Spritspartraining

Produktionsdatum:

2009


Epoche:

2000er


Copyright:

Stadt Wien


Spart man beim Sprit, tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Auch die eigene Geldbörse kann davon profitieren.

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Spritspartraining der MA 48

Sprit ist teuer in unserer Zeit. Spritsparen gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie es geht.
Daher bietet die MA 48 in Zusammenarbeit mit PUMA, der MA 22 und dem ÖAMTC seit kurzem ein Training zum Spritsparen an.
Warum?
Josef Thon, Chef der MA 48: "Wir haben mehrere Gründe, warum wir da mitmachen. Ein Grund ist, wir wollen die Umwelt schonen. Wir können damit den Verschleiß bei den Fahrzeugen reduzieren und wir sind eine der größten Abteilungen und müssen als Vorbild vorangehen, also machen wir das gerne und wir sparen uns damit auch noch Geld."
Das Training dauert den ganzen Tag.
Hermann Wirrer, ÖAMTC-Fahrtechnik: "Es lauft im Grunde genommen so ab, dass es eine Fahrt gibt, wo Referenzwerte genommen werden mittels Bordcomputer oder Verbrauchsmessgeräte. Es gibt eine Theorie, wo es die wichtigsten Spritspartipps gibt oder wo man darüber redet, was ist Wirtschaftlichkeit beim Fahrzeug und danach die Umsetzung mit dem Instruktor direkt im Fahrzeug um die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs tatsächlich auszuprobieren."
Die ersten Absolventen zeigen sich begeistert vom Spritspartraining.
Teilnehmerin: "Ich hätte mir nicht gedacht, dass man mit so einfachen Regeln so viel erreichen kann. Die paar Sachen waren wirklich gut erklärt und einfach und es war ziemlich leicht das umzusetzen. Und das Schöne daran ist, dass man wirklich sofort den Erfolg sieht."
Der Erfolg lässt sich sogar in absoluten Zahlen messen.
Josef Thon, Chef der MA 48: "Wir haben das einmal hoch gerechnet, also wenn es wahr ist. Wir kaufen ja heute schon umweltfreundliche Fahrzeuge ein, also, es ist nicht mehr so viel drin wie vor 20 Jahren noch, aber durch die Fahrweise selbst kann man bis zu 15 Prozent einsparen und 15 Prozent bei einem Tankvolumen von circa 30 Millionen Schilling, in Euro sind das circa 2,5 Millionen Euro, macht das sehr viel Geld aus."
Erreicht werden sollen mit dem Programm alle PKW-Lenker der Stadtverwaltung.
Dominik Schreiber, PUMA Programmleiter Wiener Umweltanwaltschaft: "Die Maßnahme des Spritspartrainings im heurigen und auch im nächsten Jahr ist eine Maßnahme aus dem Umweltprogramm der Abteilungen und es obliegt jeder Abteilung, die entsprechende Anzahl an Lenkern und Lenkerinnen zu melden. Momentan halten wir bei einer Meldung von circa 1.000 Lenkern und Lenkerinnen für dieses Spritspartraining."
Wirtschaftlich Autofahren - wie geht das jetzt genau?
Hermann Wirrer, ÖAMTC-Fahrtechnik - "Es geht also in erster Linie um das Spritsparen, das in der heutigen Zeit ja aufgrund der Umweltbelastung und der Lärmbelastung ein wesentlicher Punkt ist. Aber Wirtschaftlichkeit des Fahrzeuges heißt auch, in der richtigen Zeit mit der richtigen Durchschnittsgeschwindigkeit das Fahrzeug bewegen. Das heißt auch Verschleißkomponenten des Fahrzeuges zu minimieren, das heißt also, den Bremsenverschleiß zu minimieren, Wartungsintervalle nach oben zu setzen. Wem gefällt das nicht, wenn er beim nächsten Service einmal keine Bremsen zu reparieren hat."
Den Autofahrer freut es beim Service und die Umweltabteilung bei den Abgaswerten.
Wolfgang Khutter, MA 22 - Wiener Umweltschutzabteilung: "Also beim CO2-Ausstoß ist es ganz klar, wenn ich jetzt von zuerst 6,45 um 3,8 Liter weniger verbrauche, ist das fast die Hälfte Verbrauch, das bedeutet, auch um die Hälfte weniger CO2-Ausstoß. Ganz so spektakulär wird es bei den anderen Schadstoffen wie NOX und PM10 wahrscheinlich nicht sein, aber trotzdem ist ganz klar, weniger verbrannter Treibstoff ist gleich weniger Schadstoffe. Das ist überhaupt kein Thema. Daher freuen wir uns natürlich ganz besonders über die Initiative und unterstützen das mit voller Kraft."
Wirtschaftlich Autofahren, ein bisschen konkreter, bitte:
Hermann Wirrer, ÖAMTC-Fahrtechnik: "Die wichtigsten Tipps sind eigentlich: Vorausschauend Fahren, viel Pufferabstand zum vorderfahrenden Fahrzeug halten, um hier möglichst viele Rollphasen einzubauen. Rollphasen heißt einfach nur: Fuß weg vom Gas, aber wenn es um das Beschleunigen geht, richtig trauen Gas zu geben, um so rasch wie möglich auf die Geschwindigkeit zu kommen, die man eigentlich fahren möchte oder fahren darf - sagen wir mal so. Das heißt natürlich auch, weiterhin ab und zu den Reifendruck zu kontrollieren, das heißt weiterhin das Motoröl zu kontrollieren, die Flüssigkeiten zu kontrollieren. Heißt auch, oder, sagen wir mal so, geht hinein bis in die Streckenplanung. Zu welcher Uhrzeit fahre ich, wenn man das irgendwie entscheiden kann, bis hin zu auf welcher Strecke fahre ich, muss ich jetzt durch die Stadt fahren oder kann ich die Stadt umrunden? Muss ich mich in den Stau hineinstellen und so weiter und so fort? Also, wenn man unsere Tipps einhält, ist es eigentlich möglich, wenn es der Verkehr zulässt, wenn es die Witterung zulässt, dass man sogar teilweise die Normverbrauchswerte des Fahrzeuges erreichen kann."