2. Klimaanpassung

2.1 Gesundheit und Wohlbefinden

Wo steht Wien mit den Umsetzungen?

Im Wiener Klimafahrplan sind 3 Hebel identifiziert. Deren Umsetzungsfortschritte werden in diesem Kapitel zusammengeführt.

„Den Herausforderungen der Klimakrise begegnen wir mit einem Mix aus organisatorischen, kommunikativen und infrastrukturellen Maßnahmen. Ein zentrales Anliegen ist, die Bevölkerung über die Auswirkungen von Hitze aufzuklären – denn Hitze ist ein ernstzunehmendes Risiko. Dafür haben wir kühle Orte zur Erholung geschaffen, sowohl in öffentlich zugänglichen Indoor-Bereichen als auch durch eine grüne Stadt. Zudem setzen wir alles daran, unsere Gesundheitseinrichtungen hitzefit zu machen. Das Monitoring zeigt, dass wir an einem ganzheitlichen Ansatz arbeiten, um das Wohlbefinden der Stadtbewohner*innen auch bei extremer Hitze zu gewährleisten.“

Portrait von Peter Hacker. Er ist amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport
Peter Hacker, Amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport (Copyright: Markus Sibrawa)

Wiener Hitzeaktionsplan ins Leben gerufen

Die gesundheitsrelevanten Hebel und Maßnahmenbündel des Wiener Klimafahrplans finden Eingang und Konkretisierung im Hitzeaktionsplan der Stadt Wien. Dieser wurde erstmals im Jahr 2022 erarbeitet und veröffentlicht. Der Wiener Hitzeaktionsplan ergänzt die im Wiener Klimafahrplan genannten langfristigen Maßnahmen um kurzfristig umsetzbare Maßnahmen und legt konkrete Zuständigkeiten fest. Der Plan enthält Maßnahmen, die für die Gesamtbevölkerung wirksam sind und solche, die auf eine oder mehrere besonders vulnerable Zielgruppen ausgerichtet sind.

In Abstimmung mit den relevanten Akteur*innen und Stakeholder*innen wie auch der Begleitung durch einen wissenschaftlichen Beirat, wird der Hitzeaktionsplan jährlich überprüft. Die Evaluierung fließt als Arbeitsgrundlage in die Aktualisierung ein, die ebenfalls jährlich und bis zum Beginn der Hitzesaison (zumeist Juni oder Juli) erfolgt.

HEBEL 1: Über Auswirkungen von Hitze informieren und aufklären

Zielgruppengerechte Sensibilisierung der Bevölkerung

Vielfalt an Informationskanälen betreffend Angebote und Verhaltenstipps bei Hitze vorhanden

Die Stadt Wien stellt laufend aktualisierte Informationen zur Verfügung, die der sachlichen Aufklärung über angepasstes Verhalten bei Hitze und spezielle Risikofaktoren dienen. Dafür werden unterschiedliche Online- und Printkanäle genutzt. Services und Beratungsstellen wie die Gesundheitsberatung 1450, informieren zusätzlich zum Verhalten bei Hitze.

Die themenspezifischen Webseiten der Stadt Wien wie Cooles Wien, Hitze, Die Helfer Wiens oder Wiener Hitzeratgeber liefern konkrete Informationen zu Hitze in der Stadt. Im März 2024 erfolgte der Launch der zentralen Klima-Website der Stadt Wien „Wien macht gutes Klima“. Diese hat die oben genannten Webseiten zusammengefasst. Das Thema Hitze wird auf der zentralen Klima-Website in einem Erklär-Video zur klimasensiblen Stadtplanung anschaulich erläutert.

Proaktiv können Informationen auch über den WienBot eingeholt werden. Dieser liefert auf der Website und in der App Antworten auf Fragen zum Thema Hitze, Hitzetipps (Informationsquelle ist der Wiener Hitzeratgeber) und verortet Trinkbrunnen, Parks, Nebelduschen und Bäder.

Anlassbezogen werden Informationen zum Thema Hitze auch per Push-Benachrichtigung über die kostenlose Stadt Wien App übermittelt.

