Altersgerechter und barrierefreier Umbau - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Gemäß den Bestimmungen des Gemeinderatsbeschlusses vom 26. November 2014 vergibt die Stadt Wien Förderungen für den altersgerechten, barrierefreien Umbau.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Folgende Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der MA 50 mindestens 65 Jahre alt sind, können eine Förderung erhalten:

  • MieterInnen von Wohnungen
  • EigentümerInnen von Wohnungen
  • InhaberInnen von Eigenheimen oder Kleingartenwohnhäusern

Wesentliche Förderungsvoraussetzungen:

  • FörderungswerberInnen müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der MA 50 mindestens 65 Jahre alt sein
  • Der Hauptwohnsitz muss in der umzubauenden Wiener Wohnung sein
  • Die jeweils gültigen Einkommensgrenzen, das sind 70 Prozent des jährlichen Haushaltseinkommens gemäß § 11 Abs. 2 des Wiener Wohnbauförderungsgesetzes - WWFSG 1989 idgF., jährlich valorisiert, dürfen nicht überschritten werden. Das sind im Jahr 2018
    • für eine Person 22.758 Euro
    • für zwei Personen 33.906 Euro
    • für drei Personen 38.373 Euro
    • für vier Personen 42.835 Euro
    • für jede weitere Person 2.498 Euro Nettohaushaltseinkommen.
  • Verpflichtendes Beratungsgespräch in der MA 25 - Infopoint für Wohnungsverbesserung

Förderbare Sanierungsmaßnahmen:

Eine Förderung ist für Installationen und bauliche Maßnahmen, die ein altersgerechtes Wohnen erleichtern, vorgesehen. Dies umfasst Maßnahmen, die basierend auf dem Stand der Technik, nach der ÖNORM B 1600 definiert sind, wie barrierefreier Zugang durch Rampe, Plattformlift oder Hebebühne (auch Lift), motorische Türöffnungshilfe; im Sanitärbereich: Raumvergrößerung, bodenebene Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, tragfähige Wände zur Montage von Stütz- und Haltegriffen, Duschsitze, Thermostatarmatur.

Hinweis: Die zur Förderung beantragten Arbeiten dürfen nur von dazu befugten Unternehmungen durchgeführt werden. Eigenleistungen und bloße Materialkosten werden nicht anerkannt.

Fristen und Termine

Die Förderungsstelle empfiehlt dringend, den Förderungsantrag vor Beginn der Arbeiten mit Kostenangeboten im Infopoint für Wohnungsverbesserung zu stellen.

Wenn nach Fertigstellung der Arbeiten mit Rechnungen um Förderung eingereicht wird, dürfen diese Rechnungen nur ein Rechnungsdatum bis längstens sechs Monate vor Antragstellung aufweisen.

Zuständige Stelle

Beratungsgespräch, Informations- und Einreichstelle

Infopoint für Wohnungsverbesserung
20., Maria-Restituta-Platz 1, 6. Stock, Zimmer 609 im Infopoint
Telefon: +43 1 4000-74860
Fax: +43 1 4000-99-74879
E-Mail: wv@ma50.wien.gv.at

Persönliche Beratung: Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr
Telefonische Beratung: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr

Für spezielle Fragen zum Thema Barrierefreies Planen und Bauen: Kompetenzstelle barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen in Wien

