Beteiligung und Masterplan für partizipative Stadtentwicklung

Die wesentliche Grundlage für die Beteiligung der Wiener Bürgerinnen und Bürger in der Stadtentwicklung ist frühzeitige, direkte und klare Kommunikation. Beteiligung bedeutet für die Wiener Stadtplanung Information, Konsultation und Zusammenarbeit. Sie ist für die Stadtplanung ein wesentliches Mittel zur Vorbereitung von guten Entscheidungen. Beteiligung ermöglicht, dass unterschiedliche Interessen besser abgewogen werden und die "bestmögliche Lösung" für das Projektvorhaben gefunden wird. Die laufenden Vorhaben und Projekte der Stadtentwicklung sind in der Vorhabenliste zu finden.

Einladen – Beteiligen - Rückmelden

Für den Masterplan Partizipation wurde eine Grundsystematik, die Beteiligungsschleife, entwickelt. Diese steht für den typischen Ablauf der Beteiligung und ist an folgendem Dreischritt zu erkennen: dem Einladen, dem Beteiligen und dem Rückmelden. Die Rückmeldung als neues Element soll dafür sorgen, dass die Bevölkerung erfährt, welche Ergebnisse die Beteiligung gebracht hat und was damit geschieht.

Wann gibt es Beteiligung?

Die Stadt hat fünf Kriterien festgelegt, bei denen jedenfalls Beteiligung erfolgt:

  • Wenn mindestens 300 Wohneinheiten beziehungsweise 30.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche geplant sind.
  • Wenn es sich um den Bau von Hochhäusern handelt.
  • Wenn das Vorhaben in der Kernzone des Weltkulturerbes geplant ist.
  • Wenn Grünland in Bauland umgewidmet werden soll.
  • Wenn ein städtebauliches Vorhaben eine strategische Umweltprüfung braucht.

Wer kann sich einbringen?

Mit der Beteiligung erreicht und zur Mitsprache eingeladen werden sollen Bewohnerinnen und Bewohner der Nachbarschaft im Umkreis von 500 Metern, lokale Akteurinnen und Akteure (etwa Vereine, Organisationen, Betriebe) sowie künftige Bewohnerinnen und Bewohner.

Handout Masterplan Partizipation: 2 MB PDF

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Masterplan Partizipation (2,7 MB PDF)

Entstehungsprozess Masterplan Partizipation

Insgesamt beteiligten sich 150 Personen aktiv am Entstehungsprozess des Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung. Ein Blog informierte laufend zum Projekt. Von April bis Juni 2014 gab es die Möglichkeit, an Umfragen teilzunehmen und seine Meinung zum Thema bekanntzugeben und zu diskutieren.

Im Rahmen der Ausstellung "Wien 2025 - Im Dialog Stadt entwickeln" fanden Dialoge und eine Diskussionsrunde zum Thema "Masterplan Partizipation" statt.

Am 24. Februar 2015 wurde im Rahmen einer Veranstaltung in der Urania der Entwurf zum Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung der Öffentlichkeit vorgestellt. Über 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich über die zentralen Punkte informiert und ihren Standpunkt eingebracht. Weil das Interesse am Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung so groß war, gab es die Möglichkeit, sich bis 16. März 2015 mit Fragen und Anregungen zum Masterplan an die Magistratsabteilung 21 zu wenden. Alle Anregungen, die bis dahin einlangten, wurden geprüft und berücksichtigt, wenn sie den vorgestellten zentralen Inhalten nicht widersprachen oder den Rahmen des Masterplans sprengten.

Der Entwurf für den "Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung" wurde von der Stadtentwicklungskommission am 8. November 2016 zur Kenntnis genommen.

Am 16. Dezember 2016 wurde der Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung vom Gemeinderat beschlossen.

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Stadtteilplanung und Flächennutzung (Magistratsabteilung 21)
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