Breite Kommunikation von Hitzewarnungen

Langjähriger Hitzewellen-Warndienst in Kooperation mit der GeoSphere Austria im Einsatz

Seit dem Jahr 2010 gibt es den präventiven Hitzewellen-Warndienst, der in Kooperation mit der GeoSphere Austria auf drohende Hitzebelastungen hinweist. Zielgruppe sind die Bevölkerung und Pflege- und Betreuungseinrichtungen.

Hitzewarnungen für die Bevölkerung erfolgen über die Wiener Stadtmedien und die Website des Wiener Hitzewellen-Warndienstes. Über diesen Zugang sind zudem die jährlichen Abschlussberichte des Wiener Hitze-Gesundheitsmonitorings einsehbar. Partnerorganisationen, Dachverbände und Koordinations- und Beratungsstellen im Bereich Betreuung und Pflege, Krankenanstalten, Ärztekammer, Rettungsorganisationen, Kindergärten und Schulen sowie der Zivilschutzverband werden direkt gewarnt.

Auch über die Wetterwarnungskanäle der Stadt Wien App werden Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen sowie Handlungsempfehlungen verschickt.

HEBEL 2: Kühle Orte für den Hitzefall bereitstellen

Bereitstellung von kühlen Orten als Rückzugsort für besonders vulnerable Gruppen während ausgeprägter Hitzewellen

Coole Zonen als neue Maßnahme in den ersten 2 Jahren erfolgreich umgesetzt und ausgeweitet

Die Coolen Zonen bieten während Hitzewellen Rückzugsorte für alle Menschen in Wien, besonders für vulnerable Gruppen. Die Coolen Zonen sind kostenfrei zugänglich, haben Innenraumtemperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius, bieten Trinkwasser, Sitzgelegenheiten, Toiletten, Ruhe- und Austauschzonen sowie WLAN und Beratungsangebote.

Die Maßnahme wurden im Sommer 2023 im Rahmen des Wiener Hitzeaktionsplans eingeführt und an 2 Standorten getestet. Im Jahr 2024 konnte die Maßnahme wieder umgesetzt werden und die Anzahl der Standort deutlich erhöht werden. An 13 Standorten eröffneten Coole Zonen: In Büchereien der Stadt Wien, in Pensionist*innen-Klubs des Fonds Kuratorium Wiener Pensionist*innen-Wohnhäuser – Häuser zum Leben, in Amtshäusern der Stadt Wien (Währing, Brigittenau), im Verein Piramidops-Frauentreff und im Klub 21 des Wiener Hilfswerks. Die Standorte nutzen bestehende Infrastrukturen und erfahrenes Personal. Im Sommer 2024 besuchten rund 11.800 Personen die Coolen Zonen. Das Feedback war positiv, insbesondere hinsichtlich des sozialen Aspekts.

Evaluierungen zeigen großen Erfolg und Bedarf an Coolen Zonen – im Sommer 2025 eröffnen 22 Coole Zonen ihre Türen

Eine erneute Evaluierung im Jahr 2024 und 2025 belegt den Bedarf für die Weiterführung wie auch weitere Schwerpunktsetzungen. Aus diesem Grund werden auch im Jahr 2025 Coole Zonen angeboten: Im Juli und August öffnen 22 Coole Zonen ihre Türen.

Die Standorte sind über die Website der Coolen Zonen, den digitalen Stadtplan und die Stadt Wien App einsehbar. Die App Cooles Wien wurde 2023 eingestellt und folglich wurden deren Funktionen in die Stadt Wien App integriert.

HEBEL 3: Einrichtungen hitzefit machen

Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Aspekten der Klimakrise in der Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Pflegepersonal

Bedingt durch die Klimakrise treten neue gesundheitliche Risiken auf. Darum forciert die Stadt Wien eine Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Aspekten der Klimakrise in der Aus- und Weiterbildung von Personen, die in Gesundheits- und Sozialberufen und insbesondere mit vulnerablen Menschen arbeiten.

Mitgestaltung von Ausbildungscurricula mit Herausforderung

Eine zielgerichtete Herangehensweise zur Umsetzung der Maßnahme ist die Verankerung der Wissensvermittlung zu klimabedingten gesundheitlichen Risiken in Ausbildungscurricula für Personen in Gesundheits- und Sozialberufen. Die Erstellung dieser Ausbildungscurricula und Lehrpläne liegt im Kompetenzbereich des Bundes und ist daher überregional gesetzlich geregelt. Somit liegt die Umsetzung der Maßnahme nicht im unmittelbaren Einflussbereich der Stadt Wien.