Verfahrensablauf

Bau- bzw. Abrechnungsvorgang

Erforderliche Unterlagen

  • Komplett ausgefülltes Antragsformular
  • Schriftlicher Nachweis über das verpflichtende Beratungsgespräch in der MA 25 - Infopoint für Wohnungsverbesserung
  • Nachweis des aktuellen Haushaltseinkommens: als Haushaltseinkommen gilt das Nettoeinkommen (abzüglich Sozialversicherungsbeiträge und Einkommensteuer) aller im gemeinsamen Haushalt lebender Personen. Maßgeblich ist bei unselbständig Erwerbstätigen das aktuelle Einkommen (zu dokumentieren ist das Einkommen der letzten drei vergangenen Monate und das Jahreseinkommen des letzten vergangenen Kalenderjahres).
    • Zum Einkommen zählen auch:
      • Erhaltene Alimente
      • Kinderbetreuungsgeld
      • Arbeitslosengeld
      • Sondernotstand
      • AMFG-Beihilfe
      • Krankengeld
      • Stipendien von inländischen Universitäten
      • Lehrlingsentschädigung
      • Präsenz- und Zivildienstentgelt
      • Sozialhilfe
    • Nicht zum Einkommen zählen:
      • Familienbeihilfen
      • Zusatzrenten für Schwerversehrte zu einer gesetzlichen Unfallversorgung
      • Außergewöhnliche Belastungen für Behinderte gemäß §§ 34 und 35 Einkommensteuergesetz 1988
      • Pflegegelder
      • Blindenbeihilfen
      • Behindertenbeihilfen
  • Die Zustimmung der Hausverwaltung bzw. der HauseigentümerInnen ist erforderlich:
    • Bei Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen: Erklärung der VermieterInnen: 230 KB PDF (Formular kann heruntergeladen werden)
    • Bei Mietwohnungen in Städtischen Wohnhäusern (Gemeindebauten): Zustimmungserklärung von Wiener Wohnen für Umbauarbeiten im Sinne der Förderungsaktion der Stadt Wien
    • Bei Eigentumswohnungen bzw. Eigenheimen: Auszug aus dem Grundbuch als Nachweis des Eigentums
    • Bei Kleingartenwohnhäusern: Auszug aus dem Grundbuch als Nachweis des Eigentums, oder Pachtvertrag im Falle der Nutzung als PächterIn bzw. Zustimmungserklärung des Kleingartenvereins im Falle der Nutzung als MieterIn
  • Finanzierungsangaben:
    • Angabe der Bankverbindung (IBAN, Name und Geburtsdatum der KontoinhaberInnen)

Maßnahmenspezifische Informationen bzw. beizubringende Dokumente:

  • Beim altersgerechten, barrierefreien Umbau von Badezimmern bzw. Badeeinrichtungen muss Folgendes beachtet werden:
    • In den Kostenvoranschlägen oder Rechnungen für Sanitärinstallationen muss unbedingt angeführt werden, dass es sich um altersgerechte, barrierefreie Einbauten gemäß ÖNORM B1600 handelt. (Beispielsweise muss die Einstiegshöhe für Duschtassen und dergleichen bodengleich ausgeführt sein.)
  • Bei der Errichtung von Treppenliften, Schrägaufzügen und dergleichen müssen im Zuge der Rechnungslegung folgende Dokumente vorgelegt werden:
    • Kopie der an die Baupolizei (MA 37A) gerichteten Fertigstellungsmeldung (mit Eingangsvermerk)
    • Positives Gutachten über die Abnahmeprüfung nach dem Wiener Aufzugsgesetz

Bei der Antragstellung auf Förderung von bewilligungspflichtigen Baumaßnahmen muss die baubehördliche Bewilligung oder die Kenntnisnahme der Bauanzeige bzw. ein Gleichstück der bei der Baubehörde eingereichten Plankopie vorgelegt werden. Nach Fertigstellung muss der Bescheid und der genehmigte Originalplan zusammen mit den Rechnungen über die durchgeführten Arbeiten vorgelegt werden.

Nicht vollständig ausgefüllte Anträge oder Anträge, die nicht mit den zur Beurteilung notwendigen Dokumenten versehen sind, können erst nach Beibringen der fehlenden Unterlagen (innerhalb von sechs Wochen) bearbeitet werden.

Infoblatt über die Förderung für altersgerechten Umbau: 260 KB PDF

Kosten und Zahlung

Förderungshöhe

Als Förderung kann ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Beitrag in Höhe von 35 Prozent der als förderbar anerkannten Kosten gewährt werden. Die Kosten für den Umbau müssen mindestens 3.000 (brutto) Euro betragen. Pro Wohnobjekt können maximal 12.000 (brutto) Euro an förderbaren Kosten anerkannt werden, das heißt, die Zuschussleistung kann maximal 4.200 Euro betragen.

Die Auszahlung von Förderungsgeldern erfolgt nach Maßgabe der vorhandenen Budgetmittel. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung dieser Förderung.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 1.

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig eingereicht wurden.

Formular

Förderungsantrag: 170 KB PDF

Zusätzliche Informationen

Rechtliche Grundlagen:

Homepage: Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten

Verantwortlich für diese Seite:
Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (Magistratsabteilung 50)
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