wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 12. November 2010

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

12.11.2010


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Die Adventmärkte sind nicht nur beliebte Treffpunkte in der Vorweihnachtszeit, sondern ein enormer Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt. Der November steht ganz im Zeichen der Fotografie und das Budget für 2011 wurde auch schon präsentiert.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV. Schön, dass Sie zusehen. Beginnen wir die Sendung gleich mit einem Themenüberblick:"

Christkindlmärkte - Es weihnachtet schon
MUSA - im Zeichen der Fotografie
Mediengespräch - Budget 2011

Adventzauber

David Settelmaier, wien.at-TV: "Die Adventzeit naht mit großen Schritten. In der ganzen Stadt eröffnen wieder an die 20 Christkindlmärkte. Da gibt es Punsch, Süßigkeiten und Geschenkartikel. Die Wiener Wirtschaft freut sich schon jetzt, wenn die Kassen wieder klingeln. Allein der Christkindlmarkt am Rathausplatz hat im letzten Jahr über drei Millionen Besucher angelockt."

Das Christkind kommt - und damit eröffnen in der ganzen Stadt auch wieder die Adventmärkte. Der Größte hat am Rathausplatz seine Zelte aufgeschlagen. Der sogenannte Adventzauber hat sich nach 25 Jahren zum wirtschaftlichen Großereignis entwickelt.

Gerhard Hirczi, Wirtschaftsagentur Wien: "Der Adventzauber ist ein wirtschaftliches Ereignis, neben seiner kulturellen Komponente, neben seiner gesellschaftlichen Komponente. Aus wirtschaftlicher Sicht muss man sagen, dass der Adventzauber ein Tourismusmagnet für ganz Europa geworden ist und auch über den europäischen Raum hinaus."

Aufgrund der Wirtschaftskrise mussten die Standler im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen hinnehmen. Das soll sich heuer aber ändern.

Akan Keskin, WKO Landesgremium Wien Markthandel: "Ich hoffe, dass es ihnen heuer besser gehen wird als vergangenes Jahr. Weil vergangenes Jahr haben sie uns signalisiert, während des Weihnachtsmarktes, Christkindlmarktes, dass die Umsätze nicht so waren wie sie in der Vergangenheit waren. Dementsprechend haben wir auch die Platzmieten angepasst heuer. Aber ich erhoffe mir, weil die Wirtschaft heuer wieder gut läuft und die Arbeitslosigkeit auch gesunken ist, dass heuer wieder der dementsprechende Name gegeben ist, wie es die vergangenen Jahre immer war."

Viele Wiener, aber auch Gäste aus den Bundesländern und aus dem Ausland werden heuer wieder einen der 20 Adventmärkte besuchen und dabei einiges an Geld ausgeben.

Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien: "Die Wienerinnen und Wiener werden pro Besuch 18 Euro ausgeben, die ausländischen Gäste noch mehr. Wir erwarten immerhin 7,3 Millionen Besucher in der Adventzeit auf unseren Märkten."

Das freut allerdings nicht nur die Standler. Auch andere Branchen profitieren davon.

Gerhard Hirczi, Wirtschaftsagentur Wien: "Wir haben erhoben, dass durch den Adventzauber rund 30.000 Arbeitsplätze in der Hotellerie und Gastronomie gesichert werden. Und das ist eine wunderbare Zahl, eine ganz erstaunliche Zahl. Wir haben auch, wenn man sich die Jahre anschaut, in denen es den Christkindlmarkt gibt - das sind jetzt 25 Jahre - eine Entwicklung, die ist wirklich prachtvoll."

Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien: "Die Gäste kommen und das löst viele weitere Handlungen im wirtschaftlichen Geschehen in dieser Stadt aus, aber auch für die Wienerinnen und Wiener. Denn in erster Linie findet natürlich das alles für die heimische Bevölkerung statt und dass sie von den Nicht-WienerInnen auch so angenommen wird, zeigt ja nur, wie erfolgreich die Sache ist."

Fotografie

David Settelmaier, wien.at-TV: "Den ganzen November über steht Wien im Zeichen der Fotografie. Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie beleuchten mehr als 160 Museen, Galerien und Kunsträume diese einzigartige Kunstform in all ihren Facetten. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei das Museum auf Abruf, wo gleich mehrere Ausstellungen zu sehen sind."

Unter dem Motto "Eyes on" wirft Wien gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Städten den ganzen November über ein Auge auf die Fotografie. Zu sehen gibt es über 200 Ausstellungen.

Isabella Mandl, Eyes On: "Angefangen von ganz kleinen Galerien bis hin zu großen Museen wie das Naturhistorische Museum, das mit dabei ist. Dann das MUSA eben hier. Die Wienbibliothek ist dabei. Der öffentliche Raum wird bespielt am Urban-Loritz-Platz, also vor der Stadtbücherei. Also ganz unterschiedliche Ausstellungsorte."

Im Museum auf Abruf beleuchten mehrere Ausstellungen die verschiedenen Elemente der Fotografie. Die Schau "Sioseh forever" lässt den Betrachter etwa auf ungewöhnliche Weise in die Welt der Lichtbildkunst eintreten.

Berthold Ecker, Museum auf Abruf: "'Sioseh' heißt auf Persisch '33' und wir haben eben jetzt die 33. Ausgabe dieser futzikleinen Fotozeitschrift vorliegen. Wir feiern quasi damit jetzt auch das Ende dieses gesamten Projekts und versuchen, die Intimität dieser Fotozeitschrift, die ja nur halb so groß wie eine Postkarte ist, zu transferieren in den großen Raum in der Glashalle."

