3.8 Neuer Webauftritt der Stadt Wien

Übersichtlichkeit, leichte Bedienbarkeit auf unterschiedlichen Geräten, technische Erneuerung mit flexiblem Content-Modell, hohe Verfügbarkeit und Performance sowie die Anpassung an das Corporate Design der Stadt Wien waren die Hauptziele für den Relaunch von wien.gv.at. Die seit 1995 existierende Website wurde sowohl optisch als auch technisch auf ein neues Niveau gebracht. Im Mittelpunkt aller Überlegungen standen stets die Bedürfnisse der Menschen: Bürger*innen sollen schneller zu ihren Informationen kommen und die Stadtverwaltung ihre Leistungen noch gezielter zur Verfügung stellen können. Inhalte aus dem abgelösten vieW4 sowie Teile aus Liferay und WordPress wurden in das neue CMS (Content Management System) überführt. Insgesamt wurden rund 15.000 Seiten mit einem eigens entwickelten Import-Werkzeug migriert und überarbeitet. Die Überarbeitung der Seiten erfolgt dabei nach klaren Kriterien, wobei Zugriffszahlen, User*innen-Verhalten und Suchanfragen berücksichtigt wurden.
Vielgesuchte Inhalte werden besonders prominent platziert, um eine einfache und rasche Auffindbarkeit zu ermöglichen und den User*innen lange Klickwege zu ersparen. Im Mittelpunkt der neuen Seitenarchitektur stehen Themen und nicht die Zuständigkeiten bestimmter Dienststellen, das Navigationskonzept wurde ebenfalls an die Bedürfnisse von User*innen angepasst.
Redakteur*innen werden nun unterstützt, indem ihre redaktionelle Arbeit in einem „Zentralen Content Management Hub“ gebündelt wird - damit müssen Aktualisierungen nur noch an einer Stelle und nicht in mehreren „Content-Silos“ vorgenommen werden.
Aktualisierung von Öffnungszeiten etwa werden an einer Stelle geändert und überall, wo diese Öffnungszeiten eingebunden sind, kommt es zu einer automatischen Aktualisierung. Die Website wird von einem Open Shift Cluster in der Cloud betrieben. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, diese Technologie bei Bedarf auf anderen Systemen zu betreiben. Diese Lösung ermöglicht es, dynamisch auf erhöhte Zugriffszahlen zu reagieren, sei es bei Wahlen oder in Krisenzeiten.
Entscheidend für den Erfolg des Projekts war die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und enge Kooperation von Redaktion, Technik und IT, die durch klare Prozesse und gemeinsame Ziele geprägt war.