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Mitschrift

Fuer mich war diese Verkuendigung,
dass ich den Preis der Stadt Wien
bekomme, eine große Ueberraschung.
Ich hab mich wirklich
einen halben Tag lang so gefreut,
dass ich arbeitsunfaehig war.
* treibende Elektromusik *
Fuer mich ist Umweltgeschichte
ein Teil des Umweltschutzes.
Das ist eine wichtige,
langfristige Faktenbasis
fuer den Umweltschutz. Umweltschutz
ist eigentlich Menschenschutz.
Ich habe eine zutiefst
humanitaere Aufgabe, denk ich mir.
* belebte Musik *
Ich denke, dass Wissenschaft sich
rechtfertigt in einer Demokratie
darueber, dass sie dem Demos,
dem Volk, einen Nutzen stiftet.
Ob ich das tu oder nicht,
wird die Zukunft zeigen.
Das koennen dann Historiker
in 50.000 Jahren sagen.
Ganz viele von den Dingen,
die wir jetzt aus Umweltschutzgruenden
als Verzicht erzaehlen,
sind Gewinne an Lebensqualitaet.
Eines meiner nettesten Erlebnisse
in einer großen Oeffentlichkeit war,
gefragt zu werden: "Ja, warum sollten
wir denn weniger Dinge haben wollen?"
* rhythmische Musik *
Und meine Antwort war dann:
"Wer weniger Zeug hat,
muss auch weniger Zeug abstauben."
Und die aelteren Damen im Publikum
haben spontan begonnen
zu applaudieren.
Ich moecht erreichen, dass die Welt
durch das, was ich tu,
ein bissl besser wird.
Und dass ich das erreichen kann,
indem ich meiner Neugier Raum gebe,
das ist ein großes Geschenk.
Untertitel: AUDIO2

Verena Winiwarter

Geb. 1961 in Wien, Ingenieurin für technische Chemie, Studium der Geschichte und Publizistik, habilitierte Humanökologin, Professorin für Umweltgeschichte am Institut für Soziale Ökologe der Universität für Bodenkultur; Mitbegründerin des Zentrums für Umweltgeschichte, Gründungspräsidentin der Europäischen Gesellschaft für Umweltgeschichte sowie des Internationalen Umweltgeschichte-Dachverbands (bis Juli 2019). Seit 2016 leitet Verena Winiwarter die Kommission für interdisziplinäre ökologische Studien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Unterstützt durch die Karl Anton Wolf-Stiftung.

Länge: 1 Min. 44 Sek.
Produktionsdatum: 2019
Copyright: querstadt / Maximilian Brustbauer / Stadt Wien Kultur

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