Bestellung Strahlschutzbeauftragte (Bekanntgabe oder Wechsel) - Antrag

Allgemeine Informationen

Eine wichtige Voraussetzung für den bewilligten Umgang mit Strahlenquellen ist die Nennung einer bzw. eines Strahlenschutzbeauftragten. Sie oder er muss über das vorgeschriebene Fachwissen verfügen. Die Strahlenschutzbeauftragten müssen im jeweiligen Antrag bekannt gegeben werden.

Es ist üblich, dass niedergelassene Ärztinnen bzw. Ärzte in ihren Ordinationen selbst als Strahlenschutzbeauftragte sind. Diese Funktion kann aber auch eine andere Person haben, wenn sie die gesetzlich festgelegten Voraussetzungen erfüllt.

Aufgaben, die von den Strahlenschutzbeauftragten wahrgenommen werden müssen, finden sich in § 15 der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung. Zu den Aufgaben zählen beispielsweise die Belehrung der in Strahlenbereichen tätigen Personen über die möglichen Gefahren und die einzuhaltenden Sicherheits- und Strahlenschutzmaßnahmen sowie Verhaltensmaßregeln und die Kontrolle für die Funktionstüchtigkeit der für den Strahlenschutz bestimmten Einrichtungen, Geräte und Ausrüstungsgegenstände.

Voraussetzungen

  • Die Strahlenschutzbeauftragten müssen die in § 41 Abs. 1 und Anlage 8 der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung im Detail angeführte Grundausbildung (z. B. im Rahmen des Medizinstudiums oder Ausbildung im radiologisch-technischen Dienst) und eine spezielle Ausbildung erfolgreich absolviert haben.
  • Zudem kann die Behörde eine Beschäftigung im Ausmaß von bis zu einem Jahr verlangen, bei der eine ausreichende praktische Erfahrung für die in Betracht kommende Tätigkeit erworben werden konnte.
  • Die Strahlenschutzbeauftragten müssen der Bestellung nachweislich zugestimmt haben.
  • Der Zuständigkeitsbereich und die innerbetrieblichen Befugnisse der Strahlenschutzbeauftragten müssen schriftlich geregelt sein.

Fristen und Termine

Ein Wechsel der Strahlenschutzbeauftragten muss der MA 40 sofort bekanntgegeben werden.

Zuständige Stelle

Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40)
3., Thomas-Klestil-Platz 8
Telefon: +43 1 4000-40805, -40806
Fax: +43 1 4000-99-40809
E-Mail: post-fbg@ma40.wien.gv.at

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung für Strahlenschutzbeauftragte nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit Anlage 8 der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung (Grundausbildung und spezielle Ausbildung)
  • Nachweis über die Zustimmung der Strahlenschutzbeauftragten zur Bestellung und der schriftlichen Regelung der Befugnisse und des Zuständigkeitsbereiches (erübrigt sich wenn die Antragstellerinnen bzw. Antragsteller auch die Funktion der Strahlenschutzbeauftragten wahrnehmen)

Kosten und Zahlung

Die Kosten müssen nach Abschluss des Verfahrens bezahlt werden und betragen:

  • 14,30 Euro Stempelgebühr für die Meldung des Wechsels der Strahlenschutzbeauftragten
  • 3,90 Euro Stempelgebühr je Bogen Beilage (maximal 21,80 Euro)

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 40.

Zusätzliche Informationen

In Röntgeneinrichtungen, beim bewilligten Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie bei der Verwendung von bauartzugelassenen Geräten muss während des Betriebes die vorgeschrieben Anzahl von Strahlenschutzbeauftragten anwesend sein.

Rechtliche Grundlagen:

Homepage: Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht

Verantwortlich für diese Seite:
Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (Magistratsabteilung 40)
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