Die Ausstellung "Mutations III" ist ein Beitrag zum Europäischen Monat der Fotografie. Sie beleuchtet...

Berthold Ecker, Museum auf Abruf: "...die Zusammenhänge zwischen Fotografie und Computer und Internet vor allen Dingen. Wobei die Interaktivität auch ein wichtiger Aspekt ist."

Eine dritte Schau zeigt die Arbeiten des jungen Wiener Künstlers Barnabas Huber. Wie bei vielen Fotokünstlern verschwimmen auch in seinen Arbeiten die Grenzen zwischen Tradition und Moderne.

Wien hat in der Entwicklung der Fotografie vor allem zu Beginn eine große Rolle gespielt.

Berthold Ecker, Museum auf Abruf: "Wien hat traditionell eine starke Position in der Fotografie gehabt. Besonders in der Frühphase der Fotografie hat es ganz wichtige Menschen in Wien gegeben, die erste wissenschaftliche Abhandlungen auch in technischer, chemischer Hinsicht zur Entwicklung der Fotografie gemacht haben."

Als Gründungsmitglied des Europäischen Monats der Fotografie will man genau daran wieder anschließen.

Berthold Ecker, Museum auf Abruf: "Das heißt, wir haben die Chance genützt, da auch zu einem Gründungsmitglied des Europäischen Monats zu werden und ich glaube, diese Initiative der Kulturabteilung hat der Fotografie in Wien wirklich gut getan."

David Settelmaier, wien.at-TV: "Wer sich die Ausstellungen des Monats der Fotografie jetzt anschauen möchte, kann sich ganz einfach im Museum auf Abruf einen Infofolder für das gesamte Festival holen."

Budget 2011

David Settelmaier, wien.at-TV: "Abschließend machen wir jetzt noch einen Abstecher ins Rathaus, wo es beim wöchentlichen Mediengespräch um das Budget gegangen ist."

Weiter auf hohem Maß investieren und gleichzeitig eine Konsolidierung einleiten - dieses Ziel hat sich die Wiener Stadtregierung für das Budget 2011 gesetzt. Im Voranschlag stehen Einnahmen von 10,81 Milliarden Euro Ausgaben in der Höhe von 11,43 Milliarden gegenüber. Damit will die Stadt einerseits in die Wirtschaft investieren, um die Lebensqualität zu steigern.

Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Wir werden zum anderen investieren in den Bereich Qualifikation, Bildung. Der Gratis-Kindergarten bleibt, auf das können sich die Wienerinnen und Wiener verlassen - das ist ganz wichtig. Und der dritte Schwerpunkt ist im Bereich Gesundheit und Soziales. Natürlich sind die Auswirkungen der Krise noch immer nicht vorbei, das sehen wir zum Beispiel an den Arbeitslosenzahlen. Und deswegen wird es auch weiter ein hohes Niveau an Sozialleistungen der Stadt geben."

Besonders in die Bereiche Qualifikation und Bildung wird im neuen Budget deutlich mehr Geld gesteckt.

Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Wir investieren wieder 58 Millionen in den Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds, der zum Beispiel mit dem Bildungstausender gerade jetzt Wienerinnen und Wiener, die sich beruflich weiterbilden, unterstützt. Das ist ganz wichtig, wenn wir wissen, dass mehr als die Hälfte derer, die jetzt in Wien arbeitslos sind, nur Pflichtschulabschluss haben. Und das zweite Thema, in das viel Geld hineinfließt: Wir haben in den letzten zehn Jahren die Ausgaben für Kinderbetreuung verdoppelt. Der Gratis-Kindergarten kostet natürlich, aber es ist nicht nur eine wichtige Investition in die Kinder, in deren Zukunft, im Kampf gegen Armut. Es ist auch eine wichtige Investition zum Thema Vereinbarkeit für Frauen, für Familien. Es ist wichtige Familienförderung und es ist nicht zuletzt die größte Entlastung für Mittelstandfamilien in dieser Stadt, die es in den vergangenen Jahrzehnten gegeben hat."

Die Stadt will aber gleichzeitig eine Budgetkonsolidierung starten. Das heißt, dass in so manchem Bereich bereits der Sparstift angesetzt wird.

Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Wir haben durch die Investitionspakete ja zum Beispiel die Wirtschaftsförderung sehr in die Höhe geschraubt. Da gehen wir jetzt auf ein immer noch tolles Niveau, aber auf das von vor der Krise zurück. Und in anderen Bereichen ist es ähnlich. Bei den Einkäufen, die die Stadt selber setzt, werden wir sehr sparsam sein und hier auch um einiges zurückfahren."

Obwohl die Zeichen wieder auf Aufschwung stehen, hat sich die Stadt für den Notfall Geld beiseitegelegt. Und zwar in Form einer Wirtschaftsreserve.

Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Die Expertinnen und Experten prophezeien uns ja einen leichten, aber stetigen Aufschwung. Es gibt aber auch viele, die davor warnen und sagen: Es kann sein, dass es wieder einen schlimmen Wirtschaftseinbruch gibt. Dass die Krise wieder stärker wird. Darauf sind wir gut vorbereitet und dafür gibt es diese Wirtschaftsreserve."

Veranstaltungstipp

David Settelmaier, wien.at-TV: "Soviel von uns für diese Woche. Mit einem Hinweis auf das OKTO-Fest verabschiede ich mich jetzt. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Am 20. November feiert der Fernsehsender OKTO seinen fünften Geburtstag im WUK im 9. Bezirk. Auf dem Programm stehen Kabarett, Live-Musik und DJs.