am Wochenende und an Feiertagen 24-Stunden in Betrieb sein. Sicherheit ist in diesem Zusammenhang ein zentrales Thema und dafür soll eine Kooperation zwischen Stadt Wien und der Polizei sorgen.

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wien.at-TV aktuell: Mediengespräch des Bürgermeisters vom 15. Juni 2010: 24-Stunden-U-Bahnbetrieb ab 3. September

Mit 3. September legen die Wiener Linien am Wochenende mehr Kilometer zurück als bisher. Alle 15 Minuten können Fahrgäste in der Nacht auf Samstag und auf Sonntag sowie vor Feiertagen das gesamte U-Bahnnetz nutzen. Für diesen Ausbau sind Anpassungen nötig.
Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Wir brauchen natürlich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Nacht arbeiten. Denn es müssen Aufzüge fahren, es müssen Rolltreppen fahren, es müssen kleine Reparaturen gemacht werden - das alles auch mitten in der Nacht. Da sind wir gut unterwegs. Besonderes Augenmerk und auch mir ein persönliches Anliegen gilt dem Thema Sicherheit."
Mona Müller, wien.at-TV: "Warum ist das Thema Sicherheit in diesem Zusammenhang jetzt so zentral?"
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Es war im Vorfeld der ganzen Diskussion, die es vor der Volksbefragung dazu gegeben hat, eigentlich auch von relativ vielen jungen Leuten ein Thema. Denn wir alle sind ja nicht weltfremd. Natürlich ist jemand, der um drei Uhr früh nach Hause fährt, zumeist nicht im gleichen physischen Zustand, als wie das im Regelfall untertags ist und dem muss man Rechnung tragen. Also wir horchen sehr genau hin, nicht nur auf Ja-Nein-Entscheidungen, sondern auch auf die Zwischentöne."
Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Deswegen werden wir das System, das wir jetzt schon in den Nachtbussen haben, die sogenanntenNight Liner - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien, die mit den Nachtbussen mitfahren - auch auf die U-Bahn ausweiten. Und heute haben wir wirklich ein ganz, ganz tolles Programm vorgestellt, dass diese Mitarbeiter der Wiener Linien begleitet werden von Polizisten und Polizistinnen."
Manuela Pernes, Night Linerin Wiener Linien: "Ich werde eine von den Night Linern sein, die unterwegs sind in den U-Bahnen, wie schon besprochen wurde mit Polizei. Und eben für die Sicherheit und für die Einhaltung der Hausordnung in der U-Bahn sorgt."
Zusätzlich zu den Teams soll Videoüberwachung für Sicherheit sorgen. Die Aufzeichnungen werden 48 Stunden aufbewahrt und können in dieser Zeit von der Polizei angefordert werden. Über diesen Weg konnte die Polizei schon zahlreiche Festnahmen verzeichnen.
Karl Mahrer, Landespolizeikommandant: "Wir haben in dieser Zeit, in der Zeit seit September 2009, insgesamt, gestern aktualisiert, 1.111 Festnahmen durchgeführt. Bei den 1.111 Festnahmen finden wir 803 Straftäter, 107 Personen waren ausgeschrieben und mit Haftbefehl gesucht und 185 Personen wurden festgenommen, weil sie illegal im Bundesgebiet aufhältig waren."
Von diesem Ausflug mit der Polizei noch ein paar Details zur NightLine: Das Nachtbusangebot bleibt bestehen, abgesehen von den Linien, die parallel zur U-Bahn verlaufen. Insgesamt 70 Kreuzungspunkte zwischen U-Bahn und Bus wird es geben, die bestmöglich aufeinander abgestimmt sind. Die Wiener Linien rechnen durch den Ausbau mit einer Verdopplung der Fahrgastzahlen auf 32.000 Menschen pro Nacht.
Mona Müller, wien.at-TV: "Werden Sie die 24-Stunden-U-Bahn in der Nacht nutzen?"
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Das glaube ich nicht, sage ich ganz ehrlich, weil - mein Gott - man wird ja auch nicht jünger und um halb drei in der Nacht pflege ich zu schlafen."