Zielgruppenspezifische Informationsmaterialien stehen zur Verfügung

Direktere Handlungsspielräume haben die zuständigen Dienststellen der Stadt Wien bei der Erarbeitung von zielgruppenspezifischen Informationsmaterialien, zum Beispiel in Form von E-Learnings, Leitfäden oder Checklisten. Die Sensibilisierung von Mitarbeiter*innen erfolgt durch Beratungen und Schulungen von Gesundheits- und Pflegepersonal hinsichtlich des Erkennens hitzebedingter Gefährdungen, Erkrankungen, Vorbeugung und Behandlung. Dienststellen können entsprechendes Material intern verbreiten, zugänglich machen und in betriebsinterne Standards aufnehmen.

Der Wiener Hitzeaktionsplan nennt hierzu zielgruppenspezifische Aktivitäten wie die Ausarbeitung inhaltlicher Schwerpunkte oder auch die Entwicklung eines E-Learning-Tools. Die Umsetzungen dazu liegen in unterschiedlichen Kompetenzbereichen und Zuständigkeiten und sind daher in einem diversen Umsetzungsstand.

Die Vielfalt der Berufsbilder im Gesundheits- und Sozialwesen macht die Umsetzung von Maßnahmen im Wiener Hitzeaktionsplan komplex. Angepasste Weiterbildungsmaßnahmen und Informationsmaterialien braucht es für Berufe wie Anästhesist*in, Zahnärzt*in und Pfleger*in. Idealerweise sollten die Maßnahmen von Berufsverbänden oder Fachschulen erstellt und mit Zertifikaten anerkannt werden, um die Teilnahme zu fördern. Allerdings fehlen in Wien die Ressourcen für die Erstellung und Durchführung solcher Schulungen. Derzeit können die Web-Publikationen des Hitzeratgebers und des Leitfadens Hitzemaßnahmenplan der MA 15 – Gesundheitsdienst genutzt werden.

Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) als wichtige Partnerin

Die Abteilung Klimaresilienz und One Health der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) bietet seit Oktober 2024 erstmalig einen kostenlosen Train-the-Trainer-Lehrgang Klimakompetenz für Lehrende in den Gesundheitsberufen an. Ziel ist, Lehrenden die komplexen Zusammenhänge zwischen Klima und Gesundheit zu vermitteln und sie zu befähigen, dieses Wissen an ihre Studierenden und Auszubildenden weiterzugeben. Auf diesem Wege soll die Klimakompetenz in den Gesundheitsberufen insgesamt gestärkt werden.

Zusätzlich kann auf das Handbuch der GÖG zur Stärkung der Klimakompetenz in den Gesundheitsberufen zurückgegriffen werden.

Entwicklung und Umsetzung von Hitzemaßnahmenplänen

Leitfaden für Hitzemaßnahmenpläne liegt durch die Wiener Landessanitätsdirektion auf

Die Wiener Landessanitätsdirektion (MA 15) hat bereits 2018 gemeinsam mit Expert*innen einen Leitfaden für medizinische und pflegerische Einrichtungen entwickelt. Dieser gibt Tipps und Anleitung zum Erstellen eigener Hitzemaßnahmenpläne.

Der Leitfaden richtet sich an die Verantwortlichen von Krankenanstalten, Pflege- und Betreuungseinrichtungen und den Bedienstetenschutz. Empfehlungen für kurz- bis mittelfristig umsetzbare Maßnahmen sollen die Organisationen dabei unterstützen, eigene Hitzepläne zu entwickeln und zu etablieren. Dabei lässt der Leitfaden Spielraum auf die regional strukturellen Bedingungen sowie die Bedürfnisse und Ausgangsbedingungen der betreuten Personengruppe einzugehen. Im Leitfaden finden sich Checklisten, um eigene Vorgaben und Pläne organisationsspezifisch zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen und zu ergänzen. Der Leitfaden ist ein solides Basisdokument, dessen Umsetzung allerdings nicht verpflichtend ist und nicht eingefordert werden kann. Er stellt eine Empfehlung dar.

Leitfäden und Empfehlungen stehen zur Verfügung

Im Sektor der Bildungseinrichtungen gibt es einen von den Kindergärten (MA 10) erstellten Leitfaden in Hitzefällen (siehe dazu auch „Wien setzt Maßnahmen zur Reduktion des Klimatisierungsbedarfs von Gebäuden“, Kapitel 1.6 Fluorierte Gase, Hebel 1). Dieser richtet sich an die Kindergartenleitungen der Kindergärten der Stadt Wien. Er enthält Handlungsempfehlungen wie Verlegung der Tätigkeiten in den beschatteten Außenbereich, regelmäßiges, ausreichendes Trinken, Kühlung der Handgelenke, kühlende Duschen, luftige Kleidung, Quer- und Nachtlüften und richtige Beschattung der Räume. Zudem bietet er Unterstützung bei Maßnahmen etwa Beschaffung, Betrieb und Anwendungshinweise zu Ventilatoren. Er ist bewusst kurzgehalten und ein internes Dokument der Abteilung.

Zudem gibt es derzeit einzelne Anweisungen und Empfehlungen für den Umgang mit Hitze als Unterstützungsleistung für das Personal.

Hitzemaßnahmenpläne im Fonds Soziales Wien werden berücksichtigt

Für die Bearbeitung eines Ansuchens um Anerkennung im Fonds Soziales Wien (FSW) werden von den einreichenden Organisationen Hitzemaßnahmenpläne für den jeweiligen Standort als Unterlagen eingefordert. Dies gilt für die Anerkennung der Leistungen aus dem Bereich „Extramurale Pflege und Betreuung“ sowie „Wohnen und Pflege“.

Laufende Evaluierung von Hitzemaßnahmenplänen

Von unterschiedlichen Partnerorganisationen im Gesundheits- oder Bildungsbereich liegen keine oder nur vereinzelt Hitzemaßnahmenpläne vor. Bei einigen befinden sich Erstellung und Etablierung noch im Anfangsstadium. Es ist davon auszugehen, dass diese aktuell noch keiner Evaluierung unterzogen werden.

Jährliche Evaluierung des Wiener Hitzeaktionsplans setzt auch Impulse für Trägerorganisationen

Im Zuge der jährlich stattfindenden Evaluierungen des Wiener Hitzeaktionsplans werden auch die Erstellung und Evaluierung von Hitzemaßnahmenplänen für Einrichtungen, die hitzevulnerable Gruppen betreuen, initiiert und Impulse für Weiterentwicklungen und Umsetzungen gesetzt.

Errichtung und Sanierung von Gebäuden des Wiener Gesundheitsverbunds nach einheitlichen Energiestandards und verbindlichen Kriterien

„Leitlinie regeneratives Bauen und Sanieren“ im Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) gibt Orientierung

Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) hat für die Errichtung und Sanierung seiner Gebäude die interne „Leitlinie regeneratives Bauen und Sanieren“ geschaffen. Sie stellt die Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Aspekte bei allen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sicher. Die Leitlinie ist als Kriterienkatalog formuliert und enthält Vorgaben zu Begrünung und Platzbedarfe für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Die Klimaschutzaspekte dieser Maßnahme werden auch bei „Die Stadt und ihre Unternehm(ung)en als Vorbild“ im Kapitel 1.2 Gebäude beschrieben.

Modernisierungsprogramm im Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) beschlossen

Im September 2022 wurde die Umsetzung des Modernisierungsprogramms des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) bis 2040 beschlossen. Das Programm sieht die Umsetzung einer Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie zu einem möglichst nachhaltigen Betrieb der Kliniken vor.

Erfassung und Monitoring der Ausbreitung heimischer sowie neuer Tier- und Pflanzenarten, die Allergien auslösen oder Krankheiten übertragen können

Die Erfassung und das Monitoring heimischer und neuer Tier- und Pflanzenarten liegen in der Zuständigkeit verschiedener Abteilungen, unter anderem der Abteilung Gesundheitsdienst (MA 15).

Gesundheitsrelevante Maßnahmenpläne für einzelne Tier- und Pflanzenarten erarbeitet

Bei der Erfassung der Ausbreitung heimischer sowie neuer Tier- und Pflanzenarten, die Allergien auslösen oder Krankheiten übertragen können, werden Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen und mit spezifischem Fokus gesetzt.

Ein Beispiel ist der Wiener Stechmücken-Maßnahmenplan (erarbeitet und Umsetzung koordiniert von der Abteilung Gesundheitsdienst (MA 15)). Dieser Plan erlaubt die Abschätzung der Übertragung von Krankheitserregern, insbesondere des West-Nil-Virus, durch Stechmücken. Er beschreibt ein Überwachungsprogramm („Surveillance”), das die Dichte von heimischen Gelsen und der neu eingewanderten Tigermücke an 11 Messstellen in der Stadt in den Monaten Mai bis September („Gelsensaison“) signalisiert. Der Plan definiert Maßnahmen zur Verhütung von Infektionen sowie zur Eingrenzung der Ausbreitung von Infektionen. Zudem legt er die Zusammenarbeit der Magistratsabteilungen der Stadt Wien bei der Maßnahmen-Umsetzung fest. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt in 3 Stufen:

Aktionsstufe 0: keine Maßnahmen

Aktionsstufe 1: Infektionsverhütung durch Aufklärung zu Selbstschutz vor Stichen und Brutstätten-Vermeidung, Unterstützung bei einzelnen Infektionsfällen an Menschen

Aktionsstufe 2: Management der Verbreitung von Infektionsfällen durch den Gesundheitsdienst der Stadt Wien

Maßnahmen zu allergenen Pflanzen in Parks und Grünanlagen werden umgesetzt

Im öffentlichen Raum koordinieren die Wiener Stadtgärten (MA 42) zahlreiche Maßnahmen zu verschiedenen allergenen Pflanzen und darauf lebenden allergenen Tieren, sollten diese in Parks oder Grünanlagen auftreten. Beispiele dafür sind Schutzmaßnahmen betreffend den Eichenprozessionsspinner (zum Beispiel räumliche Absicherung und Entfernen der Nester) oder die Entfernung der Ambrosia.

Die Wiener Stadtgärten (MA 42) fassen Informationen zu ausgewählten allergenen Pflanzen für die Öffentlichkeit kompakt in Foldern zusammen.

Weitere übergeordnete oder verwandte Strategien fließen ein

Weitere, übergeordnete oder verwandte Strategien zum Umgang mit invasiven, gebietsfremden Arten liegen vor:

EU-Verordnung zu invasiven gebietsfremden Arten (2015)

Für invasive gebietsfremde Arten der Unionsliste, die in einem Bundesland verbreitet sind, sind Management-Maßnahmen auszuarbeiten. In Wien erfolgt dies unter Zuständigkeit der Abteilung Wasserrecht (MA 58)

Wiener Neobiota Strategie und Managementplan

Identifikation von Gebieten mit erhöhtem Handlungsbedarf durch eine Verknüpfung der Stadtklimaanalyse mit kleinräumigen sozioökonomischen Daten

Wien-Plan definiert prioritäre Gebiete mit Handlungsbedarf

Mit der Festlegung der prioritären Gebiete für die Transformation des öffentlichen Raums im Wien-Plan besteht eine strategische Grundlage für die Identifikation von Gebieten mit erhöhtem Handlungsbedarf.

Gesundheitsstadtkarte und Hitzebutton für ein Hitzemonitoring des Gesundheitsdiensts (MA 15) in Entwicklung

Der Gesundheitsdienst (MA 15) erarbeitet in einer Pilotphase seit 2024 eine Gesundheitsstadtkarte. Dort werden die durch die telefonischen Beratungsleistungen (1450) gewonnene Daten zu hitzeinduzierten Vorfällen räumlich verortet.

Zudem arbeitet der Gesundheitsdienst (MA 15) daran, Menschen in Wien die Möglichkeit zu bieten selbstständig Eilmeldungen zu ihrer aktuellen Befindlichkeit in Bezug auf Hitze bekanntzugeben. Dieses Vorhaben ist der „Wiener Hitzebutton“. Auch diese Daten fließen dann in die Gesundheitsstadtkarte ein. Daraus können Zusammenhänge erkannt und Erkenntnisse und Handlungsbedarf abgeleitet werden. Auf datenschutzkonformes Arbeiten wird geachtet. Eine Verschneidung mit sozioökonomischen Daten findet aktuell nicht